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Einweihung des Fassadenbildes am 21. September

Bundesamt für magische Wesen schickt Beatrix von Storch in die Hölle

Ein großes Gemälde zeigt künftig an einer Bonner Hauswand Opfer und Täter des Homo-Hasses. Dank der queer.de-Leser befindet sich auch die AfD-Rechtsauslegerin Beatrix von Storch auf dem Bild.


Beatrix von Storch kommt auf dem Gemälde dem CSD-Attentäter Jischai Schlissel näher (Bild: Bundesamt für magische Wesen)

Das Bundesamt für magische Wesen verstärkt den Kampf gegen Homophobie: Die satirische Behörde aus Bonn war nicht nur bei Protesten gegen den Hass-Bus der "Demo für alle" in Köln und Düsseldorf dabei, sondern hat am Wochenende auch ein stilistisch an die Darstellung in Barockkirchen angelehntes Gemälde gegen Homo-Hass fertiggestellt.

Das von der Wiener Künstlerin und Illustratorin SlippedDee kreierte Werk soll nun gedruckt, an die Hauswand des Bundesamtes angebracht und am 21. September in einer Feier offiziell eingeweiht werden – sogar mit dem Segen der echten Regierung aus Berlin: Angesagt hat sich der Bonner Bundestagsabgeordnete und Justiz-Staatssekretär Ulrich Kelber (SPD), der das Bild offiziell der Öffentlichkeit übergeben soll.

Bild ist Reaktion auf Attentat von Orlando


So sieht das ganze Fassadenbild aus (Bild: Bundesamt für magische Wesen)

Das Bild ist auf Initiative von Klaus Maresch, der die "oberste Bundesbehörde mit Zuständigkeit für die magische Bevölkerung" gegründet hatte, zurückzuführen. Er hatte per Crowdfunding für das Bild gesammelt. Anlass war das Attentat von Orlando, bei dem 49 Menschen von einem Amokläufer getötet worden waren – und das Maresch tief erschüttert hatte.

Sein Konzept für das Bild: Unter dem Fliegenden Spaghettimonster – einer Figur, die in den USA als Parodie auf religiöse Eiferer erfunden wurde – versammeln sich mehrere Menschen als Fantasyfiguren, die von religiösen Fanatikern getötet wurden: Im Zentrum befinden sich Juan Ramon Guerrero und Christopher Leinonen, die beim Orlando-Massaker ums Leben gekommen sind. Daneben befinden sich – dargestellt als Elfen oder Feen – Itaberlly Lozano, Xavier Jugelé, Raymond Buys, und Shira Banki.

Unten im Fegefeuer winden sich vier Homo-Hasser: Neben dem Salzburger Weihbischof Andreas Laun, dem IS-Terrorchef Abu Bakr al-Baghdadi und dem Jerusalemer CSD-Attentäter Jischai Schlissel ist auch AfD-Vizechefin Beatrix von Storch abgebildet, die von queer.de-Lesern mit deutlicher Mehrheit in einer Abstimmung auf den letzten freien Platz gewählt worden war. Sie gewann mit deutlicher Mehrheit vor ihrer Parteifreundin Alice Weidel und der ehemaligen CDU-Politikerin Erika Steinbach. Über 2.400 Leser hatten sich an der Umfrage beteiligt. (dk)


So ähnlich wie auf dieser Fotomontage soll die Hausfassade am Ende aussehen (Bild: Bundesamt für magische Wesen)

Einweihung

Am 21. September um 10 Uhr übergibt Staatssekretär Ulrich Kelber, MdB, das Bild der Öffentlichkeit. Gäste sind herzlich willkommen. Adresse: Estermannstraße 139, Bonn


#1 qwertzuiopüAnonym
  • 12.09.2017, 16:59h
  • Echt tolle Aktion!

    Nur dass die SPD bei der Einweihung dabei ist, halte ich persönlich für schlechten politischen Stil von ihr: da von Storch ebenfalls abgebildet wird, sollten sich Vertreter anderer Parteien einfach raushalten. Politiker sollten die bildliche Persiflage anderer Politiker nicht unterstützen.
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#2 KMBonnProfil
  • 12.09.2017, 18:11hBonn
  • Antwort auf #1 von qwertzuiopü
  • Ulrich Kelber ist - so kann man das formulieren - der Schirmherr unseres "Amtes", das zur Förderung von Fantasyliteratur und -satire gegründet wurde.
    Er war von Anfang an dabei und stand auch uns als Autoren z.B. bei einer Tagung des Verbandes der Phantastikautoren Rede und Antwort, was Copyrightfragen, Vermarktung und Probleme mit illlegalen Downloadplattformen für Ebooks betrifft.

    Mein Mann und ich kennen ihn seit langer Zeit als glaubwürdigen und integren Politiker, der eben auch Humor hat, wie beigefügtes Video zeigt.

    www.youtube.com/watch?v=uak-8GFJMwU&t=159s

    Wir hatten auch Volker Beck angefragt, allein schon deshalb, um ihm für sein jahrelanges Engagement i.S. Ehe für Alle zu danken. Er wäre auch gekommen, aber es gab Terminschwierigkeiten.

    Für uns steht bei Ulrich Kelber weniger das Parteibuch im Vordergrund, sondern mehr seine langjährige Zuverlässigkeit als Ansprechpartner, seine Hilfsbereitschaft, was unsere beiden irakischen Flüchtlinge betrifft, die wir aufgenommen haben und einiges mehr.

    Und deswegen war es für uns selbstverständlich, ihn zu bitten, die Einweihung zu übernehmen.
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#3 SchönAnonym
  • 12.09.2017, 22:42h
  • Wirklich ein schönes Bild. Und aussagekräftig.
    Einerseits ist es traurig, weil es an das Massaker erinnert, aber gleichzeitig schenkt es einem wieder Trost und Zuversicht, weil das Bild so positiv ist.

    Wenn ich mal in Bonn bin, werde ich es mir live anschauen :-)
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#4 Homonklin44Profil
  • 13.09.2017, 11:22hTauroa Point
  • Also nimmt sie den ihr rechtmäßig zuerkannten Platz ein.

    Hoffentlich bekommt Ihr deswegen keine illustren Klagen wegen der Zurschaustellung von rühmlichen Ungeheuern ...äh ungeheuerlichen Unrühmlichkeiten ...äh unweiblichen ...äh oder sowas in der Art. Wenn die Dame von Ciconia sich negiert präsentiert findet.

    Das Bild wird echt eindrucksvoll.
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#5 Patroklos
#6 TheDadProfil
#7 giliatt 2Anonym
  • 14.09.2017, 02:27h
  • Es klingt gut und ist wohltuend, dass OPFER des HOMOHASSES eine Gedenkstätte - nun in Bonn - finden.

    Weshalb müssen nun auch die Täter abgebildet und grafisch verewigt werden? Visage? Die Fresse von Beatrix von Storch muss ich mir da nicht wünschen.
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#8 OrthogonalfrontAnonym
#9 KMBonnProfil
  • 14.09.2017, 12:24hBonn
  • Antwort auf #7 von giliatt 2
  • Wir tun uns auch schwer mit diesen Mördern und Hetzern. Aber bei Besuchen - man kann das BAfmW ja schließlich wirklich besuchen - und Gesprächen mit unseren Besuchern habe ich immer wieder gemerkt, wie wenig manche Besucher über religiöse oder gesellschaftspolitische Hintergründe informiert sind.
    Und dann sind ein paar plakative Beispiele durchaus sinnvoll.
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