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Einzelkommentar zu:
Patsy, Butler, Schwarzer: Raus aus der Binnenperspektive!


#5 SoziologeAnonym
  • 02.09.2017, 21:16h
  • Ich habe Soziologie studiert und promoviere jetzt. Und jetzt höre ich von Studenten bzgl. Lehrveranstaltungen in Gender Studies dasselbe, was ich auch in meinem Studium immer wieder von Kommilitoninnen und Kommilitonen gehört habe:

    "Schon wieder Gender-Kacke".

    Das liegt nicht etwa daran, dass die sexistisch, homophob, o.ä. sind. Gerade Studierende der Soziologie sind da extrem fortschrittlich und das Wort "Gender-Kacke" hört man von Männern wie Frauen, egal ob schwul, lesbisch, hetero, bi, trans.

    Das liegt einfach daran, dass sich dieser Bereich immer mehr verselbständigt hat und heute nicht mehr Forschung über reale Ungerechtigkeit betreibt, sondern immer mehr zum selbstverliebten Kampf gegen "das Establishment" wird.

    Das ist sehr schade, weil man damit die immer noch bestehenden Diskriminierungen nicht nur in den Hintergrund treten lässt, sondern dem Kampf gegen wirkliche Diskriminierung schadet.

    Manche sind bereits so sehr in ihrer Ideologie fanatisiert, dass es ihnen gar nicht mehr um die Sache geht, sondern nur noch darum, ihren Kampf zu gewinnen und ihre Ideologie, die oft jeglichen Realitätsbezug verloren hat, durchzudrücken.

    Die Soziologie-Studis, die von "Gender-Kacke" reden, wollen nicht Frauen oder LGBTI diskriminieren. Sie wollen nur nicht diesen ganzen ideologischen Popanz mit Denkverboten, albernen Sprachregelungen, Betroffenheitsminen, Kampfbegriffen, etc.

    Sie wollen nicht, dass jeder, der mal einen schwulen Witz macht (mache ich selbst auch oft genug und es gab auch mal auf queer.de eine entsprechende Rubrik) gleich als homophob tituliert wird ohne erst mal zu gucken, ob der wirklich homophob ist. Oder dass jeder, der in seiner Hausarbeit nicht auf jeder Seite zig Gender-Sternchen, etc. hat, gleich als Sexist tituliert wird - selbst wenn es eine Studentin ist. Etc.

    Die Gender-Studies und Queer-Studies führen sich selbst mit ihrem selbstverliebten, überlegenen Gehabe ad absurdum und verschrecken Menschen, statt sie auf unsere Seite zu ziehen.
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