Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29732

Prozessbeginn in Siegen

Staatsanwaltschaft: Homo-Hasser ermordete Schwulen im Suff

Ein 45-Jähriger tötete im vergangenen Jahr seinen Saufkumpan, nachdem sich dieser als schwul geoutet hatte.


In gut einer Woche soll das Urteil gegen den Angeklagten gesprochen werden (Bild: Hans Splinter / flickr)

Wegen Mordes steht seit Dienstag ein 45-jähriger Mann in Siegen vor dem Schwurgericht. Der Russlanddeutsche soll laut Staatsanwaltschaft in der Nacht zum 30. Dezember 2016 einen 36-jährigen Schwulen nach einem Zechgelage in der Kleinstadt Finnentrop (Kreis Olpe) ermordet haben, um eine andere Straftat zu verdecken.

Der Angeklagte hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft sein späteres Opfer offenbar beim Alkoholkaufen in einem Finnetroper Markt kennengelernt. Die beiden tranken anschließend in der Wohnung des mutmaßlichen Täters Bier und Wodka. Als der 36-Jährige sich gegen Mitternacht als schwul outete, eskalierte das Gelage. Laut Staatsanwalt Rainer Hoppmann habe der Beschuldigte seinen Saufkumpan aufgefordert, die Wohnung zu verlassen, woraufhin dieser gelacht habe. "Der Angeklagte hasst nach eigener Aussage Homosexualität. Er gab ihm mehrere Faustschläge ins Gesicht", so Hoppmann laut "Westfalenpost". Danach habe der Beschuldigte den Kopf seines Opfers mehrfach an die Wand geschlagen.

Der Russlanddeutsche soll dann Angst bekommen haben, dass sein Opfer ihn wegen Körperverletzung anzeigt – deshalb habe er ihn brutal gewürgt, bis er annahm, dass sein Opfer tot sei. Mit seinem Pkw habe er dann den Mann zehn Kilometer entfernt in einer Böschung am Fluss Bigge abgelegt. Laut Staatsanwaltschaft hat das Opfer zu diesem Zeitpunkt noch gelebt. Laut Obduktion ist der 36-Jährige ertrunken.

"Er legte seinen Kopf auf meine Schultern, hat mich gestreichelt"

Der mutmaßliche Täter sagte aus, er habe seinem Saufkumpan erzählt, dass er Streit mit seiner Freundin gehabt hätte; danach habe dieser ihn angemacht: "Er legte seinen Kopf auf meine Schultern, hat mich gestreichelt und gesagt: Vergiss die Weiber. Als ich ihn fragte, ob er schwul sei, sagte er: Ja, Sex mit Männer ist besser. Ich sagte, er solle verschwinden. Dann fasste er mich in den Genitalbereich."

Es sei dann zum Streit gekommen, in dem sich der 36-Jährige gewehrt habe ("Er ist auf mich losgegangen") – nach einem Gerangel habe er sich dann nicht mehr bewegt. Der Beschuldigte gab an, er habe den leblosen Körper aus Angst, ins Gefängnis zu kommen, in der Böschung versteckt.

Dem Angeklagten droht nun eine lebenslange Haftstrafe. Das Urteil soll am 29. September gefällt werden. (cw)



#1 Kuan-Yin TuanAnonym
#2 GrönlandgriecheAnonym
  • 20.09.2017, 21:54h
  • Interessant, dass hier auf einmal der kulturell-ethnische Hintergrund "Russlanddeutscher" genannt wird (was ich begrüße), er aber bei homophoben Strafttaten durch Libanesen, Marrokaner, Syrer, Araber, Türken und anderen Muslimen "politisch korrekt" verschwiegen wird. Sind (evangelikale, orthodoxe usw.) Russlanddeutsche von diesem Schutz ausgenommen? Wenn ja, warum?
  • Antworten » | Direktlink »