Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29714

"Vice"-Interview

Alice Weidel: Eltern fanden Coming-out "ganz, ganz lustig"

Die lesbische AfD-Spitzenkandidatin behauptet, in ihrer Partei gebe es keine Homophobie. Ihr eigenes Coming-out gegenüber ihren Eltern sei unproblematisch gewesen.


Alice Weidel wird als Nummer eins der baden-württembergischen AfD-Landesliste wohl bald im Bundestag sitzen (Bild: Screenshot Vice)

In einem vor wenigen Tagen im Online-Magazin "Vice" veröffentlichten kurzen Video-Interview gibt die lesbische AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel ein wenig Einblick in ihr Privatleben. Die Politikerin, die mit ihrer in der Schweiz lebenden Partnerin zwei Kinder großzieht, antwortete auf die Frage, wie sie Kindern den Nationalsozialismus erkläre: "Unser Ältester, der ist ja fast fünf. Der hat das Konzept schon verstanden, dass Hitler ein ganz, ganz schlimmer Mensch gewesen ist. Wir haben ein 'Tyrannen-Quartett" zu Hause und da ist Hitler die meistbietende Karte."

"Vice" wollte auch wissen, wie Weidels Coming-out gegenüber ihrer Familie ablief: "Das war jetzt nicht so früh. Ich hab es dann irgendwann mal während des Studiums meinen Eltern gesagt und die fanden das eher so ganz, ganz lustig", sagte die 38-Jährige. Auf Nachfrage führte sie weiter aus: "Ja, also die Antwort war: 'Ach, wir haben uns das eigentlich schon gedacht und das ist schon in Ordnung.'" Ferner gab Weidel zu, schon einmal Marihuana geraucht zu haben – das sei aber schon "einige Jahre" her.

Auch über ihre Politik gab die AfD-Spitzenkandidatin Auskunft. Auf die Frage, wie sie sich für Homosexuelle einsetze, erklärte sie schlicht, dass sie "andere Schwerpunkte" habe. Immerhin sei sie wegen des "eurokritischen Profils" in die AfD eingetreten und interessiere sich für Wirtschaftspolitik – über LGBTI-Rechte sagte sie nichts.

"Die homophoben Äußerungen kommen nicht von meinen Parteikollegen"

Weidel verteidigte in dem Interview auch ihre Parteifreunde gegen Vorwürfe der Homophobie: "Die homophoben Äußerungen kommen nicht von meinen Parteikollegen. Ich glaub, wir hatten mal einen, der ist direkt aus der Fraktion geflogen hier in Berlin. Postwendend. Und das ist eigentlich innerhalb unserer Partei nie in irgendeiner Form ein Thema gewesen", so Weidel unter Anspielung auf Kay Nerstheimer, dessen Immunität im Juni aufgehoben wurde (queer.de berichtete).

Freilich gab es von Weidel weder Kritik am homophoben Wahlprogramm ihrer Partei, noch störte sie sich je an den fast täglichen homophoben Tiraden aus ihrer Partei. Erst vergangene Woche hatte etwa einer ihrer Parteifreunde im neu gewählten Landtag von Nordrhein-Westfalen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben als Vorboten der "Kinder-Ehe" gebrandmarkt (queer.de berichtete). In dem "Vice"-Interview, in dem an der Stelle etliche homophobe Äußerungen der Partei eingeblendet wurden, stritt Weidel außerdem ab, dass die AfD "maximale Empörung" auslösen wolle. (cw)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 18.09.2017, 16:14h
  • Liebe queer.de-Reaktion,

    kann man nicht von dieser weiblichen Antwort auf Ernst Röhm verschont bleiben?

    (Hoffentlich bleibt dieser Borderline-Person sein Schicksal erspart)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Sven100Anonym
  • 18.09.2017, 16:21h
  • Es ist klar, dass eine so gut aussehende Frau auch von den homophobsten Männern nicht gemobbt wird. Im Gegenteil: Ein lesbisches Paar beflügelt die Fantasie von vielen Machomännern.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 niccinicciAnonym
  • 18.09.2017, 17:25h
  • würde die afd nicht wählen, aber kann ihr argument absolut nachvollziehen, das schwul/lesbisch-sein nicht ihr leben bestimmt bzw. nicht lebensmittelpunkt ist. soviel demokratieverständnis sollte sein, das diese künftige bundestagspartei ihre existenzberechtigung hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 goddamn liberalAnonym
  • 18.09.2017, 20:37h
  • Antwort auf #4 von niccinicci
  • "soviel demokratieverständnis sollte sein, das diese künftige bundestagspartei ihre existenzberechtigung hat."

    Ich brauch keine Demokratiegouvernante.

    Zumal, wenn sie von Demokratie keine Ahnung hat.

    Demokratie ist für Demokraten da, nicht für Nazis.

    Denn bei denen ist die Demokratie nicht lange demokratisch.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 jochenProfil
  • 18.09.2017, 21:28hmünchen
  • Ich vermute, die "Lesbe" Weidel, und "Opa" Gauland wurden als Spitze ernannt, weil der eine so schön harmlos wirkt und die andere Toleranz signalisieren soll. Und somit eine höhere Akzeptanz vor der Bundestagswahl bei den Wählern erreichen soll.

    Ob die AfD nach einer gewissen Etablierung weiter diese Schiene fahren will und solche Repräsentanten haben möchte, vermute ich , ist fraglich.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TheDadProfil
  • 18.09.2017, 21:51hHannover
  • Antwort auf #4 von niccinicci
  • ""würde die afd nicht wählen""..

    Eine klare Aussage formuliert man anders..

    "Ich werde"..

    ""aber kann ihr argument absolut nachvollziehen, das schwul/lesbisch-sein nicht ihr leben bestimmt bzw. nicht lebensmittelpunkt ist.""..

    Die eigene Familie ist also nicht der "Lebensmittelpunkt" ?

    Da gibt es sicher "wichtigeres" ?

    Kuck an..
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Patroklos
#9 ColeahortsAnonym
#10 queergayProfil
  • 19.09.2017, 11:07hNürnberg
  • Ich bin kein Fan der Afd-Partei, trotzdem muß ich sagen, daß diese Partei die einzige Partei ist, die sich traut, zunehmende Gefahren - verursacht durch Islam-Gläubige & Scharia-Anhänger in Deutschland - klar zu benennen.
    Das sage ich als jemand, der sich intensiv mit Religionen, Sekten, Gurus, Kirchenmacht & Gutgläubigkeit beschäftigt hat.
    Meiner Ansicht nach ist es naiv zu glauben, man könne zunehmende gewalttätige Angriffe auf Queer-People und Homosexuellenfeindlichkeit gerade von muslimisch-arabischer Seite mit einem frisch-fröhlichen Kuschelkurs besänftigen.
    Hierzu wurden von Alice Weidel und einigen Kollegen auf der letzten AfD-Pressekonferenz
    am 18.09. interessante Details gesagt, die bei den Mainstream-Medien gerne unter den Tisch fallen oder gar als Islamfeindlichkeit und falsches Islamverständnis umgedeutet werden.
  • Antworten » | Direktlink »