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Gesetzentwurf

Indonesien will Homosexualität im TV verbieten

Politiker in Jakarta wollen Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit unsichtbar machen: Nach einem Gesetzentwurf soll jetzt die Darstellung von Homosexualität im Fernsehen untersagt werden.


Jedes Anzeichen von Nicht-Heterosexualität soll vom indonesischen Fernsehbildschirm verbannt werden (Bild: dailyinvention / flickr)

Das indonesische Parlament behandelt nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters einen Gesetzentwurf, laut dem "LGBT-Verhaltensweisen" in den nationalen Fernsehsendern verboten werden sollen. Ausdrücklich schwule oder lesbische Personen in TV-Sendungen sollen dem Entwurf zufolge ebenso tabu sein wie Männer, die sich wie Frauen kleideten oder "weiblich" agierten.

Der Abgeordnete Hanafi Rais begründete die Inititative damit, dass Homo- und Transsexualität "abnorm" und eine Gefahr für "junge Generationen" seien. Bobby Rizaldi, der ebenfalls im Parlament von Jakarta sitzt, erklärte außerdem: "LGBT ist nicht kriminell, aber wenn es in den öffentlichen Raum eindringt und von Fernsehsendern übertragen wird, muss es natürlich reguliert werden."

TV-Sender will bereits jetzt LGBTI-Inhalte "minimieren"

Bereits jetzt werden die nationalen TV-Sender laut Reuters von der Fernsehaufsichtsbehörde gewarnt, wenn sie mutmaßlich Homosexuelle zeigen. So erhielt der private Sender Trans7 einen Brief von der Behörde, in dem sie sich über die Comedyserie "Opera van Java" beschwerte, weil dort ein Mann auftaucht, "der sich wie eine Frau anzieht und auch so verhält". Der Sender habe als Reaktion angekündigt, "LGBT-Inhalte" zu "mininieren".

In Indonesien – dem mit 250 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten mehrheitlich muslimischen Land der Welt – ist Homosexualität zwar mit Ausnahme der erzkonservativen Provinz Aceh nicht illegal. Allerdings beklagen Bürgerrechtler, dass die Repressionen gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten in den letzten Jahren massiv zugenommen hätten. Immer wieder kommt es gar zu Verhaftungen: So nahm die Polizei erst vor knapp zwei Wochen in der Hauptstadt Jakarta bei einer Razzia in einer Schwulensauna 51 Personen fest (queer.de berichtete).

Anfang des Jahres kritisierte das Europaparlament die "Zunahme der Anti-LGBTI-Rhetorik" in Indonesien (queer.de berichtete). Die Bürgerrechtsorganisation Human Rights Watch erklärte bereits im vergangenen Jahr, es finde ein "nie dagewesener Angriff" auf LGBTI-Rechte in Indonesien statt (queer.de berichtete). (dk)



#1 Paulus46Anonym
  • 18.10.2017, 15:14h
  • Selbst im einst noch einigermaßen als gemäßigt eingestuften islamisch geprägten Indonesien wird die Situation immer homophober und radikalisierter. Es gibt kaum ein islamisch geprägtes Land, wo sich die Situation für LGBTI-Rechte in den letzten 50 Jahren verbessert hat. Da fallen mir allenfalls Jordanien, Albanien und eventuell noch das islamisch-christlich gemischt geprägte Bosnien-Herzegovina ein.

    Wohin man anonsten in die islamisch geprägten Staaten auch schaut: es wird dort eher immer Schlimmer.

    Gleichwohl haben wir in Deutschland und in Österreich Nichts besseres zu tun, als eine islamische Masseneinwanderung in Millionenhöhe in den letzten Jahren zuzulassen. Und wenn man schaut, wie deutsche Bürger an Hinterhofmoscheen für den Islamischen Staat in Syrien radikalisiert wurden, und was dort bei der Erdogan-DITIP "los" ist, dann wundert es mich nicht mehr weiter, dass zunehmend die Deutschen, Österreicher, Niederländer, Dänen aber auch die Ungarn und Polen, die solchen Entwicklungen vorbeugen wollen, nach Rechts wandern. LEIDER wird dies von dem Führungspersonal bei Grünen (Ausnahme:Boris Palmer), SPD, Linkspartei (Ausnahme: Wagenknecht) weggedrückt, schöngeredet und tabuisiert. Die Menschen merken dies aber und wählen dann halt leider die AfD.

