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Keine Neueinstellungen und Entlassungen

USA: Trumps Trans-Verbot im Militär wird konkret

In einem Memo hat das Weiße Haus erstmals dargelegt, wie die umstrittene Verbannung transsexueller Soldaten aus den Streitkräften ablaufen soll.


US-Präsident Donald Trump bei einer Kundgebung und die Flagge der Trans-Bewegung bei einem Protest am 26. Juli in San Francisco gegen seine Entscheidung, Transpersonen die Arbeit im Militär zu verbieten

Berichten des "Wall Street Journal" und der "New York Times" zufolge hat das Weiße Haus erstmals ausgeführt, wie es sich den Ausschluss von transsexuellen und transgender Soldaten aus allen Bereichen der Armee vorstellt. Ein Memo an Verteidigungsminister James Mattis kündigt demnach für die nächsten Wochen umfassende entsprechende Richtlinien an.

Ende August hatte Präsident Donald Trump via Twitter angekündet, die von der Obama-Regierung im letzten Sommer verkündete Aufhebung des bisherigen Verbots (nach der sich einige Soldaten als trans geoutet hatten!) nicht weiter zu verfolgen. "Nach Konsultationen mit meinen Generälen und Militärexperten weisen wir darauf hin, dass die US-Regierung weder akzeptieren noch zulassen wird, dass Transgender-Personen in irgendeiner Funktion in der US-Armee dienen", so Trump damals (queer.de berichtete).


Die Tweets vom 26. Juli

Das Militär müsse sich "auf den endgültigen und überwältigenden Sieg konzentrieren" und könne "sich nicht mit enormen medizinischen Kosten und Störungen befassen, die Transgender im Militär mit sich bringen würden", hatte Trump weiter geschrieben und dafür viel öffentliche Kritik von Medien, LGBTI-Organisationen, Demokraten und selbst von Parteifreunden bekommen. Wenige Wochen später meinte er: "Es war ein sehr verwirrendes Thema für das Militär, und ich denke, ich tue dem Militär einen großen Gefallen" (queer.de berichtete).

Die Top-Anführer des Streitkräfte waren von der Ankündigung Trumps allerdings Medienberichten zufolge überrascht worden – und stellten im Juli in internen Anweisungen klar, dass dazu noch keine Richtlinien vorliegen würden, man die derzeitige Praxis vorerst nicht ändere und alle Angestellten mit Respekt behandeln werde.

Kompletter Einstellungsstopp und Entlassungsrunden

In dem Memo an den Verteidigungsminister, eine Art Vorab-Warnung, heißt es nun, in den noch nicht abgesegneten Richtlinien werde ein kompletter Einstellungsstopp für Transpersonen verkündet. Auch dürfe das Militär bei aktuellen Armeeangehörigen kein Geld mehr für geschlechtsangleichende Operationen oder ähnliche medizinische Leistungen ausgeben.

Zu den sich bereits im Dienst befindlichen Transpersonen, Schätzungen variieren zwischen 2.000 und 15.000, heißt es weiter, Mattis müsse rechtlich festlegen, in welchen Bereichen und unter welchen Bedingungen Transpersonen "einsatzfähig" seien – wer das nicht sei, müsse aus dem Dienst ausscheiden. Für die Umsetzung der gesamten Richtlinien habe das Ministerium sechs Monate Zeit.

Fünf transsexuelle Soldaten, darunter Veteranen des Irak- und Afghanistankriegs, hatten bereits aufgrund der Tweets aus dem Juli bei einem Gericht in der Hauptstadt Washington D.C. Klage eingereicht – die Ankündigung verstoße gegen das Diskriminierungsverbot aufgrund des Geschlechtes und basiere auf keiner "rationalen Basis". Mehrere LGBTI-Organisationen wollen die Richtlinien nach Erlass gerichtlich zu Fall bringen. (nb)



#1 Julian SAnonym
  • 24.08.2017, 21:44h
  • Trump regiert nicht nach Fakten oder Vernunft, sondern will nur rechte Ressentiments bedienen und Hass schüren, um von seinem eigenen kompletten Versagen abzulenken.
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#2 giliatt 2Anonym
  • 25.08.2017, 01:11h
  • Immer wenn ich Herrn Trump im Fernsehen sehe, denke ich, es ist Hape Kerkeling, der uns veralbert.

