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Projekt "Fußball für Vielfalt"

Maas fordert mehr Engagement gegen Homophobie im Fußball

Zusammen mit DFB-Präsident Reinhard Grindel besuchte der Bundesjustizminister am Mittwoch die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.


Nach der Präsentation der bisherigen Projektergebnisse (v.l.n.r.): BMH-Vorstand Jörg Litwinschuh, Förderkreisvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizminister Heiko Maas, DFB-Präsident Reinhard Grindel und Prof. Dr. Martin Schweer (Bild: BMH / Sabine Hauf)

Am Mittwoch haben sich Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) und DFB-Präsident Reinhard Grindel bei der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) getroffen. Ziel des gemeinsamen Gesprächs war ein Informationsaustausch über das von der Stiftung geführte Projekt "Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie und gegen Sexismus".

Zugegen waren außerdem neben weiteren Vertretern des DFB der BMH-Vorstand Jörg Litwinschuh sowie die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) als Förderkreisvorsitzende der Stiftung sowie Prof. Dr. Martin Schweer als wissenschaftlicher Projektleiter der Universität Vechta.

"Homophobie darf überhaupt keine Chance in unserer Gesellschaft haben. Leider ist sie auch und gerade auf dem Fußballplatz immer noch sehr präsent", erklärte Maas nach dem Treffen. "Mit 'Fußball für Vielfalt' setzt die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld solchen Kräften ihr Engagement entgegen."

Das Projekt könne aber nur gelingen, wenn alle Akteure des Fußballsports tatsächlich erreicht werden, so der Minister, der auch Kuratoriumsvorsitzender der BMH ist. "Dafür ist die Stiftung auf die Zusammenarbeit mit den großen Fußballverbänden angewiesen. Die Akzeptanz sexueller Vielfalt muss in der Vereins- und Verbandsarbeit des Fußballs verankert werden." Er freue sich deshalb über den Besuch von Reinhard Grindel. "Klar ist: Es geht uns alle an, dafür zu sorgen, dass Homophobie abgebaut wird, im Sport wie im sonstigen Alltag."

"Fußball für Vielfalt" startete vor vier Jahren

Die BMH führt seit 2013 das Projekt "Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie und gegen Sexismus" durch. Ziel des Projekts ist es, Homo- und Transfeindlichkeit sowie Sexismus im Sport abzubauen und Akzeptanz gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu fördern. Das Projekt ist eines der "Leuchtturm-Projekte" der Stiftung. In seinem Rahmen bietet die BMH in Kooperation mit der Universität Vechta u.a. verschiedene Bildungsmodule sowie Beratung z.B. für Sportler, Trainer, Schiedsrichter und Funktionäre in den Amateur- und Profi-Vereinen und Verbänden an.

Die Bildungsmaßnahmen sollen den Akteuren helfen, Problembewusstsein zu erlangen und Handlungsstrategien für den Umgang mit Diskriminierungen zu entwickeln. Dies kann angesichts der hohen Vorbildfunktion des Fußballsports zugleich der Ausgangspunkt für einen gesellschaftlichen Wandel sein: Wer akzeptiert, dass sportliche Höchstleistungen nichts mit sexueller oder geschlechtlicher Identität zu tun haben, der wird auch außerhalb des Stadions Respekt und Toleranz zeigen.

Botschafter von "Fußball für Vielfalt" ist der ehemalige Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. (cw/pm)



#1 AchsoAnonym
  • 31.08.2017, 13:35h
  • So so... ""Homophobie darf überhaupt keine Chance in unserer Gesellschaft haben"... Ist der feine Herr Maas da ganz sicher, dass Herr Kauder und seine evangelikale Freikirche, die er am Sonntag wieder besuchen wird, das wirklich genau so sehen?

    Alles nur folgenloses bla bla. Konsequente Strafverfolgung bei homophoben Straftaten (auch Beleidigungen) würde wirklich etwas verändern können. Aber da passiert natürlich nichts.
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