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  • 20. Juni 2005, noch kein Kommentar

Marc Bolan und seine Rock-Dinosaurier sind längst Geschichte, aber der Soundtrack "Born To Boogie" lässt die tote Legende wieder aufleben.

Von Jan Gebauer

"Children Of The Revolution", "Get In On (Bang A Gong)", "Jeepster", "Hot Love": Zu Beginn der 70er Jahre war man nirgendwo in Deutschland sicher vor den Megahits von Marc Bolan und seiner Band T. Rex. Fetziger Glitter-Rock, exaltiertes Bühnengebaren und eine surreale Lyrik ermöglichten der Band um den charismatischen Bolan für einige Jahre Superstar-Status. Der Sänger stieg neben David Bowie zur Galionsfigur des Glam-Rocks auf und wurd nach seinem Tod im September 1977 als "Vaterfigur des Punk" (Taurus Press) stilisiert. Fast 33 Jahre verstaubten die Masterbänder des Konzertfilms "Born To Boogie" (1972) in einem Archiv – nur um einmal für die unwürdige VHS-Version Anfang der 90er aus dem Keller geholt zu werden. Danach verschwanden sie wieder im Dunkeln, nur um für die neue üppige Doppel-DVD (queer.de-Review) bzw. -CD wieder hervor gekramt zu werden.

Als Produzenten dieser Wiederveröffentlichung fungiert niemand Geringerer als Tony Visconti, der seinerzeit mit David Bowie zusammenarbeitete. Regie bei dem Film führte Ex-Beatle Ringo Starr, den man auch auf der CD gut hören kann. Außerdem war Elton John mit von der Partie – seines Zeichens ebenfalls mit reichlich Glam und Glitter gesegnet. Fans von T. Rex werden sich besonders über ein zwölfminütiges Interview mit Marc Bolan freuen, dass die erste CD veredelt. Dieses wurde 1971 für die BBC aufgenommen. Neben den bekannten Hits wie "Jeepster" gibt es rare Tracks und sogar zwei Gedichte – von Bolan vorgetragen. Die zweite CD enthält ein Konzert vom 18. März 1972, als T. Rex gerade auf dem Höhepunkt ihres Schaffens waren. Da rockte Bolan dann auch seine Version des Eddie-Cochran-Klassikers "Summertime Blues".

Fazit: Für Fans von T. Rex und Glam-Rock wie Weihnachten und Geburtstag zusammen: Die seltenen, gut überarbeiteten Aufnahmen ersetzen reihenweise schlecht aufgenommene Bootlegs. Auch die Mitwirkung von Ringo Starr und Elton John ist sicher interessant. Einsteiger besorgen sich aber lieber eine "Best Of".

Anspieltipps: Ringo Starr, Elton John und T. Rex mit "Children Of The Revolution", "Hot Love", "Tutti Frutti" (mit Elton am Klavier)