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Einzelkommentar zu:
Nur weil man Teil des Establishments ist, muss man sich nicht so verhalten


#9 HieristMarioAnonym
  • 01.10.2017, 12:55h
  • Es gibt Kritiker die angeblich aus dem Grund gegen die Ehe für jeden sind, weil Homosexuelle mit dem Bund der Ehe eine konservative Sache eingehen.

    Da frage ich mich, sind eingetragene Lebenspartnerschaften, in denen man sich fest zu einer Person bekennt, das nicht genauso? Genauso gut oder schlecht ist die "normale" Ehe. Es wird keiner konservativer nur weil er heiratet, entweder ist man es so oder so oder man ist es nicht.

    Egal wie andere das finden, jeder sollte die gleichen Rechte haben und wenn jemand heiraten möchte soll er das tun dürfen.

    Man kann sogar gegen das Konzept der Ehe sein und trotzdem solange es diese gibt, sich dafür einsetzen dass jedes Paar diese eingehen kann, denn alles andere ist Diskriminierung.

    Das erinnert mich an die Aussagen mancher Leute als es darum ging ob Frauen in der Bundeswehr als Soldatinnen dienen dürfen. Nach dem Motto, was ist denn daran toll zu lernen auf Menschen zu schießen und dieses als Begründung nehmen um dagegen zu stimmen.
    Man muss nicht verstehen warum jemand den Beruf des Soldaten erlernen möchte ( ich verstehe das auch nicht), man kann aber trotzdem solange es die Bundeswehr gibt, dafür sein dass Frauen dort nicht diskriminiert werden.

    Jetzt hat der Autor gar nichts dagegen gesagt, dass Homosexuelle heiraten dürfen, aber mein oben beschriebenes Argument habe ich leider von einigen queeren Menschen gehört.

    Das sich ausgeruht wird nur weil wie nun zum Establishment gehören glaube ich nicht.
    Jene die davor schon viel gekämpft haben für Gleichberechtigung von lgbti, die sich gegen Mobbing in Schule und Arbeit von lgbti eingesetzt haben usw.. werden dies auch weiter tun.
    Jene die sich nun nicht mehr einbringen, haben es davor, außer um für die Ehe (als letzte gesetzliche Angleichung) zu kämpfen, auch nicht getan.
    Auch bei den Politikern hat man schon die Unterschiede gemerkt, welcher sich engagiert "nur" für das Thema Ehe einsetzte, sonst aber wenig Ahnung von lgbti hatte und welcher sich umfassender mit dem Thema beschäftigte. So gesehen wird sich da nicht viel ändern, diejenigen die es ernst meinen werden weitermachen. Im Endeffekt trennt sich so die Spreu vom Weizen, man wird sehen wer es ernst meint. Hat also, neben der tollen Sache, dass es nun eine gesetzliche Gleichstellung gibt, was zusätzlich positives.
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