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Studie aus Landesmitteln

Welche homo- oder transphoben Sprüche hast du schon gehört?

Jetzt mitmachen: Die Kampagne "anders und gleich NRW" untersucht mit einer Onlinebefragung das Spektrum der Diffamierungen und verbalen Ausgrenzungen von LGBTI.


Die Onlinebefragung aus NRW will mehr über die Anfeindungen und Abwertungen erfahren, denen LGBTI ausgesetzt sind (Bild: Schwung Karlsruhe)

Mit einer in Nordrhein-Westfalen bislang einmaligen Online-Befragung will die Kampagne "anders und gleich NRW" das Spektrum der Diffamierungen und verbalen Ausgrenzungen von LGBTI erheben.

Die Ergebnisse der Befragung sollen in eine neue Broschüre der Kampagne einfließen, die Menschen Tipps geben soll, wie sie auf verbale Diskriminierung reagieren können. "Wir möchten Menschen etwas an die Hand geben, das ihnen hilft, sich für andere oder für sich selbst einzusetzen", erklärte Caroline Frank, die Leiterin der Kampagne.

Teilnahme bis 30. Oktober möglich

Zur Teilnahme eingeladen sind alle, die schon einmal diskriminierende Äußerungen gegen LGBTI mitbekommen haben – also sowohl queere Menschen, die ihre persönlichen Diskriminierungserfahrungen mitteilen können, als auch Personen, die mit den Anfeindungen oder Abwertungen nicht selbst gemeint sind, sie aber hören oder wahrnehmen. Diskriminierung meint die Ungleichbehandlung, Benachteiligung, Ausgrenzung oder Herabwürdigung aufgrund vermeintlichen Andersseins. Die Befragung läuft bis zum 30. Oktober.

Die Kampagne "anders und gleich" wird von der nordrhein-westfälischen Landesregierung gefördert, um Diskriminierung und Vorurteile abzubauen. Familienminister Joachim Stamp wünscht sich bei der Online-Befragung eine hohe Resonanz: "In Nordrhein-Westfalen zeigen wir null Toleranz bei Diskriminierung, Homo- und Transphobie", erklärte der FDP-Politiker. "Achtung und Respekt vor Menschen, die eine andere sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität haben, gehören dazu. Sprache kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten."

Die Teilnahme an der Befragung ist anonym, personenbezogene Daten werden nicht gespeichert. Mitmachen kann man hier. (cw)



#1 Patroklos
  • 10.10.2017, 14:38h
  • Es wird auch eine hohe Resonanz darauf geben, da kann sich der neue Minister schon drauf einstellen. Schimpfwörter für Schwule und Lesben gibt es wie Sand am Meer, was an sich schon sehr traurig ist. In meiner Schulzeit waren das z. B. "Schwuchtel" oder "Tunte" aber auch "Schwulibert Geilhuber", um nur mal einige zu nennen.
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#2 Dieter KalbAnonym
  • 10.10.2017, 15:55h
  • "Lehrers Liebling"

    "Griechisch ist doch eh für den Arsch"

    Und so weiter, die Liste der diskriminierenden Äusserungen ist lang!
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#3 Hardcore-AtheistAnonym
  • 11.10.2017, 00:16h
  • Und dennoch ist es so, das die Selbstmordrate bei homo-, bi- oder transsexuellen Jugendlichen (speziell in ländlichen Gegenden) um das 8-fache (!) höher ist als bei gleichaltrigen heterosexuellen Jugendlichen. Das halte ich für erschütternd und nicht akzeptierbar! Von daher bin ich dankbar, dass sich eine Landesregierung dieser Thematik (wenn auch nur "halbherzig") annimmt. Bleiben noch alle anderen und die Bundespolitik!
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#4 MettbrötchenAnonym
  • 11.10.2017, 02:27h
  • Auf meiner ehemaligen Stelle in einem Bundesamt:

    "Da kommt der Arschficker" oder "Spermaschlucker" oder aber auch "Peter Pimmellutscher"

    Hat den Abteilungsleiter nicht gestört, ganz im Gegenteil.
    Trotz des Mobbings wurde ich unter fadenscheinigen Gründen in der Probezeit gekündigt.

    Hab aber einer Kollegin am letzten Arbeitstag einen Besen an den Tisch gestellt und ihr gesagt, sie solle bei der Flugshow in der Walpurgisnacht nicht vom Besen fallen soll ^^
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#5 Homonklin44Profil
  • 11.10.2017, 09:07hTauroa Point
  • Irgend etwas Subtiles oder nicht so Subtiles höre ich da, wenn ich mich unter Leuten bewege, häufig mit. Sei es in der Bekanntschaft oder unter Fremden, das ist schon regulär.

