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Kommentare zu:
Presserat rügt homophoben FAZ-Artikel


#11 Patroklos
#12 Angelika OetkenAnonym
  • 15.09.2017, 23:30h
  • Und ist es wirklich so abwegig, was manche Gegner der Homo-Ehe behaupten, dass adoptierte Kinder ungleich stärker der Gefahr sexuellen Missbrauchs ausgeliefert sind, weil die Inzest-Hemmung wegfällt und diese Gefahr bei homosexuellen Paaren besonders hoch sei, weil die sexuelle Outsider-Rolle eine habituelle Freizügigkeit erotischer Binnenverhältnisse ohne alle sexual-ethischen Normen ausgebildet habe?

    Welcher Autor auch immer meint, sich feige hinter einem Pseudonym verbergen zu müssen: er scheint von sich auf andere zu schließen.
    Adoptierte Kinder sind dort stärker gefährdet, Missbrauchsopfer zu werden, wo bei Adoptionen zu wenig Sorgfalt auf die Auswahl der zukünftigen Eltern gelegt wird. Die Inzest-Hemmung ist für Angehörige von Familien relevant, in denen das Bedürfnis von Kindern nach Nähe und Beziehung sexualisiert wird. Das ist leider ein weit verbreitetes Verhalten. Insbesondere da, wo die erwachsenen Familienmitglieder in ihrer sexuellen Entwicklung beschädigt wurden und in diesem Bereich retardiert bleiben. Zum Beispiel durch religiöse Doppelmoral, die zu Tabuisierungen und transgenerational tradierten Lebenslügen führt.

    sexual-ethische Normen: bei den meisten Missbrauchstäterinnen und tätern handelt es sich um vollkommen gewöhnliche Heterosexuelle. Sie reagieren das an den Kindern ab, was sie für normale Sexualität halten. Ein Irrglaube, in dem unsere Gesellschaft diese psychosozial verwahrlosten Personen auch noch bestärkt. Unwissen, falsche Vorannahmen und Lebenslügen gehen bei dem, was es an gefühltem Wissen über Kindesmissbrauch gibt, eine unselige Allianz ein, die den Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt und Ausbeutung behindert.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen erwachsenen Menschen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden
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#13 EisenhowerProfil
  • 15.09.2017, 23:44hMarseille
  • Kai Klose hat sich auch schon zu den Vorfällen geäussert. Schade, dass das nicht mehr Platz im Artikel selber finden konnte.

    Herr Klose hat bereits zeitnah eine Entgegnung auf die gerügte Schmähschrift verfasst, die auch von der FAZ abgedruckt wurde:

    gruenlink.de/1dfv

    Und heute hat sich Herr Klose auch zu dem Thema geäussert:

    "Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Damit die so genannte vierte Gewalt, die Medien, ihre wichtige Aufgabe innerhalb der Demokratie erfüllen können, bedarf es aber auch hoher handwerklicher und ethischer Standards. Mit der Rüge für die FAZ ist klargestellt, dass eine Qualitätszeitung diesen Artikel nicht hätte abdrucken dürfen schon gar nicht ohne Hinweis darauf, dass 'Johannes Gabriel' ein Pseudonym ist."

    Fazit: Schmierfinken gehören bestraft, auch wenn sie ihre Pamphlete bei der FAZ abladen. Gebildete Leute wollen so etwas nicht lesen.
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#14 Janana
#15 hugo1970Profil
#16 Angelika OetkenAnonym
  • 16.09.2017, 15:04h
  • "Der Autor verweise im Text darauf, "wie schwierig das sachliche Argumentieren dieser Angelegenheit in der Gay-Community ist wer etwas anderes meint, wird gleich als 'Verräter' gebrandmarkt"."

    Wer auch immer hinter dem Pseudonym "Johannes Gabriel" steckt, argumentiert ja gar nicht sachlich. Er polemisiert und provoziert. Sachlich und damit seriös wäre es gewesen, einen Autoren aus der Gruppe der Fachleute, der sowohl mit der Missbrauchsthematik, als auch mit den Lebensbedingungen und Gewohnheiten der gleichgeschlechtlich orientierten Menschen vertraut ist zu wählen. Noch besser wäre es gewesen, mehrere Perspektiven in einem Beitrag vorzustellen.

