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Kommentare zu:
Großbritannien: Es gibt immer weniger Heterosexuelle


#1 3twefsdgsdAnonym
  • 05.10.2017, 17:22h
  • Zu bemängeln ist die Überschrift "Es gibt immer weniger Heterosexuelle". Selbst wenn der Anteil von Heterosexuellen im Laufe der Zeit sich ein wenig ändert (viel ändern wird er sich mit Sicherheit nicht), dann doch eher über sehr lange Zeiträume von Jahrhunderten, denn die Evolution ist nicht so schnell. Der Anteil von Heterosexuellen wird bestimmt nicht innerhalb einer Generation rasant ansteigen oder fallen können. Der Titel behauptet das aber. Vielmehr geht es um eine Statistik, wo Menschen sich selbst einstufen sollen.

    Nun zur Statistik ansich:

    Solche Statistiken sind immer wenig aussagekräftig.

    Es gibt Schwule, Lesben, Bisexuelle, die aus den verschiedensten Gründen ihre sexuelle Orientierung bei solchen Umfragen als heterosexuell angeben.

    Und es gibt Heterosexuelle, die aus den verschiedensten Gründen (z. B. Sympathie mit LGBT) angeben sie seien schwul, lesbisch oder bi.

    Es gibt viele Schwule, die an AIDS gestorben sind und jetzt nicht mehr leben.

    Schwule, Lesben und Bisexuelle leben meist viel lieber in der Stadt als auf dem Land. Jüngere Menschen leben meist lieber in der Stadt als auf dem Land. Daher stellt sich auch die Frage wie repräsentativ die Umfrage ist. Hier besteht bei nicht repräsentativen Stichprobenziehungen meist das größte Potenzial von Verzerrungen, etwa wenn die Umfrage nur in städtischen Regionen durchgeführt wurde.

    Es gibt immer soviele Umfragen, und verschiedene Umfragen kommen oft zu deutlich unterschiedlichen Resultaten.

    Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

    Ich kann mit Excel auch schön aufbereitete Säulen und Statistiken erstellen. Zum Beispiel auf Basis einer Umfrage in Berlin Mitte. Hauptsache schön aufbereitet, dann glauben die Menschen das wär allgemeingültig...
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#2 TraumzerstörerinAnonym
  • 05.10.2017, 17:48h
  • Das Problem bei solchen Umfragen ist doch auch, dass lediglich die derzeitige Identität einer Person abgefragt wird. Die Aussage dazu kann von vielem beeinflusst sein: Tabu, Verdrängung, kein Bewusstsein für die eigene sexuelle Orientierung, sexuell völlig unerfahren, usw.

    Würde man das wirklich messen wollen, müsste man 10.000 Probanden und Probandinnen suchen und sie vor einen Bildschirm setzten, ihnen so ein Messgerät für Schwellkörper installieren, und dann bei entsprechenden Szenen die Erregung messen.
    Dann würde man ein wissenschaftlich repräsentatives Ergebnis erhalten. Aber auch nur, wenn mindestens 10 verschiedene Szenen von entsprechenden vorstellbaren sexuellen Orientierungen gezeigt werden, denn wenn man lediglich 3 Filme zeigen würde, wäre das Ergebnis wieder verfälscht, denn wenn z.B. die Protagonisten in dem Film, den Probanden oder Probandinnen nicht gefallen, passiert nachher auch nichts.

    Alles andere ist reine Spekulation, gibt lediglich an, wie Leute sich identifizieren, nicht wie sie tatsächlich sexuell ticken.
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#3 Yasin MustafaAnonym
  • 05.10.2017, 17:53h
  • Mich hat der Schlag gestroffen, als ich meine liebe Queer geöffnet habe!

    "Großbritannien: Es gibt immer weniger Heterosexuelle"

    Wen soll ich denn dann anknuspern, wenn's plötzlich weniger fesche und naive Burschen gibt?
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#4 JustusAnonym
  • 05.10.2017, 17:58h
  • Das wundert mich überhaupt nicht:
    je freier und liberaler eine Gesellschaft ist, desto mehr kann man sein eigenes Leben verwirklichen.

    Früher gab es genauso viele Schwule und Lesben - nur haben viele das unterdrückt...
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#5 Crikkie
  • 05.10.2017, 18:33h
  • "LGBTI-Aktivisten sehen den Anstieg als Folge der LGB-freundlicheren Rahmenbedingungen auf der Insel."

