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Streit um Eheschließungen

Zu homofreundlich: Anglikaner bestrafen schottische Kirche

Wie zuvor die US-Anglikaner hat die anglikanische Weltkirche nun auch ihren schottischen Ableger sanktioniert, weil dort Homosexuelle nicht länger bei Eheschließungen diskriminiert werden.


Vertreter der schottische Episkopalkirche beim CSD in Glasgow (Bild: Christine McIntosh / flickr)

Die anglikanische Kirche hat bei einem Treffen im englischen Canterbury laut britischen Medienberichten am Dienstag Strafmaßnahmen gegen die schottische Kirche verhängt. Die Mehrheit der anglikanischen Kirchenprovinzen protestierte damit gegen die von der "Scottish Episcopal Church" im Juni diesen Jahres beschlossene Legalisierung von Ehezeremonien für gleichgeschlechtliche Paare in der Kirche (queer.de berichtete).

Die schottische Glaubensgemeinschaft war damit die erste Traditionskirche in Großbritannien, die gleichgeschlechtliche Paare in der Ehe-Frage nicht mehr grundsätzlich ausschließt. Die erste Eheschließung in einer anglikanischen Kirche wurde vergangenen Monat in Edinburgh gefeiert. Allerdings haben Pfarrer nach wie vor das Recht, sich zu weigern, gleichgeschlechtliche Paare zu trauen.

Stimmrechtsentzug für drei Jahre

Als Strafe hat die schottische Kirche in den nächsten drei Jahren kein Stimmrecht mehr bei gemeinschaftlichen Entscheidungen. Damit wurde die selbe Strafe verhängt wie vergangenes Jahr gegen die amerikanische Episkopalkirche, weil sie ebenfalls gleichgeschlechtliche Eheschließungen durchgeführt hatte (queer.de berichtete).

Die anglikanische Kirche, der weltweit mehr als 80 Millionen Gläubige in 39 Kirchenprovinzen angehören, streitet bereits seit Jahren über die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben. Insbesondere in Afrika und Asien, aber auch bei konservativen Anglikanern in westlichen Ländern, führte die Anerkennung von sexuellen Minderheiten zu Drohungen, aus der Anglikanischen Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden.

Die "Scottish Episcopal Church" hat nach dem Entzug des Stimmrechts bereits angekündigt, sich nicht von homofeindlichen Anglikanern einschüchtern lassen zu wollen. Kirchenchef Mark Strange erklärte zwar, dass die Gleichstellung von Homosexuellen "für Verletzungen und Wut in Teilen der anglikanischen Gemeinde" gesorgt habe. Seine Kirche habe aber entschieden, dass "Liebe Liebe bedeutet", egal welche sexuelle Orientierung eine Person habe. Man werde versuchen, das Verhältnis mit anderen Kirchenprovinzen zu kitten, aber die rechtmäßig in der Landessynode getroffene Entscheidung zur Ehe-Öffnung nicht rückgängig machen. (dk)



#1 SebiAnonym
#2 Paulus46Anonym
  • 05.10.2017, 16:51h
  • ". Damit wurde die selbe Strafe verhängt wie vergangenes Jahr gegen die amerikanische Episkopalkirche, weil sie ebenfalls gleichgeschlechtliche Eheschließungen durchgeführt hatte" [...]

    --> Seltsam warum wurde dies bei der Anglikanischen Kirche in den Vereinigten Staaten und bei der Schottischen Kirche gemacht, aber bei der Anglikanischen Kanadischen Kirche nicht, denn auch in der Anglikanischen Kirche in Kanada (Anglican Church in Canada) wurde vor paar Jahren die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare kirchenrechtlich durch Synodenentscheid beschlossen.

    Es gibt mit den Anglikanischen Kirchen in Schottland, in den Vereinigten Staaten und Kanada mittlerweile DREI Anglikanische Kirchen, in denen gleichgeschlechtliche Paare eine Trauung erhalten können.
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#3 DoppelmoralAnonym
  • 05.10.2017, 17:14h
  • "Kirchenchef Mark Strange erklärte zwar, dass die Gleichstellung von Homosexuellen "für Verletzungen und Wut in Teilen der anglikanischen Gemeinde" gesorgt habe."

    Liebe verletzten und wütenden Anglikaner:
    Warum kehrt ihr nicht einfach wieder zur katholischen Kirche zurück?
    Schon vergessen, dass es eure Kirche nur gibt, weil euer Gründer so heiraten wollte, wie es ihm passte und seine Handlung für "Verletzung und Wut in Teilen" der katholischen Kirche gesorgt hat?
    Packt euch mal an die eigene Nase!
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#4 PiepmatzAnonym
  • 05.10.2017, 17:17h
  • Eine Kirche, die ihre Existenz dem Wunsch eines Königs verdankt, zu heiraten, wen er will, will nicht zulassen, dass man in ihr heiratet, wen man will. Das hat schon was Ironisches.
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#5 PiepmatzAnonym
#6 Paulus46Anonym
  • 05.10.2017, 17:23h
  • Antwort auf #4 von Piepmatz
  • Übrigens auch die reformierte Church of Scotland befürwortete in einer ersten Abstimmung in diesem Jahr die kirchliche Trauung gleichgeschlechtlicher Paare. Bei der kommenden Synode muss darüber erneut abgestimmt wetden, damit diese Reform kirchenrechtlich auch in der Church of Sctoland in Kraft treten kann.

    Gespannt sein darf man diesbezüglich auch auf die Entwicklungen in der Anglikanischen Kirche in Neuseeland und Ozeanien, wo derzeit Beratungsprozesse in Gange sind.
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#7 MacGyverAnonym
  • 05.10.2017, 17:46h
  • Es sieht so aus, als ob Schottland nach dem Brexit in der EU besser aufgehoben ist als im Uneinigen Königreich, wo z.B. auch die protestantischen Christen in Nordirland das diskriminierende Eheverbot für Schwule und Lesben mit Forken und abgebrochenen Bierflaschen verteidigen.
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#8 stromboliProfil
  • 06.10.2017, 11:01hberlin
  • Antwort auf #6 von Paulus46
  • tinnitus, da sind wir doch alle voller erwartung und beten gern ein vater unser...

    Wen interessiert denn der scheiß, den die da, oder du hier, abziehst.

    Ja ja. kommt jetzt die liste aller chrischlichen sekten, die den homos den hintern putzen wollen.
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#9 Paulus46Anonym
  • 06.10.2017, 11:15h
  • Antwort auf #8 von stromboli
  • "Wen interessiert denn der scheiß, den die da, oder du hier, abziehst.

    Ja ja. kommt jetzt die liste aller chrischlichen sekten, die den homos den hintern putzen wollen."

    --> Ja, ja... das kennen wir bei Dir; es passt dir halt nicht, dass eine ganze Reihe an christlichen Kirchen mittlerweile als LGBT-freundliche einzustufen sind und kirchliche Trauungen ermöglicht haben. Zuletzt halt die Landeskirche Baden in Deutschland, die anglikanische Kirche in Schottland und als weitere Kirchen dürften wohl die reformierte Church in Scotland, die anglikanische Kirche in Neuseeland und dann die EKD-Landeskirche Norddeutschland folgen.

    Bei Dir frage ich mich echt, ob Du überhaupt an LGBT.Rechten interessiert bist, oder ob es Dir nur um Atheismuspropaganda geht.
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#10 Patroklos