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Produktion für den WDR

TV-Drama thematisiert Diskriminierung lesbischer Mütter

In Köln haben die Dreharbeiten für den Fernsehfilm "Unser Kind" mit Susanne Wolff und Britta Hammelstein in den Hauptrollen  begonnen.


Ellen (Susanne Wolff) muss nach dem plötzlichen Tod ihrer Frau um das gemeinsame Baby Franz kämpfen (Bild: WDR / Heimatfilm GmbH / Martin Menke)

Am 6. September haben in Köln die Dreharbeiten für den WDR/ARD-Fernsehfilm "Unser Kind" begonnen. Das Drama stellt auf emotional packende Weise die Frage nach der gesetzlichen Grundlage der Elternschaft in lesbischen Beziehungen – und thematisiert eine Ungleichbehandlung, an der auch das neue Gesetz zur Ehe für alle nichts ändern wird (queer.de berichtete).

Die Handlung: Ellen (Susanne Wolff) und Katharina (Britta Hammelstein) lieben sich, heiraten und – wünschen sich Kinder. Das befreundete Paar Natalie (Lisa Wagner) und Wolfgang (Andreas Döhler) hilft. Es klappt. Nach einer künstlichen Befruchtung bringt Katharina Baby Franz zur Welt. Jetzt muss nur noch Ellens Adoptionsantrag durchgehen, nur dann ist sie auch rechtlich ebenso Franz' Mutter wie Katharina. Doch das Jugendamt blockiert und bremst.

Die Angst, Franz verlieren zu können, macht Ellen verrückt. Sie fühlt sich von Katharina im Stich gelassen, wird unleidlich und misstrauisch. In der Beziehung kriselt es. Als die beiden wieder zueinanderfinden, schlägt das Schicksal zu: Katharina stirbt bei einem Verkehrsunfall, bevor die Adoption geregelt ist.

Biologischer Vater und Großeltern melden Ansprüche an

Als der biologische Vater Wolfgang und auch Katharinas Eltern Evelyn und Johannes (Victoria Trauttmansdorff, Ernst Stötzner) sich zunehmend um Franz bemühen, erwacht Ellens Misstrauen erneut, schließlich ist sie seine Mutter. Warum stellen das alle in Frage? Keiner wollte es, und doch beginnt ein Kampf um Franz – um "unser Kind"…

Der Film ist eine Auftragsproduktion der Heimatfilm GmbH + Co.KG für den Westdeutschen Rundfunk. Regie führt Nana Neul ("Stiller Sommer"), das Buch stammt von Kristl Philippi. Es ist ihr erstes Drehbuch für einen Fernsehfilm. Gedreht wird bis Mitte Oktober in Bonn, Köln und Umgebung. Voraussichtlicher Sendetermin ist im kommenden Jahr im Ersten. (cw/ots)



#1 DaddyCoolAnonym
  • 11.10.2017, 21:04h
  • Schön, wenn sich die Öffentlich-Rechtlichen dokumentarisch oder dramaturgisch mit Regenbogenfamilien beschäftigen.

    Bei der Darstellung von Mehrelternkonstellationen wäre es allerdings noch schöner, wenn sie bei typischen Konflikten anfangen würden. Die sehen leider viel häufiger so aus, dass lesbische Paare oder Einzelmütter nach Zeugung bzw. Geburt versuchen, den leiblichen Vater aus der Familie zu kippen, obwohl vorher eine gemeinsame Elternschaft und Erziehung vereinbart wurde.

    Leider kenne ich im Freundeskreis zahlreiche solcher Fälle. Es scheinen eher Konstellationen zu klappen, in denen sich der schwule oder trans* Vater von vorneherein mit einer passiven Onkelrolle begnügt, die die Mutter/Mütter nach Bedarf ein- und ausgeschalten kann.

    Ich weiß, das liest sich nicht "pc", ist aber leider so.
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