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München

Mord an 80-jährigem Schwulen nach 31 Jahren vor Gericht

Ein Callboy soll Anfang 1986 einen schwulen Rentner in der bayerischen Hauptstadt ermordet haben. Nach über drei Jahrzehnten wird dem inzwischen 56-Jährigen der Prozess gemacht.


Mord verjährt nie; das musste ein mutmaßlicher Schwulenmörder feststellen, dem 31 Jahre nach der Tat der Prozess gemacht wird (Bild: Hans Splinter / flickr)

Über 30 Jahre nach dem Mord an einem 80-jährigen schwulen Rentner hat am Mittwochvormittag vor dem Münchener Landgericht die juristische Aufarbeitung begonnen: Der heute 56-jährige Angeklagte Bozidar S. wird beschuldigt, das Opfer im Januar 1986 in dessen eigener Wohnung in der Auerfeldstraße erschlagen zu haben. Der damals 25-jährige Arbeitslose soll den Rentner aus Habgier getötet haben.

Opfer und Täter hatten sich laut Staatsanwaltschaft am Münchner Hauptbahnhof kennengelernt. Der 80-Jährige hielt dort nach einem Callboy Ausschau und entdeckte den jungen und schlanken S., der seine sexuellen Dienste gegen Bezahlung und Verköstigung anbot. Der Rentner nahm den Callboy mit serbischem Pass mit in seine Wohnung und stellte ihn dort noch seinen beiden Mitbewohnern vor. Diese verließen am Abend die Wohnung.

S. soll am selben Abend mit einem Aschenbecher und einer Parfümflasche brutal auf Kopf und Hals des 80-Jährigen eingeschlagen haben. Er riss auch das Telefonkabel aus der Buchse, damit das sterbende Opfer keine Hilfe holen konnte. Dann durchwühlte er die Wohnung nach Wertgegenständen. Der Rentner erstickte laut Anklageschrift um 1.45 Uhr an seinem Blut. Er wurde später halbnackt auf seinem Bett entdeckt.

Österreichische Behörden entdeckten mutmaßlichen Täter

Der mutmaßliche Täter konnte vergangenes Jahr durch Zufall ermittelt werden: Die österreichischen Behörden kontrollierten im Rahmen einer ausländerrechtlichen Überprüfung mit verfeinerten Methoden seine DNS, woraufhin der Computer eine Übereinstimmung mit dem Mordfall in München aufzeigte. Daraufhin wurde er in Wien, wo er jahrelange unbescholten gelebt hatte, verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert.

Für den Prozess sind insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt. Dem Angeklagten droht eine lebenslange Haftstrafe. (dk)



#1 MurmeltierAnonym
#2 OrthogonalfrontAnonym
#3 AlexAnonym
  • 04.10.2017, 17:38h
  • Na besser spät als nie.

    Hoffentlich finden sich noch weitere Beweise, weil ein DNA Treffer alleine nicht ausreichend ist.
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#4 LaurentProfil
#5 SchlüssigAnonym
  • 04.10.2017, 19:43h
  • Antwort auf #4 von Laurent
  • Wie ommst Du denn darauf?
    Das Opfer war natürlich damals 80 und nicht erst jetzt.
    Aber darauf, dass hier auf dem Altersunterschied bzw. auf dem Umstand, dass der alte Herr sich einen Callboy gönnen wollte, wieder dümmlich herumgeritten wird und damit wie schon so häufig hier Täter/Opfer Umkehr betrieben wird,
    ja darauf warte ich auch schon ebenso wie Murmeltier. Besser gesagt: Ich befürchte es.
    Gerade aus Deiner Ecke zum Beispiel.
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#6 LaurentProfil
  • 04.10.2017, 19:55hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #5 von Schlüssig
  • Tatsächlich, natürlich kann man da nicht zurückrechnen.

    Von Täter-Opfer-Umkehr würde ich nicht sprechen; je nach Lage des Falles, in der Rückschau kann das nicht beurteilt werden, allenfalls von Leichtsinn.
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#7 schwarzerkater
  • 04.10.2017, 20:57h
  • Bin ja mal gespannt, welche Ausreden der mutmaßliche Täter vor Gericht präsentieren wird, um das Opfer zu diskreditieren.
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#8 AlexAnonym
#9 TheDadProfil
#10 Patroklos