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Nötigung und Beleidigung

Österreich: Standesbeamtin nach Verpartnerung attackiert

Vor dem Rathaus von Hohenems in Vorarlberg wurde eine 51-Jährige am helllichten Tag von vier Männern in einem BMW bedroht und wüst beschimpft. Die Polizei geht von einem homophoben Hintergrund aus.


Der glücklichste Tag im Leben von Frank Schäfer und Mario Jäger hatte für die Standesbeamtin schlimme Folgen: Acht Tage nach der Verpartnerung wurde sie am 7. Oktober Opfer von Nötigung und Beleidigung (Bild: Stadt Hohenems)

Am 29. September verpartnerte sie das schwule Paar Frank Schäfer und Mario Jäger im Palast Hohenems, acht Tage später wurde die Standesbeamtin der Vorarlberger Kleinstadt von vier unbekannten Männern attackiert. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang.

Die 51-Jährige war am 7. Oktober gegen 12 Uhr zu Fuß in Richtung des Hohenemser Rathauses unterwegs, als ein schwarzer BMW mit quietschenden Reifen und stark überhöhter Geschwindigkeit auf dem Gehweg auf sie zuraste. Kurz vor Erreichen der Standesbeamtin fuhr der Wagen zurück auf die Straße und stellte sich quer. Daraufhin wurde sie von den vier männlichen Insassen "auf das Übelste", wie es im Polizeibericht heißt, homophob beschimpft und beleidigt. Die Frau erstattete Anzeige.

Grüne fordern Statement von Stadt und Land

Während die Hohenemser Stadtpolizei um Zeugenhinweise zu den mutmaßlichen Tätern, die Lederjacken und Baseballkappen trugen, bittet, gibt es eine erste Reaktion aus der Politik. "Dies ist ein schockierender und zutiefst abstoßender Angriff auf homosexuelle Menschen, sollte sich die Vermutung der Polizei bestätigen", zeigte sich die Grünen-Stadträtin und -Nationalratskandidatin Patricia Tschallener betroffen über den Vorfall.

"Neben der Strafverfolgung der Täter braucht es auch ein klares öffentliches Statement vonseiten der Politik", so Tschallener, die auch Vorarlberger Sprecherin der Grünen Andersrum ist. "Wir müssen öffentlich zeigen, dass hier kein Platz für Hetze oder gar Gewalt gegen homosexuelle Menschen ist. Ich rufe daher die Entscheidungsträger aus Stadt und Land auf, hier öffentlich Flagge zu bekennen und eine Lanze für die LGBT-Community zu brechen." (cw)



#1 MarcAnonym
  • 13.10.2017, 08:24h
  • Das "klare öffentliche Statement" werden die Österreicher am Sonntag schon geben - allerdings genau entgegengesetzt: Die wählen nämlich die homophoben Hetzer in die Regierung...
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#2 goddamn liberalAnonym
#3 LaurentProfil
  • 13.10.2017, 09:35hMetropolregion Rhein-Neckar
  • "Dies ist ein schockierender und zutiefst abstoßender Angriff auf homosexuelle Menschen, ..., zeigte sich die Grünen-Stadträtin ... betroffen über den Vorfall."

    Wo bleibt die Empörung und das Mitgefühl für die attackierte Standesbeamtin?
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#4 LaurentProfil
#5 RobinAnonym
  • 13.10.2017, 10:55h
  • Es werden also Menschen attackiert, weil sie ihren Job machen und sich an Recht und Gesetz halten.

    Da sieht man aber auch wieder mal, dass die Homohasser keine Argumente haben, sondern nur drohen, mobben und gewalttätig werden können.
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#6 FinnAnonym
  • 13.10.2017, 15:46h
  • Solche Taten sind der beste Grund, die rechtliche Gleichstellung noch weiter voranzutreiben.
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#7 Homonklin44Profil
  • 13.10.2017, 16:28hTauroa Point
  • Man mus auch da dem radikalen Gesindel Paroli bieten und solche Art Angriffe als das bezeichnen, was sie sind.
    Feigheit aus Blindheit und undifferenziertem Hass..

    Ich hoffe, die Standesbeamtin kann den Schrecken überkommen, und wieder gleichgeschlechtliche Paare glücklich machen.

    Hoffentlich erwischt man die Vollhorste
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#8 Ralph
  • 14.10.2017, 12:19h
  • Da versieht jemand ordnungsgemäß das ihm anvertraute öffentliche Amt und wird dafür überfallen. Das erinnert fatal an Nazi-Methoden aus den 20er Jahren. Damals sagte Reichskanzler Wirth (nach dem Mord an Walter Rathenau): "Wir haben in Deutschland geradezu eine politische Vertiertheit." So weit sind wir schon wieder. Ablehnung der Rechtsordnung wird in Gewalt gegen Menschen umgesetzt, die sie vertreten - sogar auf unterer Ebene. Man braucht nicht mal mehr Minister zu sein, es genügt eine simple Beamtentätigkeit. Die Saat des Hasses, die AfD, CSU, Teile der CDU, die kath. Kirche und der politische Islam pausenlos säen, geht auf, siehe auch die jüngste Gewalttat in München, über die queer,de ebenfalls gerade berichtet.
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#9 dirkAnonym
  • 17.10.2017, 12:37h
  • Antwort auf #8 von Ralph
  • in Polen ist unter der Diktatur der Partei Unrecht und Ungerechtigkeit/PiS und ihrer vatikanischen Kirche noch schlimmer geworden.Die Nichtheterosexuellen werden aus der Arbeit ausgeworfen , ja noch schlimmer ,weil mit dem inoffiziellen muendlichen Arbeitsverbot zB.als Lehrer zu arbeiten/solcher oder solche kann nicht in der Schule arbeieten heisst es laut hinter uns geschrieen zu hoeren. Die Geschichte sagt; es war schon so mal doch unter dem Papst Pius dem 12.n und seinem vatikanischen Adolf Hitler,und seinem vatikanischen Priester Tisso dem Praesidenten faschistischer Slowakei gewesen .aber dann war es offiezieller Arbeitsverbot. Noch mehr; in der Provinz zB im Niederschlesien und nicht nur in Breslau oder Dyhernfurth bei Breslau sind die Nichtheterosexuellen nicht nur von den fromen Faschisten -PiS Leute beleidigt und ausgelacht aber auch vergewaltigt,geschlagen und erniedrigt,Keiner von den Heterosexuellen wagt sich uns Nichtheterosexuellen dabei behilftlich zu sein und uns vor diesen Schurken zu schuetzen oder sogar woertlich zu verteitigenden.Es folgt so aus der puren Furcht ein Schwul oder Lesbe genannt zu werden.In Polen die Worte Schwul oder Lesbe gelten als die schwerwiegenden Beleidigungsworte.

    Herzlichen Glueckwunsch fuer die beiden gluecklichen Papas.
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