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Erfolg für "Black Mirror: San Junipero"

Emmys: Queere Frauen ganz oben

RuPaul und das Trans-Drama "Transparent" gingen ebenso wie "Modern Family" bei der Primetime-Emmy-Gala leer aus. Dafür feierten lesbische Geschichten und eine lesbische Komikerin Erfolge.


Eine lesbische Folge der Serie "Black Mirror" erhielt einen Preis als besten Fernsehfilm des Jahres (Bild: Netflix)

Am Sonntagabend wurden bei einer live im US-Fernsehen übertragenen Gala die Emmy Awards vergeben, die bedeutendsten Fernsehpreise der Welt – dabei kamen auch LGBTI-Themen zum Zug: So erhielt eine von Kritikern hochgelobte lesbische Folge der Science-Fiction-Serie "Black Mirror" den Preis als besten Fernsehfilm.

Die Folge mit dem Titel "San Junipero" handelt von einer utopischen Liebe zwischen Frauen (queer.de berichtete). "San Junipero" setzte sich unter anderem gegen eine ebenfalls nominiert Folge der britischen Serie "Sherlock" mit Benedict Cumberbatch und den beliebten TV-Weihnachtsfilm "Dolly Parton's Christmas of Many Colors: Circle of Love" durch. "Die Liebe wird den Hass besiegen", erklärte Charlie Brooker, Autor von "Black Mirror", in seiner Dankesrede. Die 61-minütige Produktion wurde auch für das beste Drehbuch in einem TV-Film oder einer Miniserie ausgezeichnet.

Den Preis als beste Nebendarstellerin in einer Comedy-Serie konnte die offen lesbische Komikerin Kate McKinnon bereits zum zweiten Mal in Folge gewinnen. Die 33-Jährige ist seit 2012 Ensemblemitglied der seit über 40 Jahren live ausgestrahlten Sketch-Show "Saturday Night Live", die in den Neunzigerjahren als "RTL Samstag Nacht" auch in einer deutschen Version Erfolge feierte.

SNL war mit vier Preisen einer der große Sieger des Abends: Die Show, die in diesem Jahr im Vergleich zu den Vorjahren besonders politisch ausfiel, erhielt den Preis als beste Sketchserie und für die beste Regie in einer Sketchserie. Außerdem wurde Alec Baldwin als bester Nebendarsteller in einer Comedy-Serie ausgezeichnet – seine Version von US-Präsident Donald Trump, den er seit einem Jahr darstellt, hat inzwischen Kultcharakter.

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Erfolg für "The Handmaid's Tale"

Besonders erfolgreich war auch die dystopische Netflix-Serie "The Handmaid's Tale", die auf Margaret Atwoods Buchklassiker "Der Report der Magd" aus dem Jahr 1985 beruht. Die zehnteilige erste Staffel, die auch mehrere lesbische Handlungsstränge enthält, wurde unter anderem als beste Drama-Serie ausgezeichnet.

Ausgezeichnet wurde auch die lesbische Komikerin Lena Waithe für die Comedy-Serie "Master of None". Sie erhielt gemeinsam mit ihrem Co-Star und Co-Autor Aziz Ansari den Preis für das beste Comedy-Drehbuch für die Folge "Thanksgiving", in der das Coming-out ihrer Figur Denise gezeigt wird. Waithe ist auch die erste weibliche Afro-Amerikanerin, die diesen Preis in der Geschichte der Emmys gewinnen konnte.

Wie erwartet leer ausgegangen ist am Abend RuPaul, der mit "RuPaul's Drag Race" in der Kategorie "beste Reality-Serie" nominiert war. Er musste sich, ebenso wie Heidi Klums "Project Runway", der Musik-Castingshow "The Voice" geschlagen geben. Immerhin hatte RuPaul vergangene Woche drei der kleineren "Creative"-Emmys gewinnen können, darunter auch als bester Moderator in einer Reality-Show (queer.de berichtete).

Als beste Comedy-Serie wurde am Sonntag wie schon im letzten Jahr "Veep" ausgezeichnet. Die Polit-Serie konnte sich unter anderem gegen "Modern Family" durchsetzen. Auch die "Veep"-Hauptdarstellerin Julia Louis-Dreyfus konnte erneut einen Emmy als beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie gewinnen – und schlug dabei unter anderem die lesbische Schauspielerin Lily Tomlin für ihre Rolle in "Grace und Frankie".

Leer ausgegangen ist Jeffrey Tambor, der in den letzten beiden Jahren den Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie holen konnte – er war erneut nominiert für seine Darstellung der Transsexuellen Maura Pfefferman in der Serie "Transparent". Tambor unterlag dieses Jahr Donald Glover, der für seine Leistungen in der Serie "Atlanta" den Preis erhielt. (dk)

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#1 keyjahn
  • 18.09.2017, 14:23h
  • San Junipero ist definitiv meine liebste Folge von Black Mirror, es ist irgendwo die Geschichte, die Hoffnung gibt. Verdient gewonnen!
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#2 TheDudeEhemaliges Profil