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Facebook-Stream

So lief das erste "TV-Duell" für die queere Community

Vertreter der im Bundestag vertretenen Parteien diskutieren am Samstag live auf "Sissy That Talk" einige der wichtigsten LGBTI-Themen zur Wahl am 24. September.


Eingerahmt von den Moderatoren: Stefan Kaufmann (CDU), Fatih Ceylan (SPD Queer Stuttgart), Laura Halding-Hoppenheit (Die Linke) und Franziska Sander (Grüne Jugend Baden-Württemberg) standen den Fragen des queeren Facebook-Kanals "Sissy That Talk" Rede und Antwort (Bild: Sissy That Talk)

Nach der erfolgreichen Abstimmung im Bundestag zur Ehe für alle finden LGBTI-Themen im Wahlkampf kaum noch Raum in der öffentlichen Debatte. Dies zu ändern, hat sich der queere Facebook-Kanal "Sissy That Talk" mit einem Wahl-Special zum Ziel gesetzt.

Am Samstag diskutierten die beiden Moderatoren Sven und Claudius eine Stunde lang live mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Stefan Kaufmann, dem Vorsitzenden der SPD Queer Stuttgart Fatih Ceylan, der Clubbesitzerin und Direktkandidatin der Linken Laura Halding-Hoppenheit sowie der frauen- und genderpolitischen Sprecherin der Grünen Jugend Baden-Württemberg Franziska Sander.

Acht Themenbereiche wurden in der Diskussion angesprochen: Leihmutterschaft, Bildungspolitik und Aufklärung, besonderer Schutz für queere Flüchtlinge während des Asylverfahrens, PrEP als Kassenleistung, Bürokratieabbau im Falle einer Geschlechtsangleichung, strafrechtliche Verfolgung von Anbietern einer Konversionstherapie, internationale Sanktionen gegen Länder, die Menschenrechtsverletzungen gegen die LGBTI-Community begehen, sowie der verfassungsrechtliche Schutz der sexuellen Orientierung im Grundgesetz.

Kaufmann verurteilt die Bus-Tour der "Demo für alle" als "Hetze"

Insbesondere beim letzteren Thema herrschte Einigkeit. Wie auch die anderen Vertreter forderte Stefan Kaufmann, das Diskriminierungsverbot im Grundgesetz um die sexuelle Orientierung zu erweitern, "damit Errungenschaften wie die Ehe für alle sichergestellt werden können". Zudem bezeichnete der CDU-Politiker den von Hedwig von Beverfoerde organisierten "Bus der Meinungsfreiheit" als "Hetze".

Franziska Sander unterstützte u.a die HIV-Prävention mittels PrEP und machte darauf aufmerksam, dass das Medikament ab Mitte September in Deutschland als günstiges Generikum erhältlich ist (queer.de berichtete). Das ist "also viel günstiger als eine HIV-Behandlung", meinte die Grünen-Vertreterin.

Laura Halding-Hoppenheit argumentierte insbesondere beim Thema Außenpolitik sehr leidenschaftlich. Auf die Frage, ob Länder wie Saudi-Arabien, in denen auf Homosexualität die Todesstrafe droht, durch Deutschland sanktioniert werden sollten, sagte die Politikerin der Linken: "Ich finde es traurig von unserer Politik, dass niemand ein Machtwort sagt. Das regt mich maßlos auf."

Der Sozialdemokrat Fatuh Ceylan wurde besonders persönlich beim Thema Familie: "Ich möchte später mit meinem Partner auch Kinder. Deshalb finde ich die Leihmutterschaft auch eine gute Möglichkeit, Vater zu werden."

Eine gelungene Premiere, auch wenn die Tonqualität nicht immer optimal ist und man sich bei einigen Parteien eine hochkarätigere Vertretung gewünscht hätte! (cw/pm)

Facebook / Sissy That Talk | Der einstündige Wahltalk auf Facebook



#1 Johannes90Anonym
  • 10.09.2017, 16:13h
  • Herr Kaufmann bezeichnet den "Bus der Meinungsfreiheit" als Hetze, der vom Konservativen Aufbruch seiner Partei unterstützt wird.
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#2 Patroklos
#3 TheDadProfil