    Eigentlich hat die FAZ sich in den vergangenen Jahren durch eine fundierte und faire Berichterstattung zum Thema "Kindesmissbrauch" hervor getan. Ich weiß nicht, warum die zuständige Redaktion im Falle dieses Pamphlets davon abgewichen ist.
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#17 Angelika OetkenAnonym
  • 16.09.2017, 15:20h
  • Da der Autor des FAZ-Artikels meint, sich hinter einem Pseudonym verstecken zu müssen, schafft er damit erst den Raum für Spekulationen.

    Für am plausibelsten halte ich, dass "Johannes Gabriel" sich in starker Abhängigkeit zur Katholischen Kirche befindet, sexuelle Ausbeutung in seiner Kindheit/Jugend eine so entscheidende Rolle spielte, dass er davon entscheidend geprägt bzw. nachhaltig beschädigt wurde und "Johannes Gabriel" sich, mittlerweile gereift und nicht mehr attraktiv genug, um auf Subventionierungen durch alte "Verbindungen" zu Klerikern hoffen zu dürfen, durch das Schreiben solcher Artikel verkaufen muss.

    Die Priesterschaft der Katholischen Kirche hat einige IMs dieser Sorte. Das gehört zu ihren Machtmitteln. Deshalb sollte man nichts von dem, was über, von, für oder durch diese Organisation berichtet wird, ungeprüft glauben.

    Es handelt sich beim Klerus schließlich um die älteste Theatertruppe der Welt.
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#18 hugo1970Profil
#19 EisenhowerProfil
  • 16.09.2017, 17:43hMarseille
  • Antwort auf #15 von hugo1970
  • Das denkt man sich so.

    Tatsächlich verursachen Pamphlete auf diesem entsetzlichen, Kunst und Wissenschaft mit Füssen trenden Niveau bei gebildeten Lesern Schmerzen, so als ob einem jemand kneifen oder zwicken würde.

    Du kannst es ja hier in den Kommentaren nachlesen, und bei mir ist es auch so.

    www.kai-klose.de/blog/2017/07/es-geht-um-menschen-liebe-und-
    respekt/


    Respekt verdient in erster Linie Kai Klose, der sich diesem FAZ-Schund mannhaft entgegengeworfen hat.

    Es geht in solchen Dingen nämlich nicht darum, noch schriller zurücktzubrüllen.

    Es geht um einen feines Spiel der Argumente. Und dies beherrscht Kai Klose. Und zwar mit Stil und Feingefühl.
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#20 habemus_plemplem
  • 18.09.2017, 10:06h
  • Gestern schob die FAZ gleich ihren nächsten homophoben Artikel nach:

    m.faz.net/aktuell/wissen/die-merkwuerdige-korrelation-zwisch
    en-einkommen-und-sexueller-orientierung-15180672.html


    Der Artikel heißt "Wer diskriminiert denn hier?" und spart sich die gemeine Antwort auf diese Frage bis zum Schluss auf. Gemeint ist im letzten Absatz offensichtlich: Die diskriminieren sich doch selbst!

    Diesmal sollen wir offenbar verstehen, wir würden vielleicht ja nur deshalb im Durchschnitt weniger verdienen als unsere heterosexuellen Kollegen_innen, weil wir uns für deren "Freizeitkultur" ja alle nicht interessieren, da wir in unserer Homo-Freizeit schließlich nur Homo-Sachen machen und uns sowieso nur andere Homos als Freunde suchen, so dass wir mit den Hetero-Kolleg_innen niemals abends was unternehmen würden und uns somit ganz bewusst selbst sozial ausgrenzen ... und dann natürlich auch in Karrierefragen öfter mal übersehen werden.

    Toll - die Leute, die auf dem Schulhof andere mit "Du hast bestimmt nur Homo-Freunde" gehänselt haben, schreiben heute offenbar für die FAZ!
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