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Einzelkommentar zu:
Trauer und Gedenken sind nicht glamourös


#5 mackiXAnonym
  • 11.09.2017, 12:41h
  • Vielleicht liegt die Ursache für mangelde Teilnahme teilweise daran, dass seit einem halben Jahrhundert Gedenkorte und Mahnmale für die Geschichte errichtet werden, und irgendwann die Geschichte auch in großen Teilen der Gesellschaft innerlich verarbeitet wurde.

    Vielleicht ist es auch in Deutschland der Zeitpunkt gekommen, sich zunächst zu fragen, was man tatsächlich möchte, und nicht wozu man sich verpflichtet fühlt. Ich persönlich finde es inzwischen wichtiger, dass man sich in der Öffentlichkeit mit unterschiedlichen Ideen und Konzepten viel mehr um die Fragen der Zukunft kümmert und neue Ideen, ja sogar Utopien entwickelt und im öffentlichen Raum präsent macht, die dann zu einer gesellschaftlichen Diskussion führen, wie unsere Realität werden soll und kann. Ja, das geht auch und für viele nur ohne immer 70 Jahre nach hinten schauen zu müssen. Ich habe übrigens keine Angst, dass die Geschichte dabei in Vergessenheit geriet, denn wenn es soweit kommt - und das ist irgendwann immer der Fall -, dann ist es viel wichtiger, dass man inzwischen neue Konzepte etabliert hat. Denn mit der Geschichte von vor hundert oder mehr Jahren, kann der Mensch im Alltag nicht mehr so viel anfangen.

    Man muss also nicht unbedingt immer wieder die alten Konzepte der Erinnerung vor Ort würdigen, man kann die eigenen Kräfte auch auf was anderes richten. Vielleicht lässt man dann dafür eine solche Gedenkfeier wie hier ausfallen, ohne dass das irgendetwas mit PR und Glamour zu tun hat.
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