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Streit um Ehe für alle

Australien: Toleranz-Song von Macklemore springt auf Platz eins

Während die Kontroverse um den Auftritt des US-Rappers in der Halbzeitshow des Rugby-Finalspiels anhält, erlebt der Song "Same Love" einen zweiten Frühling.


Der Rapper Macklemore bei einem Auftritt in Dortmund (Bild: © Markus Felix | PushingPixels / wikipedia)

Fünf Jahre nach seiner Erstveröffentlichung hat der Macklemore-Song "Same Love" am Donnerstag den ersten Platz der australischen iTunes-Charts erobert. Grund für den Aufstieg des Liedes, in dem sich der Rapper aus Seattle auch ausdrücklich gegen die Diskriminierung Homosexueller ausspricht, ist die Kontroverse um einen Auftritt beim australischen Rugby-Finalspiel: Macklemore soll am Sonntag in Sydney während der Halbzeit des Spiels Melbourne Storm gegen die North Queensland Cowboys auftreten und hat bereits angekündigt, "Same Love" zu spielen (queer.de berichtete).

Gegner der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben zeigten sich empört über den Auftritt, weil derzeit in Australien ein Volksentscheid stattfindet, in dem die Bürger via Briefwahl darüber abstimmen können, ob Homosexuelle im Ehe-Recht gleichgestellt werden sollen oder nicht (queer.de berichtete).

Im Liedtext zum Song "Same Love", den Macklemore gemeinsam mit Ryan Lewis aufgenommen hat, wird hauptsächlich beklagt, dass Homosexuelle beschimpft und für minderwertig gehalten werden. Mehrere prominente Politiker, die sich gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Ehe-Recht ausgesprochen haben, forderten ein Auftrittsverbot für den US-Sänger, darunter auch der ehemalige Premierminister Tony Abbott.

Direktlink | Die Australier streiten darüber, ob ein US-Rapper in einem Rugbystadion diesen Song über Toleranz vortragen darf

Minister fordert Anti-Toleranz-Song bei Halbzeitshow

Einen besonders bizarren Vorschlag machte Immigrationsminister Peter Dutton. Der 46-Jährige forderte laut "The Australian": "Es sollten zwei Lieder gespielt werden, eines für die Homo-Ehe und eines dagegen." Macklemores Toleranzhymne bezeichnete der konservative Politiker als "politisches Statement, das den Australiern aufgezwungen wird".

Der konservative Premierminister Malcolm Turnbull hat dagegen kein Problem mit dem US-Sänger und erteilte Forderungen, den Auftritt zu verbieten, eine Absage: "Ich denke nicht, dass es meine Aufgabe ist, die Abspielliste der Halbzeitshow zu zensieren. Ich freue mich sogar darauf."

Macklemore führt nicht nur die iTunes-Charts in Australien an, sondern hat derzeit drei Hits in den Top-10. Sein aktuelles Lied "Good Old Days", das er gemeinsam mit Kesha aufgenommen hat, liegt auf Rang zwei. Hinzu kommt sein Song "Glorious" mit Skylar Grey, das auf Rang zehn steht. (dk)



#1 PinoAnonym
  • 29.09.2017, 14:01h
  • Super, dass die Australier den Homohassern zeigen, was sie von deren Boykott-Aufrufen halten und dass sie den Homohassern zeigen, dass sie mit ihren lächerlichen (und obendrein undemokratischen) Forderungen das genaue Gegenteil erreichen...
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#2 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 29.09.2017, 14:42h
  • Unglaublich, dass die sich in Down Under über die Ehe für alle streiten und es dort so viel Gegenwind gibt. Hätte ich nicht gedacht.
    Umso schöner ist es, dass er das Lied geschrieben hat und es auf Platz eins ist.
    Werdet laut, community in Down Under.
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#3 Jonny 90Anonym
  • 29.09.2017, 15:57h
  • """""""""""""""""""""""""""""""""""
    Einen besonders bizarren Vorschlag machte Immigrationsminister Peter Dutton. Der 46-Jährige forderte laut "The Australian": "Es sollten zwei Lieder gespielt werden, eines für die Homo-Ehe und eines dagegen."
    """"""""""""""""""""""""""""""""""""

    Fordert er auch, dass der Gegen-Song exakt gleich lang sein muss und in exakt derselben Lautstärke gespielt wird? Und dass jeder, der Macklemore hört, sich verplfichtend auch den anderen Song anhören muss?

