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Ermittlungen wegen Beleidigung

Gay-Profil für Ex-Freund angelegt: Strafanzeige

Ein 26-jähriger Leizipger wunderte sich über Nachrichten von schwulen Männern mit "eindeutigen Abbildungen" – Schuld war wohl seine Ex.


Nicht alle freuen sich über viele Nachrichten über Planetromeo und Co. (Bild: Planetromeo)

Wegen einer mutmaßlichen Racheaktion nach einem Beziehungsende ermittelt seit Mittwoch die Polizei in Leipzig. Zwei Tage nachdem er mit seiner drei Jahre älteren Freundin Schluss gemacht hatte, bekam ein 26-Jähriger seit Dienstag plötzlich zahlreiche Emails, Messenger- und SMS-Nachrichten von schwulen Männern, teils mit "eindeutigen Abbildungen".

Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass jemand ein Profil auf einer Gay-Datingseite für den heterosexuellen Leipziger angelegt hat – inklusive der Kontaktmöglichkeiten sowie dessen Wohnadresse. Der Verdacht des 26-Jährigen fiel sofort auf seine Ex, die am Sonntag sinngemäß getobt haben soll, das Schlussmachen werde ihn noch teuer zu stehen kommen.

Der Leipziger stellte Anzeige wegen Beleidigung. Darüber hinaus ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen den Datenschutz. (cw)



#1 Patroklos
  • 05.10.2017, 08:55h
  • Da kann man nur sagen: dumm gelaufen! Der Typ wird seine Gründe gehabt haben, weshalb er die Bezeihung zu dieser Frau beendete und die sollte damit endlich klarkommen!
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#2 tomsenAnonym
  • 05.10.2017, 09:38h
  • Wobei ich die Anzeige ablehnen würde, schwul ist meiner Meinung nach nix was "Beleidigung" erfüllen würd
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#3 WeltfernAnonym
  • 05.10.2017, 09:56h
  • Beleidigung ist in diesem Fall sicher nicht zutreffend. Identitätsraub und Stalking würden mir als Tatbestände einfallen. Bescheuerte Aktion.
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#4 AliCaponeAnonym
  • 05.10.2017, 10:47h
  • Der Begriff "Beleidigung" ist ungünstig -
    Es klingt als wäre es eine Beleidigung für schwul gehalten zu werden, und das wäre dann eine Beleidigung für alle Schwulen.
    Die ungefragte Weitergabe der Kontaktdaten und das Einstellen falscher Informationen das ist übel.
    Man sieht hieran welchen Geistes Kind die Ex ist.
    Sie hat sehr wahrscheinlich etwas "als Strafe" ausgewählt von dem sie glaubt oder weiß dass es ihren Ex-Freund tief treffen würde.
    Vielleicht ist das auf längere Sicht ein Gewinn für ihren Ex-Freund.
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#5 EulenspiegelAnonym
  • 05.10.2017, 11:51h
  • Antwort auf #2 von tomsen
  • Ich würde mal sagen sexuelle Belästigung, und das ist strafbar. Genauso wie der Kollegin an den Arsch fassen.

    Er hätte genauso gelitten wenn Sie ihn auf Hetero-Fetischseiten als "Sklaven" angeboten hätte oder sonstwas und er das nicht will.
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#6 DaveAnonym
  • 05.10.2017, 12:41h
  • Das bringt sowieso nichts. Hat mein Ex auch mit mir gemacht... Auch samt Adresse, Real-Name, Bildern und so weiter... Wurde auf Grund öffentlichen Desinteresse eingestellt. Deutsche Justiz eben.
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#7 StrafbarkeitAnonym
  • 05.10.2017, 12:51h
  • Wenn der/die Täter/in ein Bild eines anderen unbefugt verwendet, kann schon allein dies die Strafbarkeit begründen.

    Wenn jemand anderer als 'schwul' bezeichnet wird, ist das grds. eine wertneutrale Tatsache und damit nicht strafbar. Eine Strafbarkeit kann aber möglich sein, wenn sich aus der Art der Äußerung eine beleidigende Wirkung ergibt. Strafbar kann es z.B. sein, jemand anderen als "Schwuchtel" zu bezeichnen. Es hängt dabei immer viel vom konkreten Fall ab.

    Das Fake-Profil könnte hier aber trotzdem eine Strafbarkeit wegen Ehrverletzung darstellen. Das hängt dann auch von den Profilangaben ab. Die Frage ist dann z.B., ob es in der öffentlichen Meinung als Verletzung der Ehre angesehen wird, wenn über einen anderen behauptet wird, er wäre auf der Suche nach Sex-Dates. Es hängt immer vom Einzelfall ab.
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#8 NajaAnonym
  • 05.10.2017, 13:01h
  • Antwort auf #6 von Dave
  • Dass das Verfahren bei dir eingestellt wurde, verwundert etwas und kann man so sicherlich nicht pauschalisieren.

    Neben einer Strafbarkeit wären zusätzlich übrigens auch Schadensersatzansprüche bzw. Schmerzensgeld denkbar (auch trotz Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft), wobei man auch hier natürlich nichts pauschalisieren kann.
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#9 NajaAnonym
  • 05.10.2017, 13:18h
  • Antwort auf #6 von Dave
  • Der "Stalking"-Paragraph wurde dieses Jahr übrigens noch etwas verschärft. Wer fremde Kontaktdaten missbräuchlich angibt, damit die angegebene Person dann von Dritten angeschrieben wird, macht sich künftig daher noch schneller strafbar.
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#10 schwuler NichtdtschrAnonym