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Preisverleihung in Dortmund

Rexhausen-Preis für Radioreportage über russische Flüchtlinge

In diesem Jahr konnte ein SWR2-Feature über zwei Russen, die in ihrem Heimatland für LGBTI-Rechte kämpften und deswegen flüchten mussten, den LGBTI-Medienpreis gewinnen.


Preisverleihung auf dem CSD in Dortmund (v.l.n.r.): Kirill Kalugin, Laura Döing, Olga Kapustina, Daniel Böhm, Pepe Egger, Arnd Riekmann und Moderator Stefan Erdmann (Bild: Axel Bach)

  • 11. September 2017, 12:35h
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    Dortmund

Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) hat am Samstag auf dem CSD in Dortmund den Gewinner des diesjährigen Felix-Rexhausen-Preises bekannt gegeben: Den ersten Preis erhielt das Radio-Feature "Kampf und Flucht – Die Geschichte von Kirill und Jonathan". Der halbstündige Bericht war im Mai vergangenen Jahres in der Reihe "Tandem" auf SWR 2 gesendet worden. Die Autorinnen Laura Döing und Olga Kapustina haben für die Reportage zwei Jahre lang den Lebensweg der beiden russischen LGBTI-Aktivisten Kirill und Jonathan beobachtet, die inzwischen wegen ihrer politischen Aktivitäten aus ihrem Heimatland geflüchtet sind.

Die siebenköpfige Fachjury bezeichnete das Feature als "ein gelungenes Stück Radio" über die zwei schwulen Russen, die in St. Petersburg für ihre Rechte kämpften. "Ein klassisches Feature, das Kino im Kopf erzeugt und mit seiner differenzierten Darstellungsweise und überraschenden Wendungen so an Fahrt aufnimmt, dass es die HörerInnen unaufhaltsam in ihren Bann zieht", so die Jury.

Auch die beiden anderen nominierten Beiträge, die zweitplatzierte Arte-Reportage "Allah liebt euch alle – Europas erster schwuler Imam" und den drittplatzierten "Tagesspiegel"-Artikel "50 Shades of Gay: Berlins schwulstes Wohnprojekt", lobte die Jury ausdrücklich.

"Diese Beiträge möchten wir allen Menschen zum Nachlesen, Sehen und Hören ans Herz legen. Und für Journalisten können sie Vorbild für die eigene Berichterstattung über lesbische und schwule Themen sein", erklärte Jury-Mitglied Arnd Riekmann.

Direktlink | Der Preis wurde beim CSD Dortmund überreicht

Der BLSJ vergibt den Preis seit 1998 jedes Jahr und würdigt damit ein besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben, Schwule und Bisexuelle. Benannt wurde die mit insgesamt 1.000 Euro dotierte Auszeichnung nach Felix Rexhausen (1932-1992), einem schwulen Journalisten, Schriftsteller und Mitbegründer der deutschen Sektion von Amnesty international.

Im vergangenen Jahr war die 50-minütige Fernsehreportage "Gleiche Liebe, falsche Liebe?!? – Homophobie in Europa" ausgezeichnet worden, die auf Arte zu sehen war (queer.de berichtete).

Bereits vergangene Woche konnte eine Radioreportage über ein LGBTI-Thema einen Preis einheimsen: Das MDR-Kultur-Hörfunkfeature "Gedoptes Gold – Wie aus Heidi Andreas wurde" war am Donnerstag mit dem Deutschen Radiopreis in der Kategorie "Beste Reportage" ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). (pm/dk)