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Nach Attacke auf schwulen Radfahrer

Berlin: Regierungsfraktionen über homophobe Übergriffe entsetzt

Nach mehreren offenbar aus Homo-Hass motivierten Straftaten versprechen Politiker von SPD, Linken und Grünen eine "entschiedene" Reaktion. Am Montagabend findet am Oranienplatz eine Demo gegen Gewalt statt.


Die Berliner Politik will entschiedener gegen homophobe Gewalt vorgehen (Bild: Omaha PD)

Die queerpolitischen Sprecher der Berliner Regierungsfraktionen im Abgeordnetenhaus haben am Montag angekündigt, entschieden Homo-Hass entgegenzutreten. "Der brutale Übergriff auf einen schwulen Mann am Freitagnachmittag in der Nähe des Oranienplatzes in Kreuzberg wirft in den Communitys bange Fragen auf. In letzter Zeit häufen sich die Berichte über Gewaltvorfälle gegen homo- und transsexuelle Personen", erklärten Sebastian Walter und Anja Kofbinger (Grüne), Melanie Kühnemann (SPD) sowie Carsten Schatz (Linke) in einer gemeinsamen Erklärung. Die Politiker beziehen sich auf die Attacke auf einen schwulen Fahrradfahrer, der in den Berliner Medien ein großes Echo gefunden hatte (queer.de berichtete).

Die erneute Attacke lasse befürchten, dass die Stimmung aggressiver werde "und die Homo- und Transfeindlichkeit in den Köpfen zunehmend Ausdruck auf der Straße findet. Dem werden wir entschieden entgegentreten", so die vier Politiker.

Wer aufgrund seiner vermuteten oder tatsächlichen sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität Opfer von Gewalt und Beleidigungen werde, "genießt unser Mitgefühl und unseren Schutz", heißt es in der Erklärung weiter. "Dies werden wir auch in den laufenden Haushaltsberatungen klar zum Ausdruck bringen."

Gewalt könne am besten mit "umfassender Akzeptanzarbeit" bekämpft werden. Daher werde man sich dafür einsetzen, "insbesondere Projekte zur Gewaltprävention oder zur Beratung nach Gewalttaten besser" auszustatten. Neu hinzu kommen werde ab dem nächsten Jahr auch ein Projekt, dass die Bereitschaft zur Anzeige – speziell von homo- und transsexuellen Frauen – erhöhen soll. Immer noch würden zu viele Taten im sogenannten Dunkelfeld bleiben. "Hier wird die Koalition Abhilfe schaffen", versprechen die Politiker der Regierungsfraktionen.

Demo angekündigt

Außerdem kündigten die Grünen eine Demonstration in der Nähe des Ortes an, an dem der Fahrradfahrer am Freitag angeriffen worden sei. "Setzt mit uns heute um 18.30 Uhr am Oranienplatz ein Zeichen gegen Homophobie!", forderte Annika Gerold vom grünen Fraktionsvorstand in Friedrichshain-Kreuzberg. "In unserem Bezirk ist kein Platz für Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit", so Gerold weiter. Deshalb demonstriere man gemeinsam mit Anja Kofbinger und Sebastian Walter sowie der grünen Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann "gegen jede Form von Rassismus, Diskriminierung und Gewalt." (pm/cw)

Zeichen setzen gegen Homophobie – HEUTE Kundgebung um 18.30 am O-PlatzSetzt mit uns heute um 18.30 Uhr am Oranienplatz…

Posted by Bündnis 90/Die Grünen Friedrichshain-Kreuzberg on Montag, 25. September 2017
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#1 BuntundSchönAnonym
  • 25.09.2017, 16:38h
  • Sehr schön, dass da nun konsequenter dagegen vorgegangen wird.
    Danke an die Grünen, LINKE, und SPD :-)
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#2 CumulonimbusAnonym
  • 25.09.2017, 18:39h
  • Regierungsfraktion darüber entsetzt, dass sie es nicht auf die Reihe bekommen haben, im Rahmen ihres "national Aktionsplans gegen Homo- und Transphobie" die u.a. von Europa geforderten Regelungen zu Hassverbrechen umzusetzen und das zahnlose AGG zu korrigieren.