    Wer glaubt mit Forderungen wie "Offene Grenzen" und "Bleiberecht für alle" punkten zu können, wird sich noch wundern, wie massiv das die AfD wiederum stärken wird. die nunmehr leider den Einzug im Bundestag feiert.
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#2 stromboliProfil
  • 18.10.2017, 15:29hberlin
  • Antwort auf #1 von Paulus46
  • religionstinnitus.. ist doch alles ganz einfach:
    Die religionen entrechten.
    Ihnen den zugang zum öffentlichen meinungsmonopol nehmen.. ohne unterschied!
    Und vor allem: Die staatliche förderungen, die unterstützungen und medialen zugänge sperren.
    Schulen religionsfrei machen!
    Ihnen ihre rechte nur im rahmen ihrer privaten ausübung zugestehen.
    Dann gibt es weder ein christliches noch ein sonstiges religionsproblem mehr!
    Kapiert missionsapostel?
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#3 jummyAnonym
#4 YFrauAnonym
  • 18.10.2017, 16:10h
  • Antwort auf #3 von jummy
  • Nein, wie das Christentum vereint der Islam alle Menschen, egal welcher Herkunft, unter einem Banner. Das ist mit Frieden im Sinne von Islam gemeint, eine Welt unter Gott, eine religiöse Hegemonie. Wenn alle im gleichen Staat leben, die gleiche Religion haben, die gleichen Gesetzte befolgen, kann es keinen Krieg mehr geben.

    Idee dahinter verstanden?
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#5 HörnchenAnonym
#6 OrthogonalfrontAnonym
#7 Danny387Profil
  • 18.10.2017, 19:12hMannheim
  • Manchmal denke ich mir, wie froh wir sein müssen, in Westeuropa bzw. Deutschland zu wohnen. Alles ist auch nicht gut hier, es gibt viel gesellschaftliche Diskriminierung. Aber in so einem Land zu leben, ist wohl für niemanden von uns wirklich vorstellbar.
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#8 LGBH0TTNZProfil
  • 18.10.2017, 22:10hSchwerte
  • Antwort auf #1 von Paulus46
  • Die Feinde meiner Feinde müssen noch lange nicht meine Freunde sein! Rechtsextremisten, die offen Nazi-Ideologie verbreiten und ganz bewusst nicht unterscheiden zwischen religiösen Fanatikern, normalen Gläubigen und sogar Religionsopfern, die ebenfalls hierher fliehen, sind eben nicht meine Freunde. Allerdings bin ich genauso argwöhnisch gegenüber jenen Linken, die naiverweise glauben, jeder Angehörige einer exotischen Religion müsse schon alleine deshalb ein edler Mensch sein. Dennoch gibt es einen Unterschied: Naive linke zünden zumindest keine Wohnheime an und attackieren keine Flüchtlingsbusse. Ansonsten bin ich der Meinung, man sollte keiner Religion alles durchgehen lassen. Weder Moslems, noch Christen und noch nicht einmal Juden. Aber man sollte sich auch nicht mit falschen Freunden verbünden. Weltliche Faschisten sind nicht besser als religiöse, und meistens auch nicht weniger homophob.
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#9 TheDadProfil
  • 22.10.2017, 23:34hHannover
  • Antwort auf #1 von Paulus46
  • ""Gleichwohl haben wir in Deutschland und in Österreich Nichts besseres zu tun, als eine islamische Masseneinwanderung in Millionenhöhe in den letzten Jahren zuzulassen.""..

    Und wenn Du noch Hundert Mal versuchst hier den Eindruck zu erwecken es sei so gewesen...

    Es gab keine ""Masseneinwanderung in Millionenhöhe"" !

    Weder in den ""letzten Jahren"", noch jemals wieder nach 1944/1945, denn da hatte man zuletzt eine Einwanderungswelle von Millionen Flüchtlingen in die Gebiete des von den Alliierten Deutschen Reiches zu verzeichnen..

    Die zugewanderten Menschen der Jahre 2014/2015 sind auch nicht "in der Mehrheit" "islamisch"..

    Fakt ist, wir wissen nicht wie viele dieser Flüchtlinge "Muslime" sind..

    Wir wissen aber das allein aus Syrien mehr als 150.000 Yesiden kamen, und zusätzlich noch viele Tausend andere "christliche" Flüchtlinge..

    Wir wissen auch das die meisten der geflüchteten "Muslime" aus dem Grund flohen, weil sie von den Terroristen des DAESH flohen, und damit aus dem gleiche Grund wie ihre "christlichen Nachbarn"..

    Ein Umstand der sie trotz Deiner Auffassung immer noch nicht zu "gefährlichen Menschen" macht..

    Deine Art und Weise hier über Menschen zu schreiben die aus Angst um ihr Leben vor Krieg und Bürgerkrieg geflohen sind, ist schlicht abartig und unterirdisch !
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#10 SatanAnonym