    Ob jetzt irgendwer als "Schwuchtel" bezeichnet wird, oder "schwuchtelige Klamotten" an hat, als "Tucke/Tunte" verglaubt und verdächtigt wird, oder als "schwule Sau". "Transe" hört man seltener, oder "Lesbenfotze" für von verschmähten Heterotypen gegen Frauen ist auch beliebt.
    Die Tierbezeichnungen wie "Sau" nutzen allerdings Schwule auch untereinander, warum auch immer. Also ich möchte nicht als "Sau" bezeichnet werden. Nicht weil ich was gegen Schweine hätte. Schweine sind intelligente, saubere und soziale Tiere, aber wennschon, dann besser "schwuler Eber". Oder "schwuler Eberhard" das klingt fast schon wieder drollig. Obwohl ich nicht so heiße.

    "Ölauge" wenn einer mutmaßlicher Flüchtling ist, den Ausdruck finde ich bescheuert.
    "Schwuchtel" war auch früher an der Schule das Übliche, "Schwanzlutscher" oder "Arschficker" eher so unter Erwachsenen.

    Jemand hat in meiner Gegenwart mal in einem Lokal einen Wirt gebeten, Jemand Bestimmten, den "Cocksucker" aus dem Lokal zu werfen. Das war ein Kommunalpolitiker, also der so Bezeichnete. Als der Wirt in etwa "Psst nicht so laut, das stimmt nicht" meinte, drehte der Bekannte sogar noch auf: "A guy who sucks Cock, is a Cocksucker!"
    Ich war echt froh, dass wir hinterher gingen. Das Thema ging noch den Tag lang über irgendwelche Leute an, die er in der Regierung, beim Film oder auch in der Mining Company für "Schwanzlutscher" hielt. Ansonsten ein integrer Mann, Erfinder,Konstrukteur, kein Religiot, aber gegen Schwule hatte er irgendwas Internalisiertes.
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#6 OrthogonalfrontAnonym
  • 11.10.2017, 09:34h
  • Was ich dieser Tage öfter höre:

    "Ich bin homosexuell und du bist nicht 100% meiner radikalen politischen Meinung? Dann bist du automatisch homophob!"

    oder

    "Ich bin transsexuell und du bist nicht 100% meiner radikalen politischen Meinung? Dann bist du automatisch transphob!"

    Also nicht als Beleidigung, sondern als schmierige politische Taktik, um Leuten mit weniger radikalen Ansichten (that would be me) das Maul zu stopfen.
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#7 TraumzerstörerinAnonym
  • 11.10.2017, 12:40h
  • Antwort auf #6 von Orthogonalfront
  • Also ich würde mal sagen, das tut die rechte Gegenseite aber genauso.

    Ich musste mir über die Jahre im Netz immer wieder anhören, dass ich ein Mann sei, weil ich einen Schwanz habe. Wie ich es denn wagen könnte, überhaupt zu beanspruchen, eine Frau zu sein, und wie ich es mir erlauben könnte, Rechte in Anspruch zu nehmen, die für ehrlich Menschen seien, die so viel durchgemacht hätten.

    Ich sei pervers, und solle doch gefälligst für meine eigenen Rechte kämpfen, aber echte Transsexuelle in Ruhe lassen.

    Von konservativen Intersex-Aktivisten habe ich hören müssen, ich wäre im Gegensatz zu denen geisteskrank, ich würde meinen Körper zerstören, weil ich gegen meine Gonosomen handeln würde. Die an mir ausgeführten Operationen seien OK gewesen, weil sie meinem gonosomalem Geschlecht entgegen kommen würden, warum ich mich denn so aufregen würde, ich könne froh sein, dass ich meine Eier noch hätte.

    Wie man sieht, führt dieser Konservativismus letztendlich immer nur dazu, das Einzelschicksale nicht existieren dürfen, dass die Existenz einzelner Menschen vertuscht und unsichtbar gemacht werden soll, damit eine dominante Gruppe ihren Status aufrecht erhalten kann und an den Dogmen ihres Kultes nicht geändert werden muss.

    Auch hier hieß es schon öfters, dass Intersexuelle sich nicht in Transsexuellen-Rechte einzumischen haben und umgekehrt.
    Das deren Peiniger die selben sind, oder mit einander kooperieren, war den Leuten stets egal, wohl bis heute.