    So wird es sein: nicht die Anzahl der Heterosexuellen ist gesunken bzw. die der LGBTIs gestiegen, sondern die Anzahl der LGBTIs, die sich aufgrund der liberaleren Situation aus dem Schränkchen heraustrauen ist größer geworden. Auf die "tatsächlichen" Zahlen hätte das keinen Einfluss.
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#6 GeorgFalkenhagenProfil
  • 05.10.2017, 19:00hBremen
  • Aha, es wurde also jetzt endlich statistisch erwiesen, dass Menschen in unserem fortgeschrittenen Zeitalter "schwuler" werden und dies auch zugeben.

    Das halte ich aus den folgenden Gründen für gut:

    Erstens: Es trifft tatsächlich zu, dass Homosexualität eine probates Mittel ist, um die weitere ausufernde Vermehrung der Gattung des homo sapiens einzudämmen.

    Zweitens: Es ist erwiesen, dass die oben genannte Säugetierart "Mensch" [lat.: homo] unseren Planeten ausplündert und bald keine natürlichen Ressourcen zum Überleben zur Verfügung stehen werden, unschwer erkennbar am Klimawandel.

    Drittens: Zur Aussiedlung ins Weltall sind ist die Menschheit noch lange Zeit nicht in der Lage.

    Und wo bleibt jetzt mein Friedensnobelpreis?
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#7 dermaxAnonym
#8 AktivistAnonym
  • 05.10.2017, 19:57h
  • Antwort auf #4 von Justus
  • Ja, und dieses liberalere Klima kommt sowohl durch rechtliche Fortschritte, als auch mehr Präsenz in den Medien und mehr offen schwule/lesbische Promis.

    Und auch durch die LGBTI in Großbritannien selbst. Ich bin regelmäßig in London und wenn ich dort durch die Straßen gehe, kommt einem alle 5 Minuten ein schwules Paar händchenhaltend entgegen. In Soho sogar noch mehr.

    Sowas macht das Thema viel präsenter und je selbstverständlicher wir selbst damit umgehen, desto eher tun es auch andere. Das heißt nicht, dass man Risiken eingehen muss und nachts händchenhaltend an einer Gruppe Neonazis vorbeilaufen muss. Aber wo möglich, sollten wir auch Fahne zeigen.
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#9 hugo1970Profil
#10 FactsAnonym
  • 05.10.2017, 20:17h
  • Die Überschrift hat mich ebenfalls etwas verwundert. Vor allem beim Lesen des letzten Absatzes merkt man dann, dass es etwas ironisch/sarkastisch gemeint ist.

    Ich fände es trotzdem besser, wenn man mehr bei den Fakten bleibt: Es gibt nicht weniger Heteros, und es gibt wohl auch nicht mehr Lesben/Schwule/Bis als früher, sondern es gibt heutzutage halt einfach mehr LGBT, die zu sich stehen und sich nicht verstecken. (Und wie schon gesagt wurde, Statistiken sind ohnehin nicht unbedingt fehlerfrei.)
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#11 Patroklos
  • 05.10.2017, 20:54h
  • Unter den 93,4 Prozent sind mit Sicherheit einige Personen darunter, die in Bezug auf die sexuelle Orienteriung noch im Schrank sind und sich noch nicht zu einem Coming-Out als Schwuler, Lesbe, Bi- und Pansexueller sowie Transperson entschließen konnten.
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#12 AchilleusProfil
  • 05.10.2017, 21:24hDuisburg
  • Antwort auf #11 von Patroklos
  • Vermutlich ist es so, geliebter Freund.

    In Deutschland geben 4% der Männer an, schon einmal passiven Analverkehr gehabt zu haben. Und zwar nach einer Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt.

    www.queer.de/detail.php?article_id=29515

    In Grossbritannien sind nun 2% aller Befragten lesbisch, schwul und bisexuell.

    Das scheint mir etwas wenig.

    Oder die deutschen Homosexuellen sind schlichtweg etwas domonanter und suchen sich zur Paarung fremde Männchen, die sie nach der Befruchtung wieder ihre Wege ziehen lassen (Frau & Familie).

    Im übrigen einen herzlichen Glückwunsch nach Grossbritannien für den Literaturnobelpreis an Kazuo Ishiguro.