    Leider ist dem nicht so.

    Zum Thema "Trumps Trans-Verbot im Militär" mochte ich etwas posten, das mir eine Herzensangelegenheit ist.
    Ich wünsche mir, dass die Redaktion von queer.de den Gedanken aufgreift und über die Angelegenheit umfassend berichtet.

    Am 31.8.2017 wäre BARRY WINCHELL 40 Jahre alt geworden. Der Soldat starb am 6.6.1999, weil ihm ein bislang befreundeter angesoffener Kamerad mit einem Baseball-Schläger in unbeschreiblicher Grausamkeit den Schädel zertrümmerte.

    Barry hatte sich in eine Sängerin und Tänzerin in der für die Truppenbetreuung zuständigen Bar verliebt, ohne zu wissen, dass sie eine Transe ist. Doch als er realisierte, dass sie ein Mann ist, stand er trotzdem zu ihr und zu seiner Liebe. Das war sein Todesurteil. Seine Familie bewirkte, dass der Paragraph "Dont ask, dont tell" nach vielen Prozessen gestrichen wurde.

    Titel der Verfilmung: SOLDIERS GIRL.

    Trumps Girl ist eine balkanstämmige Escortdame. Keine Balkan-Nutte. Verleihen wir ihr den englischen HOSENBANDORDEN: "Ein Schelm, wer Arges dabei denkt."

    Aber Barry Winchell ist für uns gestorben. Er war nicht schwul. Aber er stand zu seiner Liebe zu einer Transe.
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#3 Matze0815Anonym
  • 25.08.2017, 08:07h
  • "Endgültiger und überwältigender Sieg" - Hatte so etwas ähnliches nicht schon mal jemand gesagt? Ich glaub damals ging es um den "totale Krieg". Unfassbar was dieser Mensch von sich gibt.
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#4 SebiAnonym
  • 25.08.2017, 09:14h
  • Der hatte nicht mal die Mehrheit aller Stimmen und ist nur wegen diesem bescheuerten, undemokratischen Wahlmänner-System Präsident geworden.

    Aber der regiert das Land wie ein Diktator.
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#5 Patroklos
  • 25.08.2017, 10:03h
  • Noch nie hat in der Geschichte der USA ein derzeit amtierender US-Präsident soviel Personal wie Herr Trump verschlissen und das ist mit Sicherheit noch nicht das Ende der Fahnenstange!

    Passend zum Transverbot im US-Militär wurde nun diese Petition erstellt:

    action.aclu.org/secure/trans-military-ban

    Gerade unterzeichnet!
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#6 JeroenAnonym
  • 25.08.2017, 10:23h
  • Letztens habe ich gelesen, dass mehrere Psychologen aufgrund von Trumps Verhalten, Reden, Schreiben, Gestik, etc. den Verdacht haben, dass er eine ernste psychische Erkrankung hat.

    So langsam glaube ich das auch...
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#7 AnonymousAnonym
#8 TheDadProfil
  • 25.08.2017, 11:17hHannover
  • Antwort auf #7 von Anonymous
  • ""Bitte Transfrauen nicht als Männer oder Transeb bezeichnen. Danke.""..

    Bitte Damen-Darsteller und mit ihnen Schwule Männer dann auch nicht als Transexuelle/Transgender/Transidente Menschen darstellen, so lange es sich um Schwule Männer handelt, die einem Job nachgehen ohne damit eine Änderung ihrer Sexuellen Identität oder Geschlechtszugehörigkeit verbunden wissen wollen..

    Der Begriff "Transe" wird sicher für Transsexuelle/Transgender/Transidente Menschen auch als beleidigend angesehen..

    Für Schwule Männer die als Damen-Darsteller Singen&Tanzen zum Beruf gemacht haben, ist er es sicher nicht..
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#9 EgalAnonym
#10 Patroklos