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Einzelkommentar zu:
Nicht als Vater anerkannt: Transmann zieht vors Bundesverfassungsgericht


#52 nachgefragtAnonym
  • 22.10.2017, 20:02h
  • Antwort auf #50 von Hantewi
  • "Es geht darum, auf einem Berg zu stehen, über die Welt zu blicken und seine eigene Existenz willkommen zu heißen, sie tief einzuatmen und durch sein Blut strömen zu lassen. Es geht darum, über die plains zu galoppieren und vor lauter Euphorie über die Tatsache des eigenen Seins in lautes Lachen auszubrechen. Es geht um die tief empfundene Verwunderung und Dankbarkeit darüber, vom Leben beschenkt und geehrt worden zu sein. Es geht um die erwartungsvolle Faszination, wohin einen das eigene Leben tragen wird. Es geht um die überwältigende Einzigartigkeit, die man erfährt, wenn man nachts alleine durch tiefen Schnee reitet. Es geht darum, die eigene Lebensenergie mit Händen greifen zu können und zu bemerken, dass es ein wissendes, unerschütterliches Lächeln aufs Gesicht zaubert.
    Es geht darum, daß man das Begehren kennt, vor allem, wenn das, was man begehrt, nichts Geringeres als die Freiheit selbst ist."

    Schön geschrieben. Und ein großes Glück für eine Person, wenn sie ein solches Hochgefühl aus tiefster Seele empfinden und daraus schöpfen kann.

    Es gibt aber eben auch Menschen, denen das nicht vergönnt ist; aufgrund welcher Umstände in ihrer Lebensgeschichte auch immer.

    Solchen Menschen hilft es dann aber vielleicht zumindest, ihr Einfügen in die Welt um sich herum als selbstbestimmte freie Entscheidung für sich interpretieren zu können. Und zwar, ohne sich (polemisch gesagt) anhören zu müssen, dass diese Welt aber ein einziger gigantischer Unterdrückungsapparat sei und daher das Einfügen zöglingshaft und toxisch und selbstschädigend. Und natürlich auch politisch rückwärtsgewandt und damit gegen "die gute Sache".

    Jeder Mensch konstruiert seine eigene Welt. Und jeder Mensch empfindet seine als "die richtige". Es steht deshalb keinem Menschen zu, die Lebenshaltung eines anderen Menschen auf Basis sozialphilosophischer Betrachtungen und selber empfundener Glücksgefühle moralisch abzuwerten.

    (Mir ist durchaus klar, dass du hier keine bewusste Abwertung einzelner Personen beabsichtigst. Dennoch klingen deine Postings häufig, als würden sie von einer höheren Warte aus geäußert.)
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