Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29874

Queere Kommunalpolitik

Düsseldorf ist am Samstag Gastgeberin der GAY*COM

Weil der LGBTI-Städtetag in Mönchengladbach nicht wirklich willkommen war, tagt er nun am 14. Oktober im Düsseldorfer Rathaus. Das Motto lautet: "Queere Heimaten – Stark in den Regionen".


Die Stadt Düsseldorf hat zur GAY*COM sogar eine Regenbogengrafik veröffentlicht

  • 13. Oktober 2017, 05:42h, noch kein Kommentar

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist in diesem Jahr nach 2009 zum zweiten Mal Gastgeberin der GAY*COM, die am Samstag, den 14. Oktober von 11 bis 17 Uhr stattfindet. Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat dazu ins Düsseldorfer Rathaus eingeladen und wird dort die Gäste aus den queeren Communitys, der Politik und der Verwaltung begrüßen.

"Ich freue mich sehr, dass die GAY*COM wieder in Düsseldorf stattfindet", erklärte Geisel in einer Pressemitteilung. "Sie passt hierher, denn Düsseldorf ist eine von Vielfalt geprägte internationale, weltoffene und gastfreundliche Stadt."

Mönchengladbach vergraulte die GAY*COM

Eigentlich sollte der NRW-weite LGBTI-Städtetag in diesem Jahr in Mönchengladbach stattfinden, doch die beiden Landesverbände Schwules Netzwerk und LAG Lesben als Veranstalter fühlten sich dort nicht willkommen. Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (CDU) wollte für die Veranstaltung weder das Rathaus noch das Briefpapier der Stadt für das Einladungsschreiben zur Verfügung stellen, auch eine Regenbogenbeflaggung am Tag der GAY*COM lehnte er ab (queer.de berichtete).

Das manche provozierende Motto der GAY*COM 2017 lautet "Queere Heimaten – Stark in den Regionen". Für Lesben und Schwule älterer Generationen ist der Begriff "Heimat" vor allem mit Verlust verbunden. Für viele, die nachgewachsen sind, sieht das anders aus: Offen queeres Leben ist längst nicht mehr nur in Metropolen wie Köln und Düsseldorf möglich, sondern auch in den mittleren und kleineren Städten des Landes. "Nachholbedarf gibt es aber nach wie vor, was die Infrastrukturen angeht, die die Wohn- und Lebensräume erst richtig zur Heimat machen", heißt es in der Pressemitteilung zur Veranstaltung.

Die GAY*COM befasst sich mit den Fragen, wie die Communitys in den Regionen Schutz- und Begegnungsräume schaffen, wie Minderheiten sichtbar gemacht werden, wie sie in der lokalen Politik und gegenüber der Verwaltung Akzeptanz erringen und Förderung ihrer Projekte erreichen. Der LGBTI-Städtetag 2017 will den Raum für den Austausch über regionale Strategien und landesweite Unterstützungs- und Vernetzungsmöglichkeiten bieten. (cw/pm)