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Kommentare zu:
Österreich: Verfassungsgericht überprüft Ehe-Verbot für Schwule und Lesben


#11 goddamn liberalAnonym
  • 18.10.2017, 10:57h
  • Antwort auf #9 von Stimme der Vernunft
  • Danke für den Hinweis.

    Das Gesetzbuch ist von 1812. Also eine Art Hofrat unter den Gesetzbüchern.

    Deshalb auch 'zwey' statt 'zwei'.

    Zitat: "Die Familien
    -Verhältnisse werden durch den Ehevertrag gegründet. In dem
    Ehevertrage erklären zwey Personen verschiedenen Geschlechtes
    gesetzmäßig
    ihren Willen, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen, und sich gegenseitigen Beystand zu leisten."

    Na, schaun wir mal.

    Und warten wir das infernalische Nazi-Getobe ab, wenn die Gleichstellung kommen sollte.
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#12 Stimme der VernunftAnonym
  • 18.10.2017, 11:42h
  • Antwort auf #11 von goddamn liberal
  • "Also eine Art Hofrat unter den Gesetzbüchern."

    Sehr hübsch! Aber auch der österreichische Verfassungsgerichtshof selbst ist eine altehrwürdige Institution: Er gilt als ältestes für die Normenkontrolle ermächtigtes Verfassungsgericht der Welt. Und sein historischer Vorgänger, das Reichsgericht, wurde 1867 begründet; also ebenfalls zu Zeiten der Hofräte.

    Wie ich dem umfangreichen Werk "Habsburg" des Historikers Pieter M. Judson kürzlich entnahm, hatte die Idee der rechtlichen Überprüfung obrigkeitlicher Normen auf Veranlassung "einfacher Bürger" im Habsburgerreich sogar eine recht starke Stellung - anders als in anderen europäischen Staaten. (Und diese Idee war - als Schutz vor regional-obrigkeitlicher Willkür - wohl einer der Gründe für die starke Bindung der verschiedenen Ethnien im Vielvölkerreich an das Habsburger Kaiserhaus.)
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#13 goddamn liberalAnonym
  • 18.10.2017, 12:54h
  • Antwort auf #12 von Stimme der Vernunft
  • "starke Bindung der verschiedenen Ethnien im Vielvölkerreich an das Habsburger Kaiserhaus"

    Auch Bosnier erinnern sich oft noch gerne daran, wie ich erfahren habe.

    Schließlich ist ihre Religion auch schon 1912 im alten Österreich offiziell anerkannt worden.

    Das Burka-Verbot als sinnvoller Kampf gegen Zivilisationsverweigerung widerspricht dem natürlich nicht, die ihrerseits unzivilisierte Islamfeindlichkeit des Herrn Strache ist dagegen ziemlich unösterreichisch.
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