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Erschienen bei Edel Kids

Neues Hörspiel über Einhörner auf einer Regenbogeninsel

In "Einhorst und Pegatussi" sind die glitzernden Hauptdarsteller stockhetero, haben mit dem flauschigen Teddy aber einen smarten schwulen Freund.


Ausschnitt aus dem Cover: Einhorst und Pegatussi wollen mit ihren abgedrehten Abenteuern sowohl Kinder wie Erwachsene unterhalten

Der Blick auf die Besetzungsliste lässt bereits vermuten, dass dieses Hörspiel nicht nur was für kleine Kinder ist, die auf alles abfahren, was rosa glitzert, eine Mähne und vier Beine hat. Die Comedy-Stars Martin Klempnow ("Switch reloaded") und Mirja Boes ("Die dreisten Drei") sind mit großer Spielfreude in die Titelrollen von "Einhorst und Pegatussi" geschlüpft.

Einhorst ist ein erfolgloser, aber liebenswerter Hetero-Handwerker in Jogginghose, der nie um einen Flachwitz verlegen ist und manchmal auch ziemlich auf der Leitung steht. Heimlich schwärmt er für Pegatussi, die (noch) nichts von ihm wissen will.

Pegatussi wiederum arbeitet als erfolgreiches Einhorn-Model und liebt neben Feminismus-Büchern vor allem Cupcakes und ihren schwulen Freund Teddy, der handlich – flauschig – gut, immer mit dabei ist. Sie hat immer einen toughen Spruch parat und ist jederzeit für ihre Freunde da.

Flotte Sprüche und viel Glitzer

Zusammen treffen sie auf der Regenbogen-Insel, wo die Geschichten spielen, auf viele skurrile Charaktere, wie beispielsweise den nerdigen Dodo Fred oder den T-Rex Bartholomäus, der sich leider nicht selber die Schuhe zubinden kann. Mit Hilfe von viiieeeeel "Gli-Gla-Glitzer" und dem einen oder anderen flotten Spruch müssen sie abgefahrene Abenteuer bestehen und stets die Welt oder die Insel oder auch nur den Nachmittag retten…

Direktlink | Hörprobe aus "Einhorst und Pegatussi"

Der Hörspiel-Autor und -Regisseur Kai Schwind war anfangs nichts wirklich vom Projekt überzeugt: "Ich muss zugeben, dass ich tatsächlich laut gelacht habe, als die Anfrage kam. Aber nachdem klar war, dass es hier nicht nur um Heile-Welt-Kitsch gehen soll, sondern auch ein wilderer und provozierender Humor gewünscht wird, hatte ich sofort Lust darauf".

Er habe es als Privileg empfunden, dass neben der ganzen Skurrilität und dem Glitzer auch noch Raum für gesellschaftsrelevante Themen wie Toleranz von Minderheiten oder Medien- und Konsumkritik war. "Das ist großartig und in diesem Bereich der Kinder- und Familienunterhaltung sehr selten", so Schwind. "Und so hatte ich, vermutlich inspiriert durch die positiv klischeehafte bunte Regenbogeninsel, Lust auf einen schwulen Charakter, der dann auch wieder nicht nur die bekannten Stereotypen bedient – eine positive, smarte und lustige Figur, die für Lebensfreude, Offenheit und Toleranz steht." (cw/pm)

Infos zum Hörbuch

Einhorst und Pegatussi. Erstes abgefahrenes glitzerstarkes Hörspiel. Text und Regie: Kai Schwind. Gesprochen von den Comedy-Stars Mirja Boes und Martin Klempnow. Edel Kids. CD: 6,99 €. Download: 4,61 €


#1 WuthornAnonym
  • 17.09.2017, 11:34h
  • echt jetzt? Damit sollen...was eigentlich? Klischees überspitzt oder aufs Korn genommen werden?
    Vielfalt...zelebriert werden? Ich verstehe es nicht.

    Nur weil Einhorn drauf steht ist noch lange nicht Einhorn drin. Sondern nach wie vor saublöde Stereotypen, gegen die das doch angeblich auch angehen soll.

    Fängt schon mit dem Bild an. Der Horst, natürlich der MANN ist hat ne blaue Schnauze, und die TUSSI ist - man glaubt es kaum: rosa!! Nicht lustig vor dem Hintergrund, den es angeblich haben soll.

    Und dann ist Tussi auch noch Model! Das sind ja mal genau die Rollenbilder, die wir den kleinen Mädchen vorleben sollten. Sie sollen sich alle wünschen, mal ne Tussi zu werden und Model zu sein wenn sie groß sind. Mehr gibt es ja für Mädels eh nicht im Angebot. Für die hübschen. Alle anderen kommen eh gar nicht mehr vor. Und alle Jungs werden nur Handwerker. Ist klar. Jungs dürfen und sollen doofe Sprüche klopfen. Danke das dieses Hörspiel zur Verbreitung von Flachwitzen auch noch beiträgt.

    Und zu allem Überfluss kommt noch ein schwuler BÄR dazu....echt? Wer hat diese ganze Scheißidee gehabt? Klar, um irgendwie bunt und tolerant zu sein reicht es wenn man einen schwulen besten Freund hat. Wer kenn nicht den Satz "ich habe nix gegen Schwule, mein bester Freund ist ja schwul"

    Jede Tussi braucht und wünscht sich einen schwulen besten Freund. Und nein, er ist nicht einfach nur schwul, Gott bewahre, er ist auch noch SMART! Nur ein smarter Schwuler ist ein guter Schwuler...oder was? Was für eine widerliche Hetenscheiße...und ich dachte noch, ich schau mal wieder auf die Seite, nach ner Weile, ein schöner Sonntagmorgen, und ich will schon kotzen.
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#2 CumulonimbusAnonym
  • 17.09.2017, 11:41h
  • Antwort auf #1 von Wuthorn
  • Und niemand merkt hier, dass das übelste Appropriation von queeren Symbolen ist.

    Einhörner als queere Symbole sind eigentlich die Gegenthese zu Heteronormativität. Diese zwei hier sind stockhetero und bedienen Gender-Klischees. Fällt niemandem was auf?
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#3 TraumzerstörerinAnonym
  • 17.09.2017, 12:30h
  • Antwort auf #2 von Cumulonimbus
  • Ja, aber was ich auch komisch finde, denn gleichzeitig sind Einhörner doch auch das Symbol für Irrationalität, es heißt ja, das große rosa Einhorn, dass irgendwo im Universum ist, kann man nicht nachweisen.
    Für mich hat das immer die Verbindung von: Nicht-heterosexuell = Irrationaler Unsinn.

    de.wikipedia.org/wiki/Unsichtbares_rosafarbenes_Einhorn

    Ich denk mir so, wären Schnecken mit Regenbogenhäusern nicht ein besseres LGBTI-Symbol? Immerhin machen die Liebe, und niemand kann sagen, wer da mit wem, es könnten zwei Männer sein, Zwei Frauen, zwei Zwitter, was auch immer, eben alles.

    Ich meine, welche Tiere sind so frei von Schubladendenken, wie Landlungenschnecken? ;)
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