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Homophobe Ikone

Kim Davis kämpft jetzt in Rumänien gegen Homo-Rechte

Die homophobe Standesbeamtin aus der amerikanischen Provinz wirbt im EU-Land Rumänien für das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben.


Kim Davis lässt sich mit Gleichgesinnten ablichten, darunter auch einem Erzbischof der rumänisch-orthodoxen Kirche (Bild: Liberty Counsel)

Die amerikanische Heldin aller Homo-Hasser ist zurück: Kim Davis, die Chefin des Standesamtes im Bezirk Rowan in Kentucky, befindet sich derzeit auf einer neuntägigen Tour gegen die gleichgeschlechtliche Ehe durch Rumänien. Organisiert wurde die Reise von der evangelikalen Organisation "Liberty Counsel", die sich dem Kampf gegen LGBTI-Rechte und Abtreibung verschrieben hat.

Wie das "Liberty Counsel" am Dienstag mitteilte, soll Davis in den größten Städten des Landes, inklusive Bukarest, Cluj-Napoca, Hermannstadt, Timișoara und Iași, auf Pressekonferenzen erklären, dass gleichgeschlechtliche Ehen und Gewissensfreiheit nicht im selben Land existieren könnten, weil sie sich gegenseitig ausschließen würden. Der angebliche Grund: "Diejenigen, die für gleichgeschlechtliche 'Ehen' werben, haben null Toleranz für Gewissensfreiheit."

Bereits jetzt habe Davis zwei Erzbischöfe der orthodoxen Kirche getroffen. Weitere Treffen mit Kirchenführern seien geplant.

Regierung plant Volksentscheid für Ehe-Verbot

Anlass für den Trip ist ein von der Regierung in Bukarest geplanter Volksentscheid, mit dem über die Verankerung eines Ehe-Verbots für Schwule und Lesben in der Verfassung abgestimmt werden soll (queer.de berichtete). Rumänien zählt laut der Umfragereihe "Eurobarometer" neben Bulgarien und Lettland zu den homofeindlichsten Staaten in der EU.

Kim Davis war 2015 zur Symbolfigur für homophobe Aktivisten geworden, als sie sich wegen ihres christlichen Glauben weigerte, in ihrem Bezirk gleichgeschlechtlichen Paaren Ehescheine auszustellen (queer.de berichtete). Für ihre Überzeugung verbrachte sie sogar fünf Tage in Beugehaft, nachdem sie eine gerichtliche Anordnung ignorierte (queer.de berichtete). Sie ist noch immer Chefin des Standesamtes in ihrem Bezirk, hat aber jetzt erlaubt, dass ihre Mitarbeiter Ehe-Zertifikate auch an schwule und lesbische Paare abgeben dürfen.

Amerikanische Homo-Hasser versuchen angesichts der fortschreitenden Liberalisierung in den USA vermehrt in anderen Teilen der Welt Homo-Rechte zurückzudrängen. Ein besonders notorischer Aktivist ist der aus Massachusetts stammende Pfarrer Scott Lively, der in den USA verklagt wurde, weil er sich in Uganda für die Hinrichtung Homosexueller stark gemacht hatte (queer.de berichtete). Das Gericht stellte das Verfahren ein, weil es sich nicht zuständig fühlte und Lively ein Recht auf freie Meinungsäußerung habe. (dk)



#1 LinusAnonym
  • 11.10.2017, 16:42h
  • Es ist nur ein Beleg für die totalitäre Gesinnung solcher Leute, dass die sich berufen fühlen, ihren Hass auf der ganzen Welt zu verbreiten...
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#2 Old WorldAnonym
#3 goddamn liberalAnonym
  • 11.10.2017, 17:33h
  • Antwort auf #2 von Old World
  • "Vermutlich die erste Auslandsreise der christlichen Redneck-Proletin."

    Ja, und sie ist trotzdem 'hinterwäldlerisch' geblieben. Deutsche Übersetzung von Transsylvanien.

    Nicht nur die Heimat Draculas, sondern auch die Heimat Birgit Kelles und einiger AFD-Prominenz.
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#4 hugo1970Profil
  • 11.10.2017, 19:06hPyrbaum
  • "Diejenigen, die für gleichgeschlechtliche 'Ehen' werben, haben null Toleranz für Gewissensfreiheit."

