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Polizeibericht

Zwei Männer am Nollendorfplatz homophob beleidigt und mit Pfefferspray besprüht

Bei dem Vorfall am Sonntagmorgen im Berliner Regenbogenkiez werfen sich beide Seiten schwulenfeindliche  Atttacken vor.


Das Viertel am Berliner Nollendorfplatz wurde von der Polizei als "kriminalitätsbelasteter Ort" eingestuft (Bild: Oh-Berlin.com / flickr)

Der Polizeiliche Staatsschutz in Berlin ermittelt wegen wechselseitiger Körperverletzung und Beleidigung, die sich am Sonntagmorgen im Schöneberger Regenbogenkiez zugetragen haben soll.

Laut Polizeibericht sollen ein 32- und ein 36-Jähriger gegen 6.30 Uhr mit einem 46-Jährigen und einem weiteren, bislang unbekannten Mann an einem Kiosk an der Maaßenstraße Ecke Nollendorfplatz in ein Streitgespräch geraten sein. Dabei sollen die beiden Erstgenannten von dem Älteren zunächst homophob beleidigt und anschließend mit einem Pfefferspray attackiert worden sein. Dadurch sollen sie Verletzungen im Gesicht erlitten haben, die durch die Besatzung eines alarmierten Rettungswagens am Ort behandelt wurden.

Aussage gegen Aussage

Der 46-jährige mutmaßliche Täter gab wiederum gegenüber den alarmierten Polizisten an, von dem Duo selbst homophob beleidigt und körperlich angegriffen worden zu sein. Der unbekannte Mann hatte sich bereits im Verlauf des Streitgesprächs vom Ort entfernt.

Das Viertel am Nollendorfplatz gehört zu zehn Orten in der Hauptstadt, die von der Polizei als "kriminalitätsbelasteter Ort" eingestuft wurden (queer.de berichtete). Der Verein KiezCare hat sogar die eigene Website und App "SafePlace.Berlin" entwickelt, über die man LGBTI-feindliche Vorfälle im Viertel melden kann.

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in Berlins täglichem Polizeibericht publik gemacht. Die Staatsanwaltschaft besitzt eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw)



#1 Patroklos
  • 18.09.2017, 23:32h
  • Berlin tut wieder einmal alles, um sich als Urlaubs- und Aufenthaltsort für LGBTI zu disqualifizieren. Es unterstreicht damit weiterhin, daß Berlin seinem unwürdigen Namen "Hauptstadt des Verbrechens" alle Ehre macht!
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#2 Sebastian-NorbertAnonym
  • 19.09.2017, 11:28h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Witziger Kommentar.

    In Berlin werden nicht mehr oder weniger Verbrechen verübt als anderswo.

    Auf den einzelnen Einwohner herunter gerechnet.

    Natürlich passieren hier täglich Straftaten, aber wir haben auch bald 4 Mio. Einwohner.

    Leider wird das meist von den Medien unnötigerweise befeuert. Und dann denkt man sich: "Oh das böse Berlin"
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