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Spätes Coming-out

"Denver Clan"-Star Gordon Thomson ist schwul

Der Darsteller von Adam Carrington hat sich im Alter von 72 Jahren geoutet.


Gordon Thomson spielte als junger den Denver Clan"-Intriganten Adam Carrington

Besser spät als nie: Der 72-jährige Schauspieler Gordon Thomson, der vor allem für seine Rolle als Adam Carrington in der US-Serie "Denver Clan" bekannt ist, hat sich in einem am Montag erschienen Interview mit der Nachrichtenseite "Daily Beast" als schwul geoutet.

Der Kanadier erklärte in dem Interview, er habe sich erst so spät geoutet, weil ein Coming-out in den Achtzigerjahren "ohne Frage beruflicher Selbstmord" gewesen wäre. Später habe er nie etwas über seine sexuelle Orientierung gesagt, "weil ich gedacht habe, dass es Leute sowieso wissen." Jetzt sei er in einem Alter, in dem er offen über das Thema reden könne.

"Ich bin nicht besonders offen, weil das in meiner Generation einfach so ist, denke ich", erklärte der Schauspieler. Wie viele schwule Männer sei auch er "homophob" gewesen. "Als ich aufgewachsen bin, war es eine Straftat, später war es eine Geisteskrankheit", so Thompson. "Erst als Pierre Trudeau Premierminister von Kanada wurde, ich war damals so 23 oder 24 Jahre alt, war es keine Straftat mehr." Kanada hatte Homosexualität 1969 legalisiert.

Thomson schämte sich für seine Homosexualität

Weiter sagte Thomson, dass er sich wegen der homophoben Atmosphäre für seine sexuelle Orientierung geschämt habe. Darunter habe sein Privatleben erheblich gelitten: "Ich hatte mal einen Partner – das war aber kein großer Erfolg. Der Grund war wohl mein fehlendes Selbstwertgefühl."

Thomson spielte von 1982 bis 1989 den egoistischen Bösewicht Adam Carrington, der mehrfach sogar gegen seine eigenen Eltern intrigiert hat. Danach war er nur noch selten in TV- oder Filmrollen zu sehen, verschwand aber nie ganz von der Bildfläche: Er hatte etwa kleine Nebenrolle in "Poseidon" und "Little Miss Sunshine".

Direktlink | Eine klassische "Denver Clan"-Szene: Adam Carrington streitet sich mit seinem Filmpapa auf einer Treppe

Thomson übte auch einige Kritik an der Serie "Denver Clan": So bezeichnete er die Umsetzung des Coming-outs der Figur Steven Carrington als "Scheißdreck". Steven gilt als einer der ersten offen schwulen Serienfiguren, hatte aber trotzdem Affären mit Frauen – ein Zugeständnis an die damalige homophobe Atmosphäre, so Thomson.

Auch am Remake des "Denver Clan", das im US-Fernsehen am 11. Oktober startet, hat Thomson kein gutes Wort übrig: "Ich hab mir das kurz angesehen und war angewidert. Was zum Teufel macht [der Fernsehsender] CW? Das ist einfach nur Scheiße!"

In Deutschland wird die neue Serie voraussichtlich unter dem Originaltitel "Dynasty" einen Tag nach der US-Ausstrahlung im Streamingportal Netflix erhältlich sein. (dk)

Direktlink | Der "Denver Clan" 2.0 geht im Oktober los



#1 SanottheEhemaliges Profil
#2 Paulus46Anonym
  • 27.09.2017, 17:12h
  • Jetzt erst.. ???

    Sorry wenn man in Polen, in Rumänien oder in Russland, im Nahen Osten oder in einem Drittweltstaat lebt, könnte ich es nachvollziehen und gut verstehen, aber doch nicht in Kanada und erst Recht nicht in Kalifornien.

    Ich kann ja auch gut verstehen, dass man sich erst in der Altersstufe outet, wenn man zwischen 20 und 30 ist, und es noch nicht mit 18 oder 16 Jahre macht, das ist auch verständlich.

