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Auftrittsverbot gefordert

Rapper Macklemore empört Homo-Gegner in Australien

Ein geplanter Auftritt des US-Künstlers im Rugby-Finale sorgt für Aufregung, weil er mitten im Volksentscheid über die Ehe-Öffnung seinen Toleranzsong "Same Love" singen will.


Macklemore will am Sonntag in Sydney auftreten (Bild: San Francisco Foghorn / flickr)

Der 34-jährige Rapper Macklemore ist plötzlich ins Zentrum der Debatte um die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht in Australien gerückt: Der aus Seattle stammende Künstler soll am Sonntag als Stargast beim nationalen Rugby-Finalspiel in Sydney auftreten.

Der geplante Auftritt während eines der traditionell populärsten australischen TV-Events des Jahres erzürnt Homo-Hasser, weil der Rapper bereits angekündigt hat, unter anderem seinen Song "Same Love" zu spielen. Das 2012 veröffentlichte Lied handelt von der Gleichberechtigung. So rappt er etwa: "Es gibt keine Freiheit, bis wir gleich sind. Verdammt richtig, ich unterstütze das." Macklemore sagte bei der Veröffentlichung, schwule Freunde hätten ihn zu dem Song inspiriert. In einem Interview fügte er damals an, er habe in der katholischen Kirche und im Hip-Hop eine homophobe Kultur kennengelernt und wolle dem etwas entgegensetzen.

Grund für die Aufregung: In Australien findet derzeit ein Volksentscheid statt, in dem die Bürger via Briefwahl darüber abstimmen können, ob Homosexuelle im Ehe-Recht gleichgestellt werden sollen oder nicht (queer.de berichtete).

Petition gegen Macklemore gestartet

In einer Online-Petition fordert der frühere Rugby-Spieler Tony Wall bei change.org ein Auftrittsverbot für Mackelmore: "Als ehemaliger Rugbyspieler, der seit zwölf Jahren mit einer Frau verheiratet ist und fünf Kinder hat, appelliere ich, dass LGBTIQ-Politik aus dem tollen Rugbysport herausgehalten werden soll." Es sei für ihn und andere Gegner der Ehe-Öffnung sonst unmöglich, dem Spiel beizuwohnen – er wolle auch nicht, dass seine Kinder den Auftritt sehen. Bislang haben 12.000 Menschen seine Petition unterzeichnet.

Auch der frühere Premierminister Tony Abbott, ein erbitterter Gegner von Homo-Rechten, protestierte gegen den Auftritt des Amerikaners. Die Fans sollten nicht einem politisierten Finalspiel ausgesetzt werden, so der konservative Politiker via Twitter.



Die rechtspopulistische Abgeordnete Pauline Hanson von der One Nation Party zeigte sich ebenfalls empört über den geplanten Auftritt: "Ich denke, die Leute sind es satt, über gleichgeschlechtliche Eheschließungen zu hören", sagte sie in einem Interview mit dem TV-Sender Seven Network. Sie forderte, dass ein australischer Sänger beim Rugby-Finale auftreten solle: "Wir haben so viele andere tolle Künstler in diesem Land." Auf Twitter bezeichnete sie Macklemore als "billigen amerikanischen Import".

Twitter / PaulineHansonOz


Macklemore selbst schaut eher belustigt auf die Proteste: "Ich habe viele Tweets von wütenden, alten weißen Typen aus Australien erhalten", sagte er am Donnerstag in einem Interview in der amerikanischen Radiosendung "The Cruz Show".

Die Australier haben noch über vier Wochen Zeit, ihre Stimme bei der Briefwahl abzugeben. Das nicht bindende Ergebnis soll am 15. November verkündet werden. (dk)



#1 SebiAnonym
  • 28.09.2017, 15:44h
  • Auch wenn die Homohasser demokratische Grundrechte nicht akzeptieren können, weil sie einen Gottesstaat haben wollen: aber so ist das halt in einer Demokratie, da herrschen Meinungs- und Kunstfreiheit.

    Dass die ernsthaft ein Auftrittsverbot für einen homofreundlichen Sänger fordert, belegt nur deren Wahnsinn, deren totalitäre Gesinnung und dass die sich selbst für die Herrscher halten.
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#2 LollipopAnonym
#3 JasperAnonym
  • 28.09.2017, 15:59h
  • "Footy fans shouldn't be subjected to a politicised grand final. Sport is sport!"

    Ja, Sport ist Sport. Und Musik ist Musik.

    Und genauso wie Macklemore den Fußballern nicht vorschreibt, wie sie zu spielen haben, haben sie ihm nicht vorzuschreiben, was er zu singen hat.

    Im übrigen ist das keine Politisierung, sondern er singt einfach einen seinen größten Erfolge. Und auch er hat das Recht (wie jeder andere auch) seine Meinung zu dem Volksentscheid zu äußern.
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#4 Hooray I am gayAnonym
#5 AchilleusProfil
#6 SebiAnonym
#7 JasperAnonym
#8 patrickAnonym
  • 29.09.2017, 09:28h
  • Ha! So viele tolle australische Stars?
    Hatt die gute Frau dabei an Kylie gedacht?

    Da würde sie also auch ne überraschung erleben, denn diese gute Fee ist auch seit Jahrzehnten eine verfechterin der Equality-Rights!

    Nur zu, fragt doch sie!!!
    Ihr seid dich einfach Luschen. Wenn man so überzeugt ist mit seiner Meinung recht zu haben und das die Mehrheit gegen die Homoehe stimmt, muss man doch vor einem 7min Song nicht so die Hosen voll haben, oder?
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