    Liebe Natur, was hast Du Dir dabei gedacht, dieses wesen auf den Planeten Erde los zulassen?
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#5 hugo1970Profil
  • 11.10.2017, 19:08hPyrbaum
  • "Diejenigen, die für gleichgeschlechtliche 'Ehen' werben, haben null Toleranz für Gewissensfreiheit."

    Ganau das denken, was diejennigen selbiges predigen, denn das sind genau die die was das predigen. Also, wer denen gehör schenkt ist genau das, was auch die sind, nähmlich menschen schlimster Sorte!!!!!!!!
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#6 hugo1970Profil
  • 11.10.2017, 19:10hPyrbaum
  • "aus Massachusetts stammende Pfarrer Scott Lively, der in den USA verklagt wurde, weil er sich in Uganda für die Hinrichtung Homosexueller stark gemacht hatte"

    Also islamhasser, sind die christen, die besseren?
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#7 Homonklin44Profil
  • 11.10.2017, 19:15hTauroa Point
  • Klausenburg auch, oje. Schade, dass die Geschichten aus dem ländlichen Gebiet auch nur Märchen sind, sonst hätte vielleicht irgend ein Zauberwesen die Davis per Anhalter mitgenommen und am Tor zur Hölle wieder raus geschmissen. ( Gab mal einen Bericht in der "Weekly World News", einem Käseblatt 5 Mal schlimmer als die Bildzeitung, das in den USA viele Leser hat, und nachdem das Tor zur Hölle in Rumänien entdeckt worden sein soll )

    ""Diejenigen, die für gleichgeschlechtliche 'Ehen' werben, haben null Toleranz für Gewissensfreiheit.""

    Wie die bloß zu diesem Unsinn kommen. Jeder hat doch die Freiheit, sich ein Gewissen anzulegen und es mit Inhalten zu befüllen. Das hängt nicht davon ab, ob man dafür ist, dass alle konsensuell dazu fähigen Menschen eine Ehe schließen können. Im Gegenteil, das ist doch mithin auch eine gewissentliche Entscheidung, wenn man elementare Aspekte der Entscheidungsmöglichkeit allen Menschen zugesteht.
    Außerdem ist Gewissensfreiheit nicht einer bestimmten Weltanschauung vorbehalten.

    Die Alte ist ja bloß verbittert, weil sie zuhause gleichgeschlechtlichen Paaren das Ausstellen der Trauscheine nicht mehr verweigern kann.
    Na ja, in Zukunft wohl wieder, wenn die ultimative Vertrumpung des Landes und seiner Gesetze komplett ist.
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#8 ClaasAnonym
  • 11.10.2017, 19:28h
  • Laut EU-Grundrechte-Charta darf in der EU niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden (Art. 21,1).

    Wenn man gleichgeschlechtlichen Paaren Rechte vorenthält, die verschiedengeschlechtliche Paare haben, ist das aber eine ganz klare Diskriminierung.

    Eigentlich müsste die EU das in allen Mitgliedsstaaten durchsetzen. Und wem das nicht passt, der kann ja die EU verlassen.

    Aber die EU sieht wieder mal tatenlos zu, wie in ihren Mitgliedsstaaten EU-Recht gebrochen wird...

    Wenn die EU sich einen sündhaft teuren Behörden-Apparat leistet, aber nicht mal für die Einhaltung von EU-Recht sorgen kann, darf sie sich nicht wundern, wenn die EU-Skepsis bei den Bürgern immer größer wird...
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#9 hugo1970Profil
#10 RobinAnonym
  • 11.10.2017, 19:49h
  • Antwort auf #8 von Claas
  • Die EU wurde ursprünglich nicht als Werte-Gemeinschaft gegründet, sondern nur als Wirtschafts-Gemeinschaft, wo fehlende Zölle neue Märkte erschließen und die Arbeitnehmer-Freizügigkeit nur den Sinn hat, billige Arbeitskräfte aus Niedriglohn-Ländern wie Rumänien zu bekommen.

    Aber wenn die EU nicht auch eine Werte-Gemeinschaft wird, wo auch in der gesamten EU Grundrechte und demokratische Gleichheitsprinzipien gelten, wird die EU die Menschen niemals mitnehmen können.

    Und wenn die EU die Menschen nicht mitnimmt, werden sie immer frustrierter und wählen immer radikaler. Statt viel Geld in Werbung zu pulvern, sollten die einfach nur dafür sorgen, dass überall in der EU Grundrechte gelten - für jeden, auch LGBTI.

    Ansonsten wird die EU irgendwann scheitern; und um diese EU wäre es dann aber auch nicht schade.
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