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Polizeibericht

Zwei weitere LGBT-feindliche Übergriffe in Berlin

In Tempelhof soll ein Türsteher einen Gast homophob beleidigt und geschlagen haben, während im Prenzlauer Berg eine Frau transphob belästigt wurde.


Berlin gehört zu den wenigen deutschen Städten, die mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Berichten erwähnen und die Fälle publik machen, auch wenn es "nur" um Beleidigungen geht (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Neben einem Übergriff auf einen schwulen Touristen wurden am Wochenende zwei weitere LGBTI-feindliche Vorfälle in Berlin bekannt. So zeigte ein 43-Jähriger bei der Polizei an, in der Nacht zu Samstag im Stadtteil Tempelhof beleidigt und geschlagen worden zu sein.

Die Tat ereignete sich vor einem Club in Alt-Tempelhof. Gegen 4.30 Uhr versuchte der Mann, das Lokal erneut als Gast zu betreten. Seinen Aussagen zufolge soll ihm hierbei ein unbekannter Türsteher den Zutritt verwehrt, ihn schwulenfeindlich beleidigt und einen Faustschlag in den Bauch gegeben haben. Anschließend soll er ihn derart heftig geschubst haben, dass der Mann zu Boden fiel und mit dem Kopf auf den Gehweg schlug.

Alarmierte Rettungskräfte brachten den 43-Jährigen mit Kopf- und Rumpfverletzungen zur Beobachtung in ein Krankenhaus. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 4 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Transphobe Belästigung im Prenzlauer Berg

Bereits am Donnerstag wurde eine Beleidigung mit transphobem Hintergrund bei der Berliner Polizei angezeigt. Das 31-jährige Opfer gab an, dass es gegen 13 Uhr in einem Park am Falkplatz im Stadtteil Prenzlauer Berg unterwegs war, als plötzlich zwei Männer es aufdringlich angesprochen und transphob belästigt hätten. Die Männer verfolgten die Frau einige Schritte, lachten sie aus und verspotteten sie. Die Bearbeitung des angezeigten Sachverhalts übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Tätern wurden nicht gemacht.

Mit diesen beiden neuen Fällen meldete die Berliner Polizei in diesem Monat bereits fünf mutmaßliche LGBT-feindliche Straftaten. Am vergangenen Sonntag wurde ein schwuler Mann im Großen Tiergarten an einen Baum gefesselt, geschlagen und homophob beschimpft (queer.de berichtete). Am Dienstagnachmittag kam es zu einem Übergriff auf eine trans Frau im Bezirk Neukölln (queer.de berichtete). Zuletzt wurde ein Tourist in der Nacht zu Samstag in der Nähe des Regenbogenkiezes aus einer fünf- bis sechsköpfigen Gruppe heraus homophob beleidigt und bespuckt (queer.de berichtete). (cw)



#1 TimonAnonym
  • 09.09.2017, 18:26h
  • Man denkt jedes mal, dass wieder eine Meldung hoch gerutscht ist. Aber dann ist es doch immer ein neuer homophober Überfall.

    Es muss endlich etwas passieren. Die Politik darf nicht länger wegsehen.

    Wir brauchen kurzfristige Maßnahmen wie einen nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie oder auch härtere Strafen bei Hassverbrechen. Aber auch langfristige Maßnahmen wie mehr Thematisierung von Homo- und Transsexualität an den Schulen, damit kommende Generationen offener und toleranter sind.
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#2 AchsoAnonym
  • 09.09.2017, 20:26h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Dass es gerade einen Rollback in exakt die andere Richtung gibt, hast du aber mitbekommen?

    Dass sämtliche Religionen hetzen was das Zeug hält, hast du aber mitbekommen?

    Dass sicher dieser gesellschaftliche Rechtsruck auch politisch niederschlägt, hast du aber mitbekommen?

    Ach nein, man berauscht sich in der community an den "80% sind für uns-Umfragen" und wählt brav Mutti.
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#3 Patroklos
  • 09.09.2017, 23:40h
  • Ich kann nur jedem Schwulen, jeder Lesbe sowie jedem Transmenschen davon abraten, Berlin zu besuchen oder dorthin zu ziehen! Mit den jetzt bekanntgewordenen Übergriffen hat sich die Stadt als Aufenthaltsort endlich disqualifiziert!
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#4 TimonAnonym
  • 10.09.2017, 07:57h
  • Antwort auf #2 von Achso
  • Wir haben es Dir schon mehrmals gesagt:

    Hör auf, hier immer allen LGBTI zu unterstellen, sie würden CDU wählen. Das machen die wenigsten.

    Und ja, den Rollback habe ich schon gemerkt, lange bevor Du hier rumgetrollt hast. Deswegen fordere ich ja, dass die Politik endlich aktiv wird.