    Aber wenn man die Altersschwelle von 30 Jahren überschritten hat, sollte man doch echt sein Coming Out in einem westlichen Industriestaat hinter sich haben.
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#3 Matthäus52Anonym
  • 27.09.2017, 17:40h
  • Antwort auf #2 von Paulus46
  • Dass Du so gut wie kein Verständnis für die individuellen Notlagen Anderer hast, ist ja nun inzwischen hinreichend bekannt.

    Dir ist nur wichtig, was DIR nützt, was DICH weiterbringt. Da bleibt eben nicht viel Platz für Empathie.
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#4 JonDoeAnonym
  • 27.09.2017, 18:02h
  • Antwort auf #2 von Paulus46
  • Wow! Du musst ja schon ein SEHR beschraenktes Vorstellungsvermoegen haben, was die Beweggruende betrifft, sich nicht zu outen. Ausserdem einen bemerkenswerten Empathiemangel, bzw. fehlendes Einfuehlungsvermoegen, was den psychischen Zustand des Betreffenden angeht.
    Beschaeftige Dich zuerst einmal damit, bevor Du nochmal solch einen Stuss von Dir gibst.
    Ich gebe Dir mal ein paar Stichworte, die damit im Zusammenhang stehen:
    mangelndes Selbstwertgefuehl (steht ja schon im Text), Depression, Angst vor grossen "Umbruechen" (Abwendung von Verwandten und Freunden) im Umfeld und schliesslich auch moeglicherweise Resignation vor dem Hintergrund, dass es eh zu spaet ist (obwohl es auch Gegenbeispiele gibt, wie z.B. der 92- oder 95-Jaehrige. der sich erst kuerzlich im weiteren Umfeld geoutet hat; ich kann Dir aber versichern, dass Resignation, "idealerweise" auch in Verbindung oder als Folge einer Depression, eine "effektive" Grundlage bilden sich zu outen und vielleicht, aber wirklich auch nur "vielleicht", zu leben anzufangen und eine Beziehung einzugehen.).
    Also, bevor Du naechstes Mal wieder solch einen Dumpfsinn schreibst, schalte vorher mal Dein Hirn ein.
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#5 Ralph
  • 27.09.2017, 19:51h
  • Ist die Karriere vorbei, weil man Rentner ist (Thomson) oder weil man an den Drogen kaputtgegangen ist (Carter), versucht man sich noch mal interessant zu machen. Verschont uns doch endlich mit solchen Spätberufenen.
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#6 Paulus46Anonym
  • 27.09.2017, 20:18h
  • Antwort auf #5 von Ralph
  • "Ist die Karriere vorbei, weil man Rentner ist (Thomson) oder weil man an den Drogen kaputtgegangen ist (Carter), versucht man sich noch mal interessant zu machen. Verschont uns doch endlich mit solchen Spätberufenen."

    --> Ja das könnte wohl so zutreffen. Das sehe ich auch so,
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#7 AFD-WatchAnonym
  • 27.09.2017, 20:43h
  • Antwort auf #2 von Paulus46
  • "Aber wenn man die Altersschwelle von 30 Jahren überschritten hat, sollte man doch echt sein Coming Out in einem westlichen Industriestaat hinter sich haben."

    WANN DENN? Etwa 1975, als er die "Altersschwelle von 30 Jahren überschritten" hatte?
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#8 Patroklos
  • 27.09.2017, 21:37h
  • Antwort auf #3 von Matthäus52
  • "Dir ist nur wichtig, was DIR nützt, was DICH weiterbringt. Da bleibt eben nicht viel Platz für Empathie."

    Eine Selbsterkenntnis, die zu Dir paßt und mit dem Thema des Artikels gar nichts zu tun hat!

    Besser ein spätes Coming-Out als gar keins!
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#9 HoffnungProfil
  • 27.09.2017, 23:24hWiesbaden
  • Antwort auf #8 von Patroklos
  • Sag mal, bist du so schlau oder tust du nur so?! Der Kommentar war in dem Zusammenhang mehr als angebracht und richtig! Lern mal lesen und verstehen! Im Übrigen sind deine Kommentare hier fast immer ziemlich obsolet!!
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#10 LorenProfil