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Abstimmungsniederlage in Göteborg

Europride 2020: Hamburg unterliegt Thessaloniki

Die Bewerbung Hamburgs für den Europride 2020 ist gescheitert. Die Hansestadt musste sich der zweitgrößten griechischen Stadt geschlagen geben.


2020 wird der Europride erstmals in Griechenland veranstaltet (Bild: Ira Gelb / flickr)

Der Europride 2020 wird im griechischen Thessaloniki stattfinden. Das hat die European Pride Organisers Association (EPOA), der Zusammenschluss europäischer CSD-Veranstalter, am Samstag bei einem Treffen in Göteborg entschieden. Der Hamburg Pride, der sich große Hoffnungen auf die Austragung des Europride gemacht hatte, landete bei der Abstimmung nur auf Rang zwei. Neben der Hansestadt und der zweitgrößten griechischen Stadt hatten sich auch Bergen und Brüssel um die Austragung des Europride 2020 beworben.

"Wir gratulieren unseren Freund_innen aus Griechenland ganz herzlich und sind stolz auf den zweiten Platz, den wir mit unserer Bewerbung erreichen konnten", erklärte der Hamburg Pride auf seiner Facebook-Seite. Die Bewerbung werde trotzdem als Erfolg angesehen, da sie gezeigt habe, dass die Stadt hinter den CSD-Organisatoren stehe. So hatte die Hamburger Bürgerschaft einstimmig die Bewerbung unterstützt (queer.de berichtete).

Twitter / EuroPrideInfo | Verkündung des Abstimmungsgewinners beim EPOA-Treffen in Göteborg

CSD Thessaloniki existiert seit 2012

Der CSD Thessaloniki ist noch relativ jung: Er wurde erstmals 2012 veranstaltet – mit nur 400 Teilnehmern. Damals kam es zu Ausschreitungen, als religiös motvierte Homo-Hasser die Pride-Teilnehmer mit Eiern und anderen Gegenständen bewarfen (queer.de berichtete). Inzwischen wird der CSD auch von der Politprominenz unterstützt, außerdem hat sich die Teilnehmerzahl vervielfacht – dieses Jahr nahmen mehr als 15.000 Menschen an der Parade teil, darunter auch Bürgermeister Giannis Boutaris.

Den Europride gibt es bereits seit 1992. Der jeweilige CSD wird, der diesen Titel erhält, wird größer angelegt und es gibt ein breiteres Rahmenprogramm, um internationale Beachtung zu erreichen. Hamburg hatte den Europride bereits im Jahr 2004 ausgetragen, seither fand der Kontinental-CSD nicht mehr in Deutschland statt. Zuvor hatten bereits Köln (2002) und Berlin (1993) den Europride veranstaltet.

In diesem Jahr wurde der Europride in Madrid gefeiert. 2018 werden Stockholm und Göteborg den Europride gemeinsam veranstalten, 2019 ist Wien an der Reihe.

Die Organisation europäischer CSD-Veranstalter beglückwünschte in einer kurzen Stellungnahme die Kandidatur Hamburgs. "Ihr solltet sehr stolz auf Euch sein. Wir hoffen, dass der Europride ein anderes Mal nach Hamburg zurückkehrt", so die EPOA. (dk)