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Beste Reportage

Deutscher Radiopreis für "Gedoptes Gold – Wie aus Heidi Andreas wurde"

Ein Radiofeature über die bewegende Geschichte des Transmannes Andreas Krieger konnte den Oscar der deutschen Radioindustrie einheimsen.


Autorin Susann Krieger zeigt neben Laudator Günther Jauch stolz ihre Trophäe (Bild: Deutscher Radiopreis / Morris Mac Matzen)
  • 8. September 2017, 10:31h, noch kein Kommentar

Das MDR-Kultur-Hörfunkfeature "Gedoptes Gold – Wie aus Heidi Andreas wurde" wurde am Donnerstagabend mit dem Deutschen Radiopreis in der Kategorie "Beste Reportage" ausgezeichnet. Autorin Susann Krieger nahm den Preis bei einer Gala in in der Hamburger Elbphilharmonie von Laudator Günther Jauch entgegen.

Die Autorin beschreibt in der knapp halbstündigen Reportage das Schicksal ihres Halbbruders Andreas Krieger, der 1986 als Heidi Krieger bei der Leichtathletik-EM im Kugelstoßen Gold für die DDR holte. Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere 1991 bekam Krieger nach jahrelangem Doping gesundheitliche Probleme und Depressionen und wurde sich seiner Transsexualität bewusst. 1997 unterzog er sich einer geschlechtsanpassenden Operation und nahm den Vornamen Andreas an. Heute lebt er mit seiner Frau, der ehemaligen DDR-Schwimmerin Ute Krieger-Krause, in Magdeburg.

"Glänzend gemachte Reportage"

Die Jury lobte das Werk als "glänzend gemachte Reportage". Der Autorin sei es hervorragend gelungen, die Geschichte aus einem ganz persönlichen Blickwinkel zu erzählen und dabei dennoch die journalistische Distanz zu wahren. Susann Krieger dankte für die "großartige Anerkennung", für sie, aber vor allem für ihren Halbbruder.


Andreas Krieger neben einem Bild aus seiner sportlichen Karriere in den Achtzigerjahren

Beim Deutschen Radiopreis wurden rund ein Dutzend Auszeichnungen vergeben. Als bester Moderator wurde Wolfgang Leikermoser von Antenne Bayern ausgezeichnet, beste Moderatorin wurde Gerlinde Jänicke vom Berlin-Brandenburger Sender 94,3 rs2. Die beste Sendung im deutschen Radio ist laut der Jury die "radioeins Radio Show" des rbb, das beste Nachrichten- und Radioformat "Politik am Sonntag" vom schleswig-holsteinischen Privatsender R.SH. (dk)