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Einzelkommentar zu:
Patsy, Butler, Schwarzer: Raus aus der Binnenperspektive!


#10 TraumzerstörerinAnonym
  • 03.09.2017, 08:03h
  • Antwort auf #6 von Soziologe
  • ""Schon wieder Gender-Kacke". "

    Dumme Studenten, haben sich wohl zu viel auf neurechten Internetseiten herumgetrieben, oder die falschen Freunde. Lustiger weise kenne ich das Wort Genderkacke aus einem ganz anderen Kontext, aus der Intersexbewegung und da wurde es vor einigen Jahren nicht so verwendet wie von diesen Studenten, sondern umgekehrt, als Kritik an starren Geschlechterrollenvorstellungen.

    "Das liegt einfach daran, dass sich dieser Bereich immer mehr verselbständigt hat und heute nicht mehr Forschung über reale Ungerechtigkeit betreibt, sondern immer mehr zum selbstverliebten Kampf gegen "das Establishment" wird. "

    Ja woher kommt denn die Ungerechtigkeit? ;)

    "dass es ihnen gar nicht mehr um die Sache geht, sondern nur noch darum, ihren Kampf zu gewinnen und ihre Ideologie, die oft jeglichen Realitätsbezug verloren hat, durchzudrücken "

    Das ist ganz normal, diverse Kämpfe auf dieser Welt wurden mit irrationalen Argumenten geführt, das ist aber für den Ausgang und die Auswirkung des Sieges völlig egal.
    z.B. könnte man nachweisen, dass Frauen im Durchschnitt körperlich schwächer sind, kleiner, weniger psychische Belastungen aushalten. Und daran könnte man dann ganz einfach eine Kritik gegen die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz oder ein Berufsverbot für Frauen rechtfertigen. Ist das aber wünschenswert? Nein. Also scheiß doch darauf, ob alles wissenschaftlich korrekt ist. Wenn es danach ginge, müssten wir Männer auch härter bestrafen, länger inhaftieren oder gleich abtreiben, weil sie statistisch so gewalttätig sind. Das ist doch keine Basis, auf der man eine Gesellschaft aufbauen kann, oder? Sämtliche Argumente die man heute noch für die Gleichberechtigung von Homosexuellen, Transgendern oder anderen queeren Menschen anführt, sind wage, nicht belegbar wie Theorien von Hormonen im Mutterleib oder nicht nachgewiesenen Genen, die irgendeinen Evolutionären Vorteil bringen sollen. Wenn es danach ginge, können wir alle einpacken und uns dem Establishment ergeben, denn wir haben höhere Selbstmordraten, sind psychisch weniger belastbar, nehmen mehr Drogen, haben öfters HIV usw.
    Da hilft nur Ungleiches gleich zu machen, auch wenn das manche Menschen rasend vor Wut macht, das ist der einzige Weg, damit diese negativen Folgen eines Lebens als drittklassiger Mensch überhaupt verschwinden können.

    "Wer z.B. Leuten Schreibweisen vorschreiben will, die nicht nur beim Schreiben lästig sind, sondern auch das Lesen verkomplizieren, verkennt nicht nur, dass sich Verkomplizierungen niemals durchsetzen werden, sondern auch, dass man damit Leute, die eigentlich FÜR die Gleichberechtigung von Frauen und LGBTI sind, verschreckt oder gar vertreibt. "

    Also wer sein Arrangement oder seine positive Einstellung wegen Rechtschreibangelegenheiten in den Sand wirft, der ist nicht zu bemitleiden und zu verstehen, sondern einfach nur blöd. Außerdem hat er oder sie es wohl niemals ernst gemeint.

    Die Sprache in diesem Land hat sich immer wieder mal verändert, das muss ich hinnehmen, und dann lerne ich halt Innen oder X zu schreiben, wenn es von offizieller Stelle so verordnet werden sollte, so flexibel bin ich. Daran wird mein Leben nicht zerbrechen, auch wen ich mich dran gewöhnen muss.
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