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Amerikanisches Countryidol

Dolly Parton wirbt für Ehe-Öffnung in Australien

Die amerikanische Countrysängerin appelliert an die Australier, beim Volksentscheid für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zu stimmen.


Dolly Parton versteht nicht, warum man heutzutage noch gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben sein kann (Bild: Screenshot ABC)

Dolly Parton hat sich am vergangenen Donnerstag im Frühstücksfernsehen des australischen Senders ABC für die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren im Ehe-Recht ausgesprochen. Bei einer Liveschalte aus Nashville antwortete die 71-jährige Sängerin in der Sendung "News Breakfast" auf die Frage von Moderator Michael Rowland, ob Schwulen und Lesben das Heiraten erlaubt werden sollte: "Ich denke, Liebe ist Liebe. Wir haben darüber keine Kontrolle. Ich mach ja immer einen Witz darüber: Warum können [Schwule und Lesben] nicht so unglücklich verheiratet sein wie wir Heterosexuelle?"

Parton erklärte, sie sei zwar eine Christin, akzeptiere aber die christlich geprägte Ablehnungshaltung gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen nicht: "Ich bin nicht Gott. Ich glaube an Gott und denke, Gott ist der Richter. Ich bin aber keine Richterin und kritisiere nicht. Ich denke auch nicht, dass wir das kritisieren sollten."

Bereits mehrfach hat sich Parton für die Gleichbehandlung und Akzeptanz von Homosexuellen ausgesprochen, obwohl sie als Countrysängerin in einem sehr konservativen Umfeld groß und erfolgreich geworden ist. Als Stilikone vieler Schwuler und Drag Queens (Zitat: "Ich hab viel Geld ausgegeben, um so billig auszusehen") setzte sie sich bereits für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ein, als mehr als zwei Drittel der Amerikaner die Gleichbehandlung noch strikt ablehnten.

Schon 2011 kritisierte die überzeugte Christin religiöse Aktivisten, die ihren Glauben dazu missbrauchen, um gegen Schwule und Lesben zu polemisieren: "Was Christen angeht, sobald diese Leute ein Urteil fällen, sündigen sie schon. Die Sünde, Menschen zu verurteilen, ist genauso schlimm wie jede andere Sünde, die sie anderen vorwerfen", so Parton gegenüber "Billboard" (queer.de berichtete).

Abstimmungsergebnis am 15. November erwartet

Die Australier dürfen noch bis zum 7. November in einer nicht bindenden Abstimmung per Briefwahl darüber entscheiden, ob das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben aufrecht erhalten werden soll. Laut einer Umfrage haben bereits jetzt mehr als zehn Millionen Australier – und damit fast zwei Drittel aller Wähler – ihre Stimme abgegeben. Meinungsforscher gehen davon aus, dass sich über 60 Prozent für die Gleichbehandlung aussprechen werden. Das Ergebnis soll am 15. November offiziell bekannt gegeben werden.

Viele australische Promis haben sich für die Ehe für alle stark gemacht, darunter etwa Schauspieler Paul Hogan ("Crocodile Dundee") oder die Sängerinnen Sia und Kylie Minogue. Gegner sind insbesondere christlich motivierte Aktivisten, darunter auch große Teile der anglikanischen Kirche. Die anglikanische Diözese von Sydney hat sogar eine Million Dollar (660.000 Euro) an die "Nein"-Kampagne gespendet (queer.de berichtete). (dk)

Direktlink | "I Will Always Love You" ist einer der größten Hits von Dolly Parton. Das Lied wurde später von Whitney Houston gecovert



#1 hugo1970Profil
  • 16.10.2017, 18:23hPyrbaum
  • "Was Christen angeht, sobald diese Leute ein Urteil fällen, sündigen sie schon. Die Sünde, Menschen zu verurteilen, ist genauso schlimm wie jede andere Sünde, die sie anderen vorwerfen"

    Weise Worte, die sich jeder prediger ins Gebetbuch schreiben muß!!!
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#2 TheodorAnonym
  • 16.10.2017, 19:17h
  • Dolly Parton setzt sich nicht nur sehr engagiert für Lesben und Schwule ein, sondern auch noch für Transsexuelle* (man vergleiche hier ihren Beitrag zum Film Transamerica, wo sie den Titelsong gesungen hat). Und alle anderen Bereiche unserer Community unterstützt sie mit Sicherheit genauso.

    Und das als gläubige Christin!
    Chaupeau, Mrs. Parton!
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