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Kommentare zu:
Meine Affäre mit Crystal Meth


#71 Tim SchomannAnonym
  • 16.10.2017, 14:32h
  • Antwort auf #70 von Laurent
  • Hallo Laurent,

    es gab und gibt immer Menschen, die sich bewußt für Drogenkonsum entscheiden. Für die geben wir - wie gesagt - Tipps zur Harm Reduction.

    Natürlich gibt es auch viele Menschen, die Drogen konsumieren, um andere Probleme (zum Beispiel Depressionen, gesellschaftlicher Druck, Homophobie usw.) zu kompensieren. Für die sind Tipps zur Harm Reduction selbstverständlich auch wichtig. Aber du hast recht, da muss es auch Hilfe geben, um die Probleme, die hinter dem Drogenkonsum stehen, lösen zu können. Auch hier versuchen wir Hilfestellung zu leisten. So haben wir auf unserer Website auch einen Bereich, der sich mit verschiedenen Krisensituationen und möglichen Hilfen beschäftigt.
    www.iwwit.de/themen/krise

    Zudem findet man auf unserer Servicekarte auch Angebote zur Drogenberatung und Suchttherapie. Auch unsere Beratungsangebote wie Telefon-, Online- und Chatberatung sind zu Themen rund um Drogen gebrieft und können auf Hilfsangebote verweisen.

    Aus unserer Praxis wissen wir, welch komplexes Thema Drogen gerade in schwulen Zusammenhängen ist. Mit erhobenem Zeigefinger oder moralischer Bewertung von Verhalten oder gar Menschen kommen wir hier nicht weiter. So gehen wir auch bei keinem unserer anderen Präventionsthemen vor. Ich glaube aber, da haben wir auch keinen Dissens. :-)

    Liebe Grüße,
    Tim Schomann (Deutsche AIDS-Hilfe/ Kampagnenleiter ICH WEISS WAS ICH TU)
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#72 LaurentProfil
#73 ursus
  • 16.10.2017, 16:48h
  • Antwort auf #70 von Laurent
  • "Es stellt sich dann ja auch die Frage, ob jemand, der sich vorsätzlich zum Drogenkonsum entschließt, überhaupt Solidarität und Mitgefühl verdient."

    die formulierung scheint ein "nein" zu suggerieren, ohne es auszusprechen. ich finde das bedauerlich mutlos, weil solche diffusität eine klare diskussion erschwert und geeignet ist, entsolidarisierung zu fördern, ohne dafür wenigstens die verantwortung zu übernehmen. denn es war ja "nur eine frage", nicht wahr?

    werde doch bitte konkret und beziehe klare stellung: wie beantwortest du diese frage?
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#74 LorenProfil
#75 TheDadProfil
  • 16.10.2017, 23:13hHannover
  • Antwort auf #70 von Laurent
  • ""diesen Teilsatz "...Menschen, die sich zum Drogenkonsum entschlossen haben..." finde ich schlimm.

    Kann man da nicht zunächst mal anders helfen, oder ist das dann schon nicht mehr eure Aufgabe?""..

    Kannst Du einfach mal akzeptieren das Autonome Menschen autonome Entscheidungen treffen ?

    So etwas wie ein "betreutes Leben" in allen Lebenslagen gibt es nicht !

    ""Es stellt sich dann ja auch die Frage, ob jemand, der sich vorsätzlich zum Drogenkonsum entschließt, überhaupt Solidarität und Mitgefühl verdient.""..

    Es stellt sich hier dann auch die Frage warum man andren Menschen nicht einfach mal mit dem Hammer auf die Finger haut, bevor sie hier Unsinn veröffentlichen ?

    Ob sich Jemand Drei Mal die Woche die Birne volllaufen läßt, oder sich zum Sex einen Joint reinzieht, geht dich bestenfalls gar nichts an..

    Allerdings entsteht zwischen Bier und Joint dann eigentümlicherweise immer die "moralische Keule", die dann Leuten wie dir aus der Tasche hüpft..
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#76 qwertzuiopüAnonym
  • 16.10.2017, 23:15h
  • ich denke, dass in einer zeit, in der die diskriminierung weniger wird, die szene geringeren wert für die menschen hat. wer da illusionen über zusammenhalt hat, wird dann schnell enttäuscht.
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#77 ursus
  • 16.10.2017, 23:29h
  • Antwort auf #74 von Loren
  • "Schau, dort spaziert Herr Biedermeier
    und seine Frau, den Sohn am Arm;
    sein Tritt ist sachte wie auf Eier,
    sein Wahlspruch: Weder kalt noch warm."
    - Ludwig Pfau

    ich habe den frisch-text im sommer wieder gelesen, und es lief mir kalt den rücken runter. der wird gerade aktuell wie lange nicht mehr.
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#78 LaurentProfil
  • 17.10.2017, 22:45hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #73 von ursus
  • Den Ausführungen von Tim Schomann stimmte ich weitgehend zu.

    Solidarität und Mitgefühl gebührt vor allem Menschen, die unverschuldet in eine Notlage geraten sind.

    Bei der Beurteilung der Frage, inwieweit dies bei vorsätzlichem Drogen-, Alkoholkonsum ... zutrifft, kommt es auf den Einzelfall an.
    Dabei sind insbesondere mangelndes Verantwortungsbewusstsein, Egoismus, Leichtsinn, Sorglosigkeit usw. mitzuberücksichtigen.
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