    Krege wäre z.B. ein Ideales Beispiel für einen solchen Fall. Für viele konservative Transsexuelle ist Krege eine Wohltäterin, sie bezeichnen sich als "Krege-Kinder" während die Frau gleichzeitig einer der Top-Operateurinnen für AGS-Kinder ist.
    Geschlechtsidentitätsstörungen wurden bei Intersexuellen, die nicht ihr zugeschriebenes Geschlecht akzeptieren, immer wieder diagnostiziert.
    In dem Intersex-Forum wo ich mal aktiv war, waren auch Leute, die über das TSG ihre Personenstandänderungsverfahren hatten.

    Jegliche Diskriminierung kam wie bei den Heteros, immer von der Konservativen Seite aus.

    Selbst die Schwulen hier, die gegen die Ehe für alle sind, die gegen Adoption und Familie ihre Stimme erheben, argumentieren eigentlich aus einer konservativen, rechte Position, denn sie berufen sich dabei auf das letzte Jahrhundert, in dem ein Schwuler Mann in erster Linie ein Untermensch war, der sein Leben mit heimlichen Sexorgien in irgendeiner Bahnhofstoilette oder Bauruine verbringen musste und seine/n Partner niemanden zeigen durfte.
    Solche Leute wollen keine Veränderung, sie wollen keinen Platz in der Gesellschaft, sondern ihre sichere Sklavenposition nicht verlassen, das ist sehr typisch für Anhänger der Alt-Right.
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#8 TheDadProfil
  • 11.10.2017, 14:44hHannover
  • Antwort auf #6 von Orthogonalfront
  • Und wieder hast Du die Fragestellung nicht verstanden !

    Deine "Beispiele" des
    ""Ich bin homosexuell""
    und des
    ""Ich bin transsexuell ""
    beschreiben gar keine Homo-und Transphobie !

    Sie beschreiben nur Dein Problem mit den Auffassungen anderer Menschen..

    Von Dir erwartet auch Niemand sich mit diesen Auffassungen "100-%" zu solidarisieren, zumal Deine Solidar-Funktion sowieso nur rudimentär ausgestaltet daherkommt, denn es genügte hier tatsächlich schon, daß du damit aufhörst anderen Menschen Knüppel zwischen die Füße zu werfen..
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#9 OrthogonalfrontAnonym
  • 11.10.2017, 15:14h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • "daß du damit aufhörst anderen Menschen Knüppel zwischen die Füße zu werfen.."

    Ich tue zu dem was du behauptest nicht mehr als hier schreiben. Gleichzeitig reklamierst du für dich das Reicht, mir pausenlos hinterherzuschreiben und betonst, dass das keinerlei Beschränkung meiner Redefreiheit wäre, denn schließlich machst du ja auch nichts weiter gegen mich als hier zu schreiben.

    Merkste selbst, oder?
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#10 Janana
  • 11.10.2017, 19:26h
  • Antwort auf #6 von Orthogonalfront
  • Och, kommst Du jetzt hierher um Dich auszuheulen?

    Wir warten immer noch auf einige Belege für Deine Behauptungen.

    Ich fasse mal zusammen: Du kommst in einen Thread, siehst eine gewisse Person und fängst an sie anzukacken, wie jedes Mal.

    Du stellst eine Behauptung auf, ich belege meinen Punkt, kannst Deinen Standpunkt aber nicht belegen.

    Du wirfst Leuten, die ihren Standpunkt belegen können und nur auf Argumente (Argumente, keine unbelegten Meinungen(!)) warten vor, das Vertreten dieses belegten Standpunktes sei Anmaßung.

    Im Gegenzug aber soll es keine Anmaßung sein, wenn Du Deinen unbelegten Standpunkt vertrittst, obgleich Du nicht mal trans bist.

    Weiterhin versuchst Du die Leute, die Dir nicht passen, auf persönlicher Ebene zu diskreditieren.

    Und dann wundest Du Dich über Gegenwind?!

    Achja, Menschen, die sich Dir bereitwillig unterordnen und sich als zweitrangig oder defizitär sehen, zu loben und emanzipierte Menschen abzulehnen, weil sie Dir die Stirn bieten... ah, das ist keine xyz-Phobie?

    Ja ne, ist klar. Da hilft Rumheulen auch wenig.

    Im Übrigen: Menschen als misogyn, rassistisch, homophob oder transphob zu entlarven stellt keine Diskriminierung dar. Ein immer wieder gern vorgebrachtes Argument einer privilegierten Mehrheit, wenn sie mit Kritik einer dskriminierten Minderheit konfrontiert ist. Es gibt auch kein reverse Racism.
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