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CDU und AfD stimmten gegen Ersatztermin

Wenn die Regenbogenfahne am 11. Oktober weht

An der Erkrankung eines Mitarbeiters scheiterte im August die CSD-Beflaggung der Bremer Bürgerschaft. Nun gibt es auf Wunsch von SPD, Grünen, Linken und FDP einen "Entschuldigungs-Beflaggungstag".


Regenfahnen an öffentlichen Fahnenmasten sorgen in Deutschland immer wieder für politischen Streit (Bild: torbakhopper / flickr)

Der Streit um Regenbogenfahnen an öffentlichen Gebäuden treibt in Deutschland immer wieder komische Blüten. In Bremen ist nun eine neue Variante hinzukommen.

Eigentlich sollte die bunte Flagge der LGBTI-Community bereits am 26. August zum CSD vor der Bremer Bürgerschaft wehen, so hatten es die Abgeordneten mit großer Mehrheit beschlossen. Doch als die queere Parade am Marktplatz vorbeizog, waren die Fahnenmasten leer. Keine böse Absicht, hieß es aus dem Parlament. Der zuständige Mitarbeiter soll kurzfristig erkrankt sein.

Am Donnerstag debattierte das Hohe Haus nun den Antrag "Zweiter Versuch – Regenbogenflagge am Coming Out Day vor dem Haus der Bürgerschaft hissen", der gemeinsam von SPD, Grünen, Linken und der FDP eingebracht worden war. Eine Premiere – denn am 11. Oktober bleiben die bunten Fahnen in ganz Deutschland normalerweise im Keller.

Für die CDU ist der Coming Out Day der falsche Anlass

Die CDU wandte sich in der Debatte gegen den "Entschuldigungs-Beflaggungstag", wie es Fraktionschef Thomas Röwekamp formulierte. "Hand auf Herz, bevor Sie in Ihren Fraktionen darüber beraten haben, wer wusste, dass der 11. Oktober der Coming Out Day ist?", fragte er seine Kollegen. Und erinnerte die Antragsteller daran, dass sie im kommenden Jahr den Tag ja selbst ignorieren und zum CSD-Termin zurückkehren wollen.

"Ich kannte diesen Tag auch nicht", räumte die Grünen-Abgeordnete Henrike Müller ein. Der Ersatztermin sei jedoch nötig, weil der Fahnen-"Lapsus" in der queeren Community zu "großem Unverständnis" und zu "großer Trauer" geführt habe. Ähnlich argumentierte der SPD-Politiker Björn Tschöpe: "Wie das immer so ist, wenn man Feiern nachholt, dann sind sie nicht ganz so schön wie die ursprüngliche Feier."

Gegen die Stimmen von CDU und AfD machten die Abgeordneten schließlich den Weg frei für die Regenbogenbeflaggung am 11. Oktober. Im kommenden Jahr, so der zweite Punkt des Antrags, soll die Fahne dann aber wirklich zum CSD am Haus der Bürgerschaft wehen. Damit hatte auch die große Mehrheit der CDU-Fraktion keine Probleme. (mize)

Vimeo / Bremische Bürgerschaft | Video von der Bürgerschaftssitzung, ab 2:32:03 geht es um die Regenbogenbeflaggung



#1 ColeshortsAnonym
  • 22.09.2017, 13:16h
  • Darum nicht CDU und afd wählen .und dran denken CDU bedeutet Rentenalter ab 70 und afd ab 72 Jahre.
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#2 BuntundSchönAnonym
  • 22.09.2017, 13:32h
  • Antwort auf #1 von Coleshorts
  • Das ist ein zu harmloses Argument, auch wenn du es damit gut meinst.
    Wenn du wirklich dafür sorgen möchtest, dass Leute keine CDU und keine AfD wählen, musst du deutlich machen, was die CDU und die AfD tatsächlich bedeutet.

    Das Rentenalter von 72J. der AfD ist nicht das schlimmste dieser Partei. Erkläre mal den Kommentatoren, was das schlimmste der AfD ist. Ich weiß es, aber es gibt immer noch Leute, denen es nicht bewusst ist.
    Und dann erkläre ihnen, was das schlimmste der CDU ist.

    Nur so kannst du ein Umdenken bewirken :-)
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#3 TimonAnonym
#4 Hanna-girlAnonym
  • 22.09.2017, 17:21h
  • Haben die in Bremen den nur eine Person die Flaggen hiessen kann?
    Würde es denn jetzt am Wahlsonntag oder am 3. Oktober auch keine Flaggen geben wenn der oder die wieder Krank ist? ;)
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#5 GeorgFalkenhagenProfil
  • 22.09.2017, 19:55hBremen
  • Ja, "mein" Bremen ist in homopolitischer Sicht schon eine spezielle Großstadt (über 500.000 Einwohner / Einwohnerinnen). Dorf mit Straßenbahn könnte man auch dazu sagen. Der wiederbelebte CSD schockte wohl das "gemeine Volk" inklusive der Bundesland-Regierung derart, dass man Einiges verpennte.

    Aber egal, am 11.10. wird nun endlich doch Flagge gezeigt. Meinen Mann und mich freut das, weil wir gleich am nächsten Tag, Donnerstag 12. Oktober 2017, endlich unser persönlichlichstes Ziel, "richtig" heiraten zu dürfen, erreicht haben.

    19.08.1992, Forderungsanmeldung im Rathaus Schöneberg von Berlin bis 12.10.2017 Heirat in der Heimatstadt. Alle Achtung, das ging ja verdammt schnell.

    Dafür aber kostenlos, wie in vielen anderen Bundesländern auch, dank des Einsatzes unseres Interessenvertretungsverbandes LSVD sowie persönlich.

    Tja, Leute, vor einer Bundestagswahl kommt ebent Bewegung in unser ansonsten lahmendes Land!

    Und wählen nicht vergessen! Am besten links von der sogenannten Mitte. Dann bessern sich die Zustände, hoffe ich.
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#6 WindheimerAnonym
#7 Hanna-girlAnonym
#8 BuntundSchönAnonym