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"Wir Deutschen & die Liebe"

Nur die Hälfte der Deutschen ist ausschließlich heterosexuell

In einem unterhaltsamen Buch zeigt das Meinungsforschungstitut YouGov, was in den Herzen und Betten der Deutschen so abgeht.


Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten… (Bild: obs / Ritex GmbH)

Wer Spaß an Sex und Statistiken hat, wird "Wir Deutschen & die Liebe" lieben. Das am Freitag erschienene Buch bietet ein umfangreichen Einblick in das horizontale Leben der Bundesbürger und bietet einige Überraschungen. "In Sachen Liebe, Leidenschaft und Sex ist Deutschland inzwischen bunt geworden", kommentiert der Verlag die Ergebnisse.

Das Werk basiert auf repräsentativen Umfragen des Meinungsforschungsinstituts YouGov, in dem über 12.000 Befragte zu praktisch allen erdenklichen Sex-Themen Auskunft geben mussten. Aus den Umfrage-Ergebnissen ist ein vielfältiges Buch entstanden, das auch viele Einblicke in unterschiedliche sexuellen Orientierungen bietet. Wer wusste zum Beispiel, dass Homo- und Bisexuelle fünf Mal eher ein Intimpiercing tragen als Heterosexuelle? Oder drei Mal mehr Sexparntnerinnen bzw. -partner haben? Oder dass fast jeder zweite Homosexuelle, aber nur jeder zwölfte Hetero, mehrheitlich mit Partnerinnen oder Partnern pimpert, in die er oder sie nicht verliebt ist.

Das Buch führt auch aus, dass die Unterscheidung zwischen Homo und Hetero immer schwieriger wird. Auf einer Skala von null bis zehn (0 = 100 Prozent heterosexuell, 10 = 100 Prozent homosexuell) bezeichneten sich etwa nur 52 Prozent der Befragten als vollständig heterosexuell. Fünf Prozent gaben an, rein homosexuell zu sein. Der Rest lag irgendwo dazwischen.

Heterosexuelle träumen von Homo-Sex

Und auch der gemeine Heterosexuelle hat laut den Umfragen manchmal homosexuelles Verlangen: So gab einer von sechs Heteros an, schon einmal von heißem Homo-Sex geträumt zu haben – und einer von zehn hat schon mal etwas mit einem gleichgeschlechtlichen Partner gehabt. Dem Thema Homosexualität widmet das Buch ein ganzes Kapitel, in dem unter anderem auch nach der Akzeptanz von Schwulen und Lesben oder die Einschätzung von Outings gefragt wurde.

Inzwischen, so ein weiteres Ergebnis, erwärmen sich viele Deutsche auch für Sex jenseits von Hetero und Homo: So gab ein Drittel der männlichen Befragten an, dass sie Sex mit einem Roboter haben würde, solange es sich echt anfühle. Bei Frauen konnten sich das immerhin 20 Prozent vorstellen.

Infos zum Buch

Holger Geißler und Christoph Drösser (Herausgeber): Wir Deutschen & die Liebe: Wie wir lieben. Was wir lieben. Was uns erregt. Taschenbuch, 208 Seiten. Verlag: Edel Germany. ISBN: 9783841905611. Preis (D): 17,95 Euro.


#1 Julian SAnonym
  • 06.10.2017, 15:48h
  • Da sieht man wieder mal, dass auch die Deutschen sexuell viel vielfältiger sind, als manche Ewiggestrigen das gerne hätten.

    Das mag nicht jeder verstehen, aber das muss jeder akzeptieren. Wie sagt man so schön: Jeder nach seiner Facon. Und die ganzen totalitären Geister müssen endlich einsehen, dass ihre Meinung für andere nicht maßgeblich ist.