    Etwas können Sie dort ja anscheinend.
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#13 DimaAnonym
#14 hugo1970Profil
  • 05.10.2017, 22:14hPyrbaum
  • Wie währe es damit?
    In Großbritanien trauen sich immer mehr zu Ihrer Sexualität in Umfragen zu stehen.
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#15 remixbeb
  • 05.10.2017, 22:43h
  • Antwort auf #4 von Justus
  • Ich weiß nicht, ob sie es unterdrückt haben. Vielleicht sind sie einfach weniger offen damit umgegangen. Ich weiß zwar, was die Überschrift meint, dennoch ist sie natürlich Blödsinn. Ich denke, die Zahl von Menschen, die sich nicht der gängigen sexuellen Orientierung zuordnen lassen, war und ist immer mehr oder weniger gleich groß. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen begünstigen hingegen nur, ob diese Menschen dazu stehen oder nicht. Wäre es anders, hätten ja tatsächlich die Neu-Rechten Vollpfosten recht. Dass vermeintlich Heterosexuelle plötzlich Schwul oder Lesbisch etc. Werden, nur weil die Gesellschaft offener dafür wird. Das wage ich doch stark anzuzweifeln. Man ist homo bi trans oder man ist es nicht. Man wird es nicht, weil man grade Mal Bock drauf hat
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#16 Homonklin44Profil
  • 06.10.2017, 07:54hTauroa Point
  • Genau wie in Nr # 14 wird das wohl sein. Also die verbesserten Rahmenbedingungen, und dass die Verfolgung, Diskriminierung und Herabwertung von LGBTIQ abgenommen hat, führt zu mehr ehrlichen Angaben, und nicht mehr Leute "werden" LGBTIQ oder sowas. Seit auch Bisexualität mehr und mehr als eigene Orientierung anerkannt wird, bzw. die Leute darüber lernen, dass es das gibt und dass das keine Fantasie ist, kommen da sicher noch einige mehr zu.

    Wenn man alle mit einbezieht, die nicht normativhetero ticken, wird das wahrscheinlich an die 6-10% heran reichen, inklusive Dunkelziffer derer, die es für sich behalten.

    Also einen Anstieg gibt es nur bei der Offenheit dazu, daher auch keinen Rückgang bei den Heterosexuellen. Wenn man mal die weglässt, die sterben, und die gibt es bei allen anderen auch.
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#17 JasperAnonym
  • 06.10.2017, 10:23h
  • Es ist ein gutes Zeichen, dass in Großbritannien immer mehr Menschen zu sich selbst stehen können. Denn der Anteil bleibt ja gleich, nur dass die Menschen das heute offener zeigen können oder auch in Befragungen ehrlich antworten.

    Schade, dass ausgerechnet dieses Land aus der EU raus will. Da sollte lieber einer der Homohasser-Staaten raus aus der EU. Der Brexit ist auch ganz wesentlich Schuld von Angela Merkel, die sich immer wieder als Königin von Europa aufspielt.

    Ich kann nur hoffen, dass wir in Deutschland auch bald die Situation haben, wo immer mehr LGBTI offen leben können und sich nicht mehr verstecken müssen.

    Dafür brauchen wir dringend mehr rechtliche Gleichstellung, besseren Schutz vor Diskriminierung und Gewalt, mehr Aufklärung an Schulen, etc.
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#18 hugo1970Profil
#19 Peter-LAnonym
  • 06.10.2017, 16:30h
  • Antwort auf #3 von Yasin Mustafa
  • Ich Glaube dass wenn es so weiter geht im Schönen Großbritannien. Es bald von Englischen Königspalast die Nachrichten Meldung kommt.
    " DIE KÖNIGSFAMILIE MELDET DASS DER PRINZ VON ENGLAND EINEN PRINZ VON XXX HEIRATET ODER PRINZESSIN VON ENGLAND DIE PRINZESSIN VON XXX HEIRATET "
    Der König bzw. Königin ist Tot es Lebe der König bzw. Königin mit Mann bzw. Frau.
    Liebe Grüße und ein Sehr Schönes und Liebes Wochenende die und euch! Euer Peter.
    P.S. " GAY&GAY=LOVE4EVER&EVER "
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#20 AchsoAnonym
  • 06.10.2017, 17:35h
  • Antwort auf #11 von Patroklos
  • "Unter den 93,4 Prozent sind mit Sicherheit einige Personen darunter, die in Bezug auf die sexuelle Orienteriung noch im Schrank sind und sich noch nicht zu einem Coming-Out als Schwuler, Lesbe, Bi- und Pansexueller sowie Transperson entschließen konnten."

    Ok, homo- statt heterosexuell kapiere ich. Und kannst du mir jetzt noch erklären, wo "Transpersonen" da zu verorten sind? Dazwischen? Beides? Weder noch? Was ganz anderes?
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#21 RalfAnonym
  • 19.10.2017, 21:58h
  • Es gibt soviele die nicht Heterosexuell sind wie eh und jeh , der Anteil liegt bei 8 - 10 Prozent. Nur haben viele bei solchen Umfragen die ja oft nicht anonym gemacht werden einfach nicht wahrheitsgemäß geantwortet aus welchen Gründen auch immer. Da unsere Zeit immer liberaler wird , Gott sei Dank , steigt natürlich der Anteil derer die sich trauen wahrheitsgemäß zu antworten. Aber weniger Heterosexuelle oder mehr Schwule gibt es dadurch nicht.
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