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Heten raus!

Bürgermeister verbannt Heteros aus der Hölle

Der Bürgermeister der amerikanischen Gemeinde Hell hat ein Einreiseverbot für Heterosexuelle erlassen. Das nicht ganz ernst gemeinte Dekret orientiert sich an Donald Trumps Muslim-Bann.


Bürgermeister Elijah Daniel greift endlich durch (Bild: Instagram / elijahdanielistrash)

Ein Hetero-Verbot im 266-Seelen-Dorf Hell (zu Deutsch: Hölle) erregt die Gemüter in sozialen Netzwerken in den USA. Der 23-jährige Komiker Elijah Daniel übernahm am Mittwoch die Führung der Gemeinde in Michigan und erließ als seine erste Amtshandlung ein Dekret, das die Stadt vor bösen Heterosexuellen schützen soll.

Daniel ist bislang insbesondere als Autor des erotischen Romans "Trump Temptations: The Billionaire & The Bellboy" (Die Trump-Versuchung: Der Milliardär und der Hoteljunge) sowie durch seinen Comedy-Youtube-Kanal bekannt.

In dem Dekret des offen schwulen Neupolitikers aus Detroit heißt es:

Ich, Elijah Daniel, der geschäftsführende Bürgermeister der Hölle (Michigan), verbiete hiermit allen Heterosexuellen die Einreise in die Hölle.

Als ich aufgewachsen bin, wurde mir immer gesagt, dass Homosexuelle in die Hölle gehen würden, und jetzt versuchen Heterosexuelle, uns das wegzunehmen.

Ab heute führe ich daher neue Sicherheitsüberprüfungen ein, um radikale Heterosexuelle aus unserer Gemeinde fernzuhalten. Wir wollen sicherstellen, dass wir keine heterosexuellen Gefahren, die wir so sehr bekämpfen, in unsere Gemeinde hineinlassen. Die Heteros kommen in unsere Gemeinde, pflanzen sich fort, haben mehr Hetero-Kinder, die unsere schwul-lesbischen Arbeitsplätze wegnehmen. Wir wollen nur diejenigen in unsere Gemeinde lassen, die diese auch unterstützen und unser Volk innig lieben. Ich denke daher, es wäre sicherer, Heterosexualität ganz zu verbieten, bis wir die Situation besser beurteilen können und eine Strategie entwickeln, um das Problem zu lösen.

Freilich ist dieser Text nur zum Teil auf Daniels Mist gewachsen – er hat lediglich Donald Trumps Plan, Muslimen generell die Einreise zu verweigern, ein wenig umformuliert.

Weiter schreibt der Herr Bürgermeister:

Unsere erste Pflicht und Priorität sollte der Schutz der Hölle sein. Wir sind eine mitfühlende Gemeinde und unterstützten die Heterosexuellen, aber es ist an der Zeit, bessere Sicherheitsüberprüfungen zu entwickeln. Wir können nicht guten Gewissens erlauben, dass Heterosexuelle zu uns kommen. Allerdings werden wir nicht Heterosexuelle aus unserer Gemeinde abschieben. Jeder Heterosexuelle, der derzeit in der Hölle residiert, wird daher einen Pfand zur reproduktiven Vorbeugung in Höhe von 84.000 Dollar zu entrichten haben, der nach einem Jahr Abstinenz von jeglichen heterosexuellen Aktivitäten zurückgezahlt wird.

Wir werden auch allen betroffenen Einwohnern eine Konversionstherapie für Heterosexualität anbieten, wenn sie ihrer Heterosexualität abschwören wollen und wie der Rest der Gemeinde gay werden wollen. Die Therapie ist keine Pflicht für alle Heterosexuellen, wird aber sehr empfohlen, da alle Hetero-Bewohner, die nicht an der Konversionstherapie teilnehmen, ein scharlachrotes H tragen müssen und sich jeden Morgen um 5.30 Uhr mit Cargoshorts im Zentrum einfinden müssen, um öffentlich für ihre Heterosexualität an den Pranger gestellt zu werden.

Der Erlass endet standesgemäß mit der Aufforderung "Make Hell Great Again".


Hier ist der gesamte Originalerlass

Elijah Daniel musste sich übrigens nie einer Wahl stellen, denn Hell bietet den Bürgermeisterposten für 100 Dollar für einen Tag an. Da Daniel den Betrag nur einmal entrichtete, ist er inzwischen des Amtes enthoben worden – ein Schicksal, dass dem großen Vorbild in Washington noch blühen könnte. (dk)

Twitter | Auf Twitter stellt Elijah Daniel klar: "Das ist real! Ich bin der Bürgermeister der Hölle"



#1 Patroklos
#2 ZuDoofAnonym
  • 01.09.2017, 22:06h
  • Ich fürchte nur, das ist für Trump ind seine WählerInnen zu intelligent und geht meilenweit über ihre Köpfe hinweg.
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