    Und jede Partei, die immer noch mit der Diskriminierung sexueller Vielfalt am rechten Rand fischen will, wird die gesellschaftliche Realität bei Wahlergebnissen zu spüren bekommen.
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#2 BuntSchoenEhemaliges Profil
#3 YoungHeterolikeAnonym
  • 06.10.2017, 23:33h
  • Eine Studie die Klischees über sexgierige, unersättliche schwule bestätigt? Toll, danke.
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#4 qwertzuioopüAnonym
  • 07.10.2017, 13:37h
  • "Inzwischen, so ein weiteres Ergebnis, erwärmen sich viele Deutsche auch für Sex jenseits von Hetero und Homo: So gab ein Drittel der männlichen Befragten an, dass sie Sex mit einem Roboter haben würde, solange es sich echt anfühle. "
    Klar, jeder kann machen, was er will, aber wenn Leute das als Sex und nicht als Selbstbefriedigung sehen, find ich das echt traurig.
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#5 TheDadProfil
#6 TheDadProfil
#7 YoungHeterolikeAnonym
  • 08.10.2017, 14:20h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • Das stimmt. Als Schwuler bin ich in einer mehrheitlich heterosexuellen Gesellschaft eine Minderheit und als Heteroliker bin ich in der mehrheitlich unheteroliken Schwulenszene eine Minderheit. Lediglich in meiner Generation (16 bis 30) sind die mehrheitsverhältnisse anders.
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#8 TheDadProfil
  • 08.10.2017, 18:49hHannover
  • Antwort auf #7 von YoungHeterolike
  • ""Als Schwuler bin ich in einer mehrheitlich heterosexuellen Gesellschaft eine Minderheit""..

    Was genau hast du am Artikel nicht verstanden ?
    Es gibt gar keine "Hetero-Mehrheitsgesellschaft" und deshalb auch überhaupt keinen Grund sich unter diesen zu verstecken !

    Gleichzeitig gibt es auch keinen Grund sich unter den LGBTTIQ*-Menschen mit einem "abweichendem Verhalten" von diesen zu separieren, denn diejenigen sind es nicht die andere Menschen ausschließen..
    Das tun Menschen wie Du von selbst..
    Aus absolut nichtigen Gründen..

    Das Dein Konzept des "Heterolike" nichts weiter als eine Illusion ist, ist hinlänglich geklärt..
    Die hier vor allem bei der näheren Betrachtung auf das was das Buch und die enthaltenen Studien vorstellen auch noch auf falschen Parametern basiert, denn wenn sich "Heterolike" auf das beruft was immer mehr zu einer "Mischung aus allem" wird, was dann dazu führt das es "richtiges Hetero" eigentlich gar nicht mehr gibt..

    Schon die Kinsey-Studie ging von etwa 5-% reinen Schwulen über eine Skala hin zu 5-% reinen Heteros..

    Wozu dient dann also dieses "Heterolike" wenn damit nur versucht werden soll diese Gruppe der 5-%-Heteros" größer erscheinen zu lassen als die Gruppe der 5-%-Schwulen", zu denen man gehört, aber nicht dazu gehören will, weil man sich "anders gibt" ?

    Die Vielfalt der großen Menge dazwischen die weder Hetero noch Homo ist gibt eine Antwort darauf :
    Es bleibt schlichtweg Unsinn sich als Hetero zu verstecken wenn man es nicht ist !
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#9 Ned FlandersAnonym
  • 08.10.2017, 19:35h
  • Antwort auf #3 von YoungHeterolike
  • "Eine Studie die Klischees über sexgierige, unersättliche schwule bestätigt? Toll, danke."

    Braucht es eine Studie, um zu bestätigen, dass dieses Klischee generell auf MÄNNER zutrifft?!
    Pech gehabt, da gehörst du als MANN (egal ob heteroUNlike oder "heterolike") nunmal dazu!
    Was nun? Gibst du dich als "ManUnLike" aus, um dem Klischee des unersittlichen, sexgierigen männlichen Geschlechts zu entgehen?

    PS.
    Als Linkshänder gebe ich mich "righthandlike", womit ich unter den Lefties zwar eine Minderheit bin, aber damit falle ich unter der Mehrheit der Rechtshänder nicht auf.
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