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Gesundheit

Ein weiterer Schritt im Kampf gegen Hepatitis C

Die WHO hat es sich zum Ziel gesetzt, die Erkrankung bis zum Jahr 2030 weltweit zu besiegen – neue Therapieoptionen helfen dabei.


Schwule Männer gehören zur Hauptbetroffenengruppe von Hepatitis C. Eine Risikosituation stellen insbesondere Chemsex-Partys dar

  • 30. August 2017, 10:57h, noch kein Kommentar

In Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut etwa 0,3 Prozent der Menschen an Hepatitis C erkrankt, und jährlich kommen knapp 5.000 Neuinfektionen hinzu. Bis vor wenigen Jahren war Hepatitis C nur schwer zu behandeln. Die kürzlich zugelassenen Therapieoptionen ermöglichen bei einem Großteil der Hepatitis-C-Patienten eine erfolgreiche Behandlung bei allen Virusformen (Genotypen 1-6) und mit kurzer Therapiedauer.

"Es ist ein großes Glück, als Mediziner mitzuerleben, dass eine chronische Viruserkrankung in so kurzer Zeit, mit einem sehr gut verträglichen Therapieschema komplett geheilt wird", erklärte Dr. Christiane Cordes, Infektiologin mit einer HIV-HCV-Schwerpunktpraxis in Berlin, die sich seit über 20 Jahren dem Kampf gegen Hepatitis C widmet.

Behandlungslücken mehr und mehr geschlossen

Die neue Generation der Hepatitis-C-Therapie kann die Behandlung weiter vereinfachen und ermöglicht einen noch breiteren Einsatz. Das gilt zum Teil sogar bei Patienten mit Nierenerkrankungen oder bei Dialyse-Patienten. Die WHO hat es sich nun zum Ziel gesetzt, die Erkrankung bis zum Jahr 2030 weltweit zu besiegen.

"Mit den Therapien, die in den letzten zwei bis drei Jahren zugelassen wurden, konnten viele Herausforderungen gelöst werden, aber noch nicht alle", erklärte Prof. Dr. Stefan Zeuzem, Direktor der Medizinischen Klinik I am Klinikum der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main. "Die jetzt zugelassenen Wirkstoffe der neuen Therapie-Generation machen die Therapie noch einfacher und breiter einsetzbar. So werden Behandlungslücken, die uns derzeit noch beschäftigt haben, weiter geschlossen."

Wenn Sie sich unsicher sind, ob sie sich angesteckt haben könnten, machen Sie einen kostenlosen Test bei ihrem Arzt oder einem Checkpoint in ihrer Stadt.

Schutz vor Hepatitis C

Hepatitis C wird hauptsächlich über Blut übertragen. Schon eine winzige Menge reicht aus, um sich anzustecken.

Eine Risikosituation bei schwulen Männern bilden insbesondere Chemsex-Partys:
• Nutze beim Sniefen (nasaler Drogengebrauch) immer ein eigenes Röhrchen
• Verwende beim Slammen (intravenöser Drogengebrauch) immer eine neue, eigene Spritze.
• Zieh für jeden Partner ein neues Kondom bzw. einen neuen Handschuh an.
• Benutze ausschließlich Dein eigenes Gleitgel.
• Lasse Verletzungen und Entzündungen im Genial- und Analbereich behandeln und vollständig abheilen.

Mehr zum Thema auf AbbVie Care Hepatitis C. (cw)

Der Text wurde erstellt mit der freundlichen Unterstützung von AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG.