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Polizeibericht

Berlin: Randalierer brüllte antisemitische und homophobe Parolen

In einem Wohnhaus in Moabit rastete ein Nachbar offenbar wegen einer Israel-Fahne aus – die Polizei leitete ein Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung ein.


Israel- und Regenbogenflagge beim Jerusalem Pride: Auch Antisemitismus und Homophobie liegen oft dicht beieinander (Bild: Andrew Ratto / flickr)

Im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses im Berliner Stadtteil Moabit hat ein Mann am Samstagvormittag zunächst randaliert und anschließend lautstark antisemitische und homophobe Parolen geschrien. Dies meldete die Polizei am Sonntag.

Ein Zeuge zeigte am Samstag gegen 13.30 Uhr auf einer Polizeiwache an, dass der Mann zuvor auf dem Hinterhof des Wohnhauses in der Lehrter Straße mit zwei Eisenstangen randaliert und anschließend im Treppenhaus die Beleidigungen geschrien hatte. Über den genauen Wortlaut machte die Polizei keine Angaben. Der Zeuge sagte aus, dass ein Mieter des Hauses jüdischen Glaubens sei und eine israelische Fahne im Fenster hängen habe.

Beamte stellten daraufhin die Personalien des pöbelnden Mitbewohners fest und leiteten ein Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung ein. Die Ermittlungen hierzu führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt. Nähere Angaben zum mutmaßlichen Täter wurden nicht gemacht.

Anders als in anderen Städten weist die Berliner Polizei in ihren Presseberichten regelmäßig auf mögliche homo- oder transphobe Hintergründe einer Straftat hin. (cw)