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  • 16. Juni 2005, noch kein Kommentar

Von Carsten Weidemann

Er tauchte erstmals 1939 auf, eine gespenstische Silhouette vor dem Stadtpanorama von Gotham. Der geheimnisvolle und bedrohliche "Bat-Man" erschien als selbsternannter Schutzpatron von Gotham City, ein geflügeltes Fabelwesen, ein schattenhaftes Mittelding zwischen Held und Ordnungshüter. In den vergangenen sechs Jahrzehnten wurde er als Dunkler Ritter bekannt, eine komplexe Persönlichkeit, die sich allein durch ihre Willenskraft in ein hoffnungsvolles Symbol für Recht und Ordnung verwandelte und in der heruntergekommenen, korrupten Stadt aufräumte.

Bob Kane schuf Batman für DC Comics – der Superheld gab sein Debüt im Mai 1939 im Heft Detective Comics Nr. 27. In seiner nunmehr 66-jährigen Geschichte hat er sich zu einem beispiellosen Kulturphänomen entwickelt, das Hörspielserien, real gefilmte und animierte Fernsehserien, Kinofilme, Videogames und Legionen von Comic-Heften umfasst.

"Batman Begins" beleuchtet die Ursprünge der Batman-Legende, die Entwicklung des Dunklen Ritters zum Streiter für das Recht in Gotham. "Ich wollte die Batman-Story erzählen, die ich noch nie gesehen habe, auf die die Fans schon lange warten: Wie ist Bruce Wayne zu Batman geworden?" sagt Regisseur Christopher Nolan, der sich durch die packenden, provokanten Psycho-Thriller "Memento" und "Insomnia" als ehrgeiziges neues Talent etablierte – mit untrüglichem Gespür für seine Figuren und einem erstaunlich selbstsicheren Regiestil.

Wie soll ein einzelner Mann die ganze Welt verändern? Diese Frage verfolgt der Held Bruce Wayne ebenso wie das Bild seiner Eltern, die in den Straßen von Gotham vor seinen Augen niedergeschossen wurden – ein Erlebnis, das seinem Leben eine radikal neue Richtung gegeben hat. Schuldgefühle und ohnmächtige Wut quälen ihn, nähren seine Rachegefühle, aber auch den Wunsch, das gemeinnützige Engagement seiner Eltern fortzuführen. Bruce, Erbe eines großen Industriekonzerns, hat jede Illusion verloren. Er verschwindet aus Gotham und reist unerkannt durch die Welt, um herauszufinden, wie er Unrecht bekämpfen und jene, die von der Angst anderer leben, selbst das Fürchten lehren kann.

Der fünfte Batman-Kinofilm ist zwar wie seine Vorgänger eine Comicverfilmung, versucht sich aber mal als tiefgängigeres Psychodrama.

16.06.2005