    Und jetzt höre endlich auf, unter jeden Beitrag Deinen Standard-Kommentar zu setzen, denn damit erreichst Du das genaue Gegenteil von dem was Du willst.
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#5 SichtbarkeitAnonym
  • 10.09.2017, 08:20h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Wir brauchen auch endlich mehr Sichtbarkeit.

    In den Medien, sowohl im fiktionalen als auch im nichtfiktionalen Bereich.

    Aber auch im Alltag, indem wir offen schwul oder lesbisch sind, mit dem Partner oder der Partnerim Hand in Hand oder Arm in Arm durch die Stadt laufen (muss ja nicht gerade nachts in einer einsamen Gegend sein), ganz selbstverständlich vom Partner / der Partnerim reden, etc.

    Nur wenn die Gesellschaft sieht, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind, wird sich wirklich etwas ändern.
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#6 TheDadProfil
  • 10.09.2017, 12:42hHannover
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • ""Ich kann nur jedem Schwulen, jeder Lesbe sowie jedem Transmenschen davon abraten, Berlin zu besuchen oder dorthin zu ziehen! Mit den jetzt bekanntgewordenen Übergriffen hat sich die Stadt als Aufenthaltsort endlich disqualifiziert!""..

    Zunächst ist es ziemlich dumm ""endlich"" zu schreiben, wenn man vielleicht "entgültig" meint..

    Dann ist es absolut arrogant anderen Menschen "abzuraten" als Touristen Berlin zu besuchen, oder ihnen von einem Umzug dorthin abzuraten, und dazu eine Meldung zu nutzen die Berlin als Bundesland herausgibt, die andere Städte und andere Bundesländer aber schlichtweg verschweigen !

    Aus der veröffentlichten Statistik über antisemitische Straftaten in ALLEN Bundesländern ergibt sich daß solche Straftaten in ALLEN Bundesländern stattfinden..
    Das trifft auch für Homo-und Transphobe Straftaten zu !

    Hier dann die Mär zu stricken und die Drohkulisse aufzubauen, in Berlin sei es "besonders schlimm", ist nichts weiter als billiger Populismus !
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#7 TheDadProfil
  • 10.09.2017, 12:47hHannover
  • Antwort auf #4 von Timon
  • ""Wir haben es Dir schon mehrmals gesagt:

    Hör auf, hier immer allen LGBTI zu unterstellen, sie würden CDU wählen. Das machen die wenigsten.""..

    Schreib bitte für dich selbst..

    www.queer.de/abstimmen_ergebnis.php?wahl=752

    Die Tatsache das hier 7,8 Prozent die UNION wählen würden, und weitere 5,6 Prozent die "AFD", läßt sich nicht wegdiskutieren..

    Das sind auch keine "kleinen Grüppchen" die man einfach mal so beiseite schieben darf !
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#8 Homonklin44Profil
  • 10.09.2017, 23:29hTauroa Point
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • Wissen wir eigentlich mit Sicherheit, dass die alle LGBTIQ-Relevanz aufweisen? Kann mir vorstellen, hier schreiben auch so einige "U-Boote" aus dem Sympathisantenkreis Homokritik, Homophober, betont Christlicher, rechtskonservativ angehaucht usw. unter jedes Mal neuen Nicks mit, oder mischen sich praktisch unter's Leservolk.
    Wie hoch diese Einflüsse sind, kann man freilich nicht erraten.
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#9 TheDadProfil
  • 11.09.2017, 10:56hHannover
  • Antwort auf #8 von Homonklin44
  • ""Wissen wir eigentlich mit Sicherheit, dass die alle LGBTIQ-Relevanz aufweisen?""..

    Nein..
    Aber wer hier liest und abstimmt hat mit Sicherheit ein Interesse daran das Ergebnis dann so aussehen zu lassen..

    Man ist in gewisser Weise (um mal einen Aphorismus zu nutzen den ein anderer User hier gerne nutzt) auch dafür verantwortlich was seine persönlich Umgebung so wählt, denn so genannte Freunde und vor allem die Verwandtschaft als Teil der Peer-Group in der man sich bewegt soll dann nicht gegen die eigenen Interessen wählen..

    Wer dann solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr..

    Analoges gilt auch für die Community..
    Menschen die gegen die Interessen der Community wählen dürfen sich mit Recht&Fug von dieser ausgeschlossen fühlen..

    Denn es gibt keine "wichtigeren Dinge" als die eigenen Menschenrechte und damit verbunden die Gleichstellung&Gleichberechtigung..

    Denn was nutzt mir eine "boomende Wirtschaft" wenn ich als unterdrückter und diskriminierter Mensch an der nicht teilhaben darf, weil man LGBTTIQ*-Kindern&Jugendlichen schon in der Schule gleiche Chancen verweigert, und sie damit in schlechtere Berufs-Chancen absondert ?

    Da trifft ein Spruch eines Wahlplakates der Grünen zu :
    Nur wer Chancen bekommt, kann sie auch nutzen..
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