Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29810

Rom

Schwuler Regisseur Sebastiano Riso von Homo-Hassern angegriffen

Der Regisseur muss wegen einer offenbar homophob motivierten Attacke die nächsten Tagen im Krankenhaus verbringen.


Sebastiano Riso ist offenbar das Opfer von Homo-Hassern geworden (Bild: TGLFF)

Der italienische Regisseur Sebastiano Riso ist am Montagnachmittag vor seinem Haus in Rom offenbar wegen seiner sexuellen Orientierung von zwei Männern attackiert und verletzt worden. Das berichtet die Zeitung "La Repubblica".

Der 34-jährige Schwule, der bislang mit "Dunkler als die tiefste Nacht" und "Una famiglia" (Eine Familie) zwei Langfilme veröffentlichte, muss wegen seiner Verletzungen laut dem Bericht zehn Tage im Krankenhaus bleiben. Er erlitt unter anderem Verletzungen im Brustbereich und im Gesicht.

Täter beleidigten Riso wegen seines neuen Filmes

Der Angriff sei "gegen mich als Homosexuellen, als Regisseur und als Mensch" gerichtet gewesen, erklärte Riso in einer Pressemitteilung. "Als Homosexueller, weil mich [die Angreifer], während ich geschlagen wurde, mit homophoben Sprüchen beleidigten. Als Regisseur, weil die Beleidigungen auf die Themen verwiesen, die ich in meinem neuesten Film behandelt habe – etwa, dass es für schwule Pärchen möglich ist, ihre eigenen Familien zu gründen". Die Gewalt habe sich auch gegen die Neigung des Regisseurs gerichtet, sich durch seine Arbeit auszudrücken, Riso beteuerte: "Trotz der Angst und der Wut bin ich sicher, dass ich weitermachen werde wie bisher, vielleicht sogar mehr als zuvor."

Sein aktueller Film "Una Famiglia" handelt von einem Hetero-Paar, das Kinder an schwule Paare verkauft. Der Film wurde vergangenen Monat beim Filmfestival in Venedig vorgestellt und ist inzwischen in Italien angelaufen.

Direktlink | Der Trailer zum aktuellen Film von Sebastiano Riso, der noch nicht in Deutschland gezeigt wurde

In Italien sorgte die Einführung von eingetragenen Partnerschaften im vergangenen Jahr für Aufregung (queer.de berichtete). Insbesondere die katholische Kirche polemisierte gegen das Gesetz, das Homo-Paaren mit Ausnahme des Adoptionsrechts weitgehend gleiche Rechte wie Hetero-Paaren gibt. (dk)



#1 SebiAnonym
  • 04.10.2017, 15:32h
  • Das zeigt wieder mal, dass Homohasser vor nichts zurückschrecken - nicht mal vor Gewalt.

    Und es zeigt, dass die Regierungen aller europäischen Staaten und auch die EU selbst, vielmehr gegen Homohass und Transhass unternehmen müssen.

    Außerdem müssen endlich die Strafen bei Hassverbrechen viel höher ausfallen. Es kann nicht sein, dass bei solchen Verbrechen immer wieder religiöse Überzeugungen als mildernde Umstände gewertet werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 TimonAnonym
  • 04.10.2017, 16:03h
  • "Trotz der Angst und der Wut bin ich sicher, dass ich weitermachen werden wie bisher, vielleicht sogar mehr als zuvor."

    Das ist (auch wenn es schwerfällt) die einzige richtige Antwort.

    Wenn man nachgibt, haben die Faschisten ihr Ziel erreicht und drehen danach erst richtig auf.

    Man muss nach solchen Taten weiter machen wie bisher oder sogar noch stärker. Man darf sich nicht sein Leben wegnehmen lassen.

    Gute Besserung...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Thomas LAnonym
  • 04.10.2017, 17:50h
  • "Insbesondere die katholische Kirche polemisierte gegen das Gesetz, das Homo-Paaren mit Ausnahme des Adoptionsrechts weitgehend gleiche Rechte wie Hetero-Paaren gibt. "

    Ist ja klar, dass die Katholiban bei Hetze wieder ganz vorne mit dabei ist. Anders können die ihre Schäfchen gar nicht mehr auf Linie halten.

    Wann werden die Täter der Worte, die die Schläger erst aufwiegeln, endlich genauso bestraft wie die Ausführer der Tat? Die Katholiban betreibt nicht nur systematischen Kindesmissbrauch, sondern auch systematische Volksverhetzung.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Patroklos
#5 FelixAnonym
#6 RobinAnonym
  • 05.10.2017, 10:39h
  • Solche Taten zeigen, dass wir noch mehr Aufklärung, mehr mediale Präsenz, mehr Sichtbarkeit, etc. brauchen.

    Man muss solchen Faschos zeigen, dass nicht wir die Minderheit sind, sondern sie und dass sie diejenigen sind, von denen Gefahr ausgeht.
  • Antworten » | Direktlink »