    Wait.... not. Heuchelei. Die haben sich für ihre Luftblasen selbst auf die Schulter geklopft.

    Wär ja nicht so, dass bei den Prides riesige Banner und skandierende Chöre die Umsetzung dieser Richtlinien und Verfolgung von Hassverbrechen und Ausweitung des Antidiskriminierungsgesetzes gefordert hätten.

    Oh wait... not. Waren wohl doch nur Schwulenumzüge.
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#3 Patroklos
#4 niccinicciAnonym
  • 25.09.2017, 22:51h
  • entschiedene reaktionen von r2g, das ich nicht lache. wer so entschieden gegen videoüberwachung zur strafverfolgung ist, handelt verantwortungslos seinen mitbürgern gegenüber. wieso gibt es in münchen eigentlich wesentlich weniger überfälle, einbrüche und generell straftaten? hier bekommen straftäter freisprüche und sozialstunden. besetzte häuser ist asozial und nur bei r2g möglich. ein grund, warum links überall verliert!
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#5 TimonAnonym
  • 25.09.2017, 23:20h
  • Schon bezeichnend, dass sich CDU und FDP gar nicht dazu äußern.

    Selbst wenn man gegen volle Gleichstellung ist, kann man doch bei Gewalt nicht wegsehen...
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#7 Homonklin44Profil
  • 27.09.2017, 07:12hTauroa Point
  • Umfassende Akzeptanzarbeit, ja. Das müsste mal gesellschaftsweit umgesetzt werden, und auch an den Schulen vor allem gefördert werden.

    Es bringt allerdings auch nicht viel, wenn man solche Gewalt nicht vernünftig ahndet, und entsprechenden Gewalttätern maximal ein "Du du du" zuschubst. Anstatt Sozialstunden wäre da vielleicht auch sozialer Umgang in Form von Unterricht notwendig, denn etliche dieser Leute scheinen in Sachen Gemeinschaftskunde geschwänzt zu haben, oder haben schwerwiegende Defizite im alltäglichen Umgang mit anderen.

    Ansonsten wäre es wohl ganz gut, an entsprechenden Stellen die Video-Überwachung voranzubringen.

    Wenn man das nicht will, darf man es den LGBTIQ-Menschen nicht übel nehmen, wenn sie sich selbst sichern, und dann eben auch Waffen mitnehmen. Das ist dann die ganz natürliche Reaktion auf eine gefährlicher werdende Umwelt.
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#8 verfolgtAnonym
  • 15.10.2017, 11:54h
  • Wir-Nichtheterosexuellen schliessen uns an>leider wegen des fehlenden Geldes koenen wir dort mit euch nicht zusammen sein.Die Tickits nach Berlin koenen wir uns leiden nicht leisten und gibt es leider noch keine direkte Zugverbindung aus Breslau nach Berlin.obwohl uns die Stadt Berlin viel meher am Herzen liegt als uns nicht nur gerechtlich vernachlaessigtes und uns verfolgtes pis -Warschau .Die pis fromen polen sagen.;dass die nichtheterosexuellen als leher in den schulen nichts verloren haben .immer so war und ist weiter so.Die nichthetreosexuellen Lehrer verlieren die arbeitsstelle gleich danach.als die fromen und klerus nur bei einem lehrer vermutet ,dass er -lehrer nichtheterosexuell sein kaennte?Nach solcher entlassung findet so einer keine anstellunhg nicht nur in den schulen aber woander ,so ist es in der polnischen prowinz aber in breslau genauso.Unter dem pis und sener vetikanischen kirche ist die homofobie gross geschrieben und nict nur staaatlich erlaubt aber noch dazu bevorzugt.

    Dyhernfurth bei Breslau-brzeg dolny blisko wroclawia-- und Breslau selbst
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