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Polizeibericht

Homophobe Gewalt in Berlin: 19-jährigem mit Faust ins Gesicht geschlagen

Das Opfer wurde am Bahnhof Pankow angegriffen, nachdem er sein Schwulsein erwähnte – der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.


Der Vorfall ereignete sich im Eingangsbereich des S- und U-Bahnhofes Pankow (Bild: Ingolf / flickr)

Ein Unbekannter soll am Samstagmorgen einen jungen Mann in Berlin-Pankow plötzlich angegriffen haben. Laut Polizeibericht zeigte der 19-Jährige gegen 7 Uhr an, dass er kurz zuvor vor dem Eingangsbereich des S- und U-Bahnhofes Pankow in der Berliner Straße mit einem unbekannten Mann ins Gespräch kam. Als er dabei erwähnte, dass er homosexuell sei, habe der Unbekannte ihm unvermittelt mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sei dann in unbekannte Richtung geflüchtet.

Der 19-Jährige erlitt Verletzungen im Gesicht und an den Händen, lehnte eine ärztliche Behandlung jedoch ab. Eine Beschreibung des mutmaßlichen Täters wurde nicht veröffentlicht. Die weiteren Ermittlungen wird der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernehmen.

Homophobe Gewalt gehört in Berlin zum Alltag

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in Berlins täglichem Polizeibericht publik gemacht – es gibt kaum einen Monat ohne entsprechende Fälle. Die Staatsanwaltschaft besitzt eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Im September hatten die Berliner Regierungsfraktionen SPD, Linke und Grüne eine "umfassende Akzeptanzarbeit" als Maßnahme gegen homophobe Gewalt angekündigt (queer.de berichtete). Man werde sich dafür einsetzen, "insbesondere Projekte zur Gewaltprävention oder zur Beratung nach Gewalttaten besser" auszustatten. (cw)



#1 Sven100Anonym
  • 14.10.2017, 15:25h
  • "Als er dabei erwähnte, dass er homosexuell sei, habe der Unbekannte ihm unvermittelt mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen "

    Nachts um 7 Uhr, wenn die Kneipenbessucher nach Hause gehen, sollte man in Berlin keinem Unbekannten
    erzählen, dass man schwul ist.
    Wie naiv sind doch einige Leute.....
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#2 HörnchenAnonym
  • 14.10.2017, 15:38h
  • Eine Überschrift im Artikel bringt es auf den Punkt:
    Homophobe Gewalt in Berlin gehört zum Alltag! Und ein jeder (Politik und Gesellschaft) hat sich damit abgefunden ..
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#3 TheDadProfil
  • 14.10.2017, 17:41hHannover
  • Antwort auf #1 von Sven100
  • ""Nachts um 7 Uhr,""..

    MORGENS !

    Wann wäre denn die beste Tageszeit um seine Sexuelle Identität nach außen hin sichtbar zu machen, und damit der Welt zu erklären das sie nicht ausschließlich heterosexuell ist ?
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#4 Patroklos
  • 14.10.2017, 20:51h
  • Antwort auf #1 von Sven100
  • Bitte den TEXT genauer lesen! Da steht nämlich

    "Ein Unbekannter soll am Samstagmorgen einen jungen Mann in Berlin-Pankow plötzlich angegriffen haben."

    Wieder ein homophober Angriff in Berlin, der mich wütend macht! Hoffentlich gibt es am Tatort auch Üerwachungskameras, die den Vorfall festhielten, so daß der Täter bald ermitelt werden kann!
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#5 PankowBabyAnonym
  • 14.10.2017, 21:07h
  • "...dass er kurz zuvor vor dem Eingangsbereich des S- und U-Bahnhofes Pankow in der Berliner Straße mit einem unbekannten Mann ins Gespräch kam. Als er dabei erwähnte, dass er homosexuell sei.."

    Es lässt tief blicken, wenn man völlig unbekannten Personen am frühen Morgen in einem U-Bahn-Eingang quasi als erstes die eigene sexuelle Orientierung mitteilt.
    Möglicherweise hatte dieses Aussage was mit der Gesprächsintention zu tun!?!? Eine Armlänge Abstand - das sollte auch für die verbale Armlänge gelten! In diesem Fall klingt das Gespräch eher (zu) distanzlos.
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#6 hugo1970Profil
  • 14.10.2017, 22:21hPyrbaum
  • Das Berliner antigewalt Konzept muß Schule machen.
    Werden auch die Zahlen, vom Hintergrund der Täter (religiöse Angehörigkeit, rechte Gewalt, bei Ausländer das Ursprungsland) veröffentlicht?
    Ich will keine Hatz veranstalten. Die Zahlen sind wichtig, um die Prevention geziehlt ansetzen zu können.
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#7 TheDadProfil
  • 15.10.2017, 01:37hHannover
  • Antwort auf #5 von PankowBaby
  • ""Eine Armlänge Abstand - das sollte auch für die verbale Armlänge gelten! In diesem Fall klingt das Gespräch eher (zu) distanzlos.""..

    Distanzlos ist hier eher die Idee dem Opfer eine "Mitschuld" anzudichten, so als hätte er es darauf angelegt..

    Welchen Grund genau gibt es auf eine Frage bezüglich der eigenen Sexuellen Identität nicht zu antworten ?

    Der Täter braucht nur das Interesse geweckt haben, und dann noch zufällig dem Geschmack des Opfers entsprechen..
    Der Rest ist dann Eskalation Seitens des Täters !
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#8 axelschwarz
  • 15.10.2017, 08:08h
  • Wann lernen wir Selbstverteidigung, um einem Angriff abzuwehren und selbst in Notwehr in die Fresse zu geben? Es wäre eine Kommunikationsform die der andere eher verstehen könnte.
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#9 PankowBabyAnonym
#10 audi5000Profil
  • 15.10.2017, 10:44hlindau
  • eben, man sollte sich wirklich auch gleich verteidigen. klar vielleicht ist man nach dem ersten schlag erst mal perplex was denn jetzt passiert ist aber dann muss man sich einfach sammeln und gleich ne kelle zurück geben. oder wirklich nen selbstverteidigungskurs machen?
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