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"Why these days is everything so gay?"

Kid Rock greift Transsexuelle an

Die Welt ist für den amerikanischen Rockstar zu "kompliziert", beklagt er auf einem Konzert. Bei Trans-Rechten hört für ihn die Toleranz auf.


Kid Rock gibt auf Konzerten gerne seine konservativen Ansichten preis (Bild: Ralph Arvesen / flickr)

US-Musiker Kid Rock hat sich am Dienstag auf einem Konzert in Detroit zwar gegen die Abschaffung der Ehe für alle ausgesprochen, gleichzeitig aber Transpersonen attackiert.

Nach Angaben des Magazins "Time" erklärte der 46-Jährige, der bürgerlich Robert James Ritchie heißt: "Warum ist dieser Tage alles so schwul? Homo-Rechte hier, Transgender da. Ich sage, lasst doch die Homo-Leute heiraten, wenn sie wollen – dabei bin ich nicht mal nahe dran, ein Demokrat zu sein."

Dann schränkte er mit Blick auf Transpersonen ein: "Aber die Dinge sollten nicht so kompliziert sein, und nein, man kann sich [manches] nicht aussuchen, denn was man zwischen seinen Beinen hat, sollte festlegen, welche Toilette man benutzt." Seine Fans jubelten dazu.

Der Sänger spielte mit dem Spruch auf die US-Debatte um die Nutzung öffentlicher Toiletten durch Transsexuelle an: Viele Republikaner sprechen sich dagegen aus, dass Transpersonen die Klos benutzen dürfen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen – unter anderem mit der Begründung, dass es sonst mehr Vergewaltigungen in Damen-Toiletten geben würde. Dieser Vorwurf wird von LGBTI-Aktivisten als grundlos und transphob verurteilt (queer.de berichtete).

"Am meisten liebe ich rot, weiß und blau"

In der politischen Rede beklagte Kid Rock sich auch, dass manche Personen das Sozialsystem ausnutzten und dass er entgegen Vorwürfen von schwarzen Bürgerrechtlern kein Rassist sei ("Ich liebe schwarze Menschen. Und ich liebe auch weiße Menschen. Aber am meisten liebe ich rot, weiß und blau [die US-Flagge]").

Kid Rock könnte der nächste Seiteneinsteiger aus dem Showbusiness in die amerikanische Politik sein: Das republikanische Parteimitglied hat in diesem Jahr bereits sein Interesse geäußert, im kommenden Jahr bei den Wahlen zum US-Senat in seinem Heimatland Michigan anzutreten. Bereits in der Vergangenheit hatte sich Kid Rock für republikanische Kandidaten beim Präsidentschaftswahlkampf eingesetzt: So unterstützte er bei den letzten Wahlen die Kandidatur von Ben Carson, dem wohl homophobsten Kandidaten, der Homo-Paare für den Fall des Römischen Reiches verantwortlich machte (queer.de berichtete). Später wurde Kid Rock ein Trump-Fan.

LGBTI-Aktivisten kritisierten den Sänger immer wieder, weil er gerne das Wort "gay" als Schimpfwort benutzt. Dazu meinte er 2015 in einem Interview mit dem "Guardian": "Wenn Leute sagen, dass man nicht das Wort 'gay' nutzen kann, dann sollen sie sich verpissen. Aus mir kriegt man nichts politisch Korrektes heraus" (queer.de berichtete). (dk)

Direktlink | Mit patriotischen Rock-Schlagern wie "Born Free" sorgt Kid Rock vor allem unter konservativen Amerikanern für Entzücken – Transsexuelle werden seiner Meinung nach aber offenbar nicht "in Freiheit geboren"



#1 StupidAnonym
#2 IgelpilzAnonym
  • 14.09.2017, 11:19h
  • Es wird langsam mehr als deutlich, dass die US-Republikaner ein Sammelbecken, sprich eine Jauchegrube, für minderwertig Ausgebildete und Denkschwache geworden sind. Das typische Reservoir für Faschisten.
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#3 OrthogonalfrontAnonym
#4 agneta
  • 14.09.2017, 12:41h
  • Dieser ungediente "Patriot" sollte mal ein öffentliches Streitgespräch mit Kristin Beck führen. Während er seine langen Haare geföhnt hat, war Beck mit den Navy Seals im Kampfeinsatz. Ach ja, auch seinen Intelligenzquotienten kann man sich nicht aussuchen!
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#5 ursus
  • 14.09.2017, 13:58h
  • "was man zwischen seinen Beinen hat, sollte festlegen, welche Toilette man benutzt."

    gegenvorschlag: was man zwischen den ohren hat (oder nicht) sollte darüber entscheiden, wann man die klappe aufreißt.

    "zu kompliziert" wird die welt eigentlich vor allem, wenn allzu einfältige versuchen, sie für andere zu sortieren.
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#6 JadugharProfil
  • 14.09.2017, 14:30hHamburg
  • Gern würde ich jenen Typen einen Spiegel vorhalten. Dank seiner sehr schwachen Intelligenz erkennt er sich nicht! So bezweifle ich, daß wenn man fragen würde, wieso ist alles so hetero, ob er seine Argumentationen als unsinnig einstufen würde.
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#7 AchsoAnonym
  • 14.09.2017, 14:35h
  • Auf diesen Typen draufzuhauen ist einfach. Und, wie siehts mit der Transphobie von Schwulen und Lesben aus? Najaaaaaa, das ist ja was anderes, gell?
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#8 Homonklin44Profil
  • 14.09.2017, 14:38hTauroa Point
  • Mir ist die Welt in vielen Dingen auch zu kompliziert oder komplex geschichtet. Aber ich versuiche, mich da allmählich reinzufieseln.
    Das macht die Faszination am Wissen sammeln aus.

    Der Vogel will erst gar nicht wissen. Sich die Welt lieber leichter machen, mit einem blöden Spruch auf der Oberkante Unterlippe. Wahnsinnig "progressiv". Ain't shockin' rockin'.

    ""Dann schränkte er mit Blick auf Transpersonen ein: "Aber die Dinge sollten nicht so kompliziert sein, und nein, man kann sich [manches] nicht aussuchen, denn was man zwischen seinen Beinen hat, sollte festlegen, welche Toilette man benutzt." Seine Fans jubelten dazu.""

    Ja, kann man sich nicht immer aussuchen. Nach der Logik müsste ich grundsätzlich die Damentoilette benutzen, wegen der Größe.
    Was solls -- auch zwischen den Schläfen kann man sich nicht immer alles aussuchen.

    Drained ya brain, dude, huh?
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#9 OrthogonalfrontAnonym
#10 BuntundSchönAnonym
  • 14.09.2017, 14:50h
  • Antwort auf #7 von Achso
  • Das muss grade die richtige Seite sagen!
    Erinnern wir uns an Girlfags und Guydykes:
    Wer hat da Toleranz oder gar Akzeptanz gezeigt? Und wer hat sich majestätisch zurück gehalten?? Wir wissen es alle.
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