    Das zeigt nur, wie bekloppt solche Menschen sind...

    """"""""""""""""""""""""""""""""""""
    Macklemores Toleranzhymne bezeichnete der konservative Politiker als "politisches Statement, das den Australiern aufgezwungen wird".
    """""""""""""""""""""""""""""""""""

    Das wird niemandem aufgezwungen oder wird irgendwer gezwungen, sich das anzuhören? Wer das Lied nicht hören will, braucht sich das auch nicht anzuhören.

    So einfach ist das.

    So viel Aufregung nur wegen eines Lieds... Manche Leute haben echt nichts besseres zu tun...
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#4 Jonny 90Anonym
  • 29.09.2017, 16:06h
  • Antwort auf #2 von BuntSchoen
  • """"""""""""""""""""""""""""""""
    Unglaublich, dass die sich in Down Under über die Ehe für alle streiten und es dort so viel Gegenwind gibt.
    """""""""""""""""""""""""""""""

    Nicht von der Mehrheit der Bevölkerung, sondern nur von einigen ewiggestrigen Politikern, die mit Populismus Wählerstimmen bekommen wollen und von einigen religiösen und rechten Fanatikern.
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#5 SebiAnonym
  • 29.09.2017, 16:51h
  • "[...] Politiker, die sich gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Ehe-Recht ausgesprochen haben, empört und forderten ein Auftrittsverbot für den US-Sänger [...]"

    Solche Homohasser beweisen immer wieder ihre undemokratische, totalitäre Gesinnung, indem sie alles verbieten wollen, was nicht ihrer eigenen Meinung entspricht. Die wollen sogar den Menschen vorschreiben, welche Musik sie hören dürfen und welche nicht.

    Wieso haben die etwas dagegen, dass andere sich ihr eigenes Urteil bilden? Insgeheim wissen die, dass die Mehrheit der Menschen intelligenter ist als sie selbst und mit solchen Verboten versuchen sie verzweifelt, dagegen anzukämpfen.
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#6 JustusAnonym
  • 29.09.2017, 17:14h
  • Alleine schon für solche Zensur-Versuche haben die Gegner eine krachende Niederlage auf ganzer Linie verdient...

    Das zeigt auch, dass dieselben Subjekte, die LGBTI ihre Rechte nehmen wollen, auch die Feinde von Grundrechten wie Redefreiheit und Freiheit der Kunst für alle anderen Menschen sind. Deswegen sollten auch alle Heteros denen zeigen, dass sie sich ihre Grundrechte nicht nehmen und ihre Intelligenz nicht absprechen lassen.
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#7 LeitkulturAnonym
  • 29.09.2017, 17:47h
  • "Einen besonders bizarren Vorschlag machte Immigrationsminister Peter Dutton...
    Macklemores Toleranzhymne bezeichnete der konservative Politiker als "politisches Statement, das den Australiern aufgezwungen wird"."

    Ist das nicht der dortige oberste "Stop The Boats"-Einwanderungshaft-Mauerschützer?

    Erinnert an hiesige Abschottungs-, "Grenzschutz"-und Abschiebemeister und ihre weiß-"abendländische" "Leitkultur", die sich gerade wieder überall breitmacht.

    Die eine Form der Menschenverachtung geht eben Hand in Hand mit der anderen.
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#8 hugo1970Profil
  • 29.09.2017, 20:51hPyrbaum
  • Was soll man noch sagen, wenn Teile der Konservativen gegen dieses schöne tiefstmenschliche künstlerische Beispiel sind?
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#9 BuntSchoenEhemaliges Profil
#10 TimonAnonym
  • 29.09.2017, 23:01h
  • Antwort auf #8 von hugo1970
  • Ja, letztlich machen die sich mit ihren Forderungen nur selbst lächerlich und zeigen welch Geistes Kind sie sind.

    Mir solchen abstrusen Forderungen treiben die nur noch mehr Menschen auf unserer Seite...
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