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Hetze im Seminar

Dozent nannte Homosexuelle "krank" und "behindert": Lehrerlaubnis entzogen

Nach Angaben der Studierendenvertretung der TU Darmstadt musste ein homophober und rassistischer Lehrbeauftragter für Biologiedidaktik seinen Hut nehmen.


Eingangs- und Verwaltungsgebäude der Technischen Universität Darmstadt (Bild: Grffine / wikipedia)

Das Präsidium der Technischen Universität (TU) Darmstadt hat einem Lehrbeauftragen für Biologiedidaktik vorläufig die Lehrerlaubnis entzogen. Dies teilte der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) am Montag mit. Der Dozent soll sich seit Jahren in seinen Seminaren homophob, sexistisch und rassistisch geäußert haben.

Der AStA hatte die Ausfälle des namentlich nicht genannten Lehrbeauftragten in den vergangenen Monaten dokumentiert und dann die Uni-Leitung eingeschaltet. So soll er Lesben und Schwule wiederholt als "krank" und "behindert" bezeichnet haben. Nach Angaben der Studierendenvertretung habe er doziert, dass Homosexuelle "keine gleichwertigen Menschen seien und denen nicht die gleichen Rechte zugestanden werden sollten wie Heterosexuellen".

Studentinnen sollen "Mutterinstinkten" folgen

Darüber hinaus habe der Dozent seinen Studierenden empfohlen, den neuen hessischen Lehrplan zur Sexualerziehung zu boykottieren und offen mit der "Demo für alle" sympathisiert. Frauen soll er aufgefordert haben, sich um ihre "Mutterinstinkte" anstatt um ihr Studium zu kümmern. Kritische Studenten seien mit schlechten Noten oder der Androhung des Nicht-Bestehens der Lehrveranstaltung sanktioniert worden.

Dem Mann wird ferner vorgeworfen, "die Existenz von Menschenrassen propagiert" und außer Schul- und Didaktikbüchern auch einschlägige NS-Literatur wie "Die kleine Rassenkunde des deutschen Volkes" als Lektüre empfohlen zu haben. Seine grundlegende Vorlesung befasste sich nach Angaben der "Frankfurter Rundschau" auch mit der "historischen Entwicklung von Biologieunterricht in Deutschland".

Dass der Lehrbeauftragte auf Drängen der Studierenden nun keine Veranstaltungen mehr anbieten darf, sei ein "klares Signal", begrüßte die politische AStA-Bildungsreferentin Adriana Lanza die Entscheidung der Hochschule. "Solche regressiven und diskriminierenden Inhalte dürfen nicht an einer Universität gelehrt werden."

Das Präsidium der TU Darmstadt wollte sich selbst nicht öffentlich zu dem Fall äußern. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. (cw)



#1 SebiAnonym
  • 26.09.2017, 09:43h
  • Richtig so!

    Wer statt Wissen zu verbreiten, lieber hetzt und seinen persönlichen Hass über Fakten stellt, hat an einer Uni nichts zu suchen.

    Ich hoffe nur, dass der nie mehr an einer Uni oder gar Schule lehren darf...
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#2 goddamn liberalAnonym
#3 TuriAnonym
  • 26.09.2017, 10:15h
  • Ich hoffe das meine Uni jetzt auch mal guckt, wie so ein Mensch überhaupt eine Lehrstelle bekommen konnte.
    Und das es Jahre dauert bis so etwas auffliegt kann ja auch nicht das richtige sein.

    Aber immerhin war die TUD nicht so feige und hat sich auf die "Freiheit der Wissenschaft" berufen.
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#4 Patroklos
  • 26.09.2017, 10:42h
  • An der TU Darmstadt ist man konsequent, während die Universität Kassel weiterhin an Herrn Kutschera festhält, statt ihn im hohen Bogen zu entfernen!
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#5 Paulus46Anonym
  • 26.09.2017, 11:11h
  • Antwort auf #4 von Patroklos
  • "An der TU Darmstadt ist man konsequent, während die Universität Kassel weiterhin an Herrn Kutschera festhält, statt ihn im hohen Bogen zu entfernen!"

    --> Wohl wahr, wohl wahr. Kutschera hätte längst an der Uni Kassel entfernt werden müssen.
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#6 LorenProfil
#7 TheDadProfil
  • 26.09.2017, 12:30hHannover
  • Antwort auf #5 von Paulus46
  • ""--> Wohl wahr, wohl wahr. Kutschera hätte längst an der Uni Kassel entfernt werden müssen.""..

    Es hieße dann "von"..

    Die Fragen die sich hier stellen lauten dann auch :
    Wie heißt dieser Dozent ?
    Wo hat der seine Ausbildung gemacht ?
    Und wo sind die Querverbindungen zwischen diesem Dozenten und Herrn Kutschera zu suchen ?

    Nur in der Verdummbibelung, oder auch der gemeinsamen Profession der Biologie, vielleicht gemeinsamen Lehrern und Professoren bei denen sie gelernt haben ?
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#8 SebiAnonym
  • 26.09.2017, 12:56h
  • Antwort auf #4 von Patroklos
  • Ich bin ja nach wie vor dafür, bei solchen Leuten auch immer mal die Dissertations- und Habilitationsschriften zu überprüfen, ob da überhaupt alles mit rechten Dingen zugegangen ist, ob die nicht plagiiert haben und auch sonst wissenschaftliche Standards eingehalten haben und die Schöpfungshöhe überhaupt groß genug war.
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#9 AlexAnonym
#10 Terpsiphone
  • 26.09.2017, 17:37h
  • Kein Wort zu der Tatsache dass er auch transphobe Aussagen von sich gegeben hat, davon haben selbst die lokalen Medien ohne Fokus auf LGBT+ Themen berichtet.
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