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Madrid Im Rahmen einer Expertenanhörung im spanischen Senat hat ein Psychologieprofessor der Madrider Universität Homosexualität als Krankheit definiert und damit für einen Eklat gesorgt. Seiner Ansicht nach sei Homosexualität eine Störung, die erziehungsbedingt entstehe, berichten spanische Fernsehsender. Ursache seien "feindliche, alkoholkranke und distanzierte Väter" und "übertrieben beschützende Mütter". Zudem würden Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen, deren Sexualität beobachten und im Laufe ihrer Entwicklung mit hoher Wahrscheinlichkeit selber homosexuell werden. Die Anhörung fand im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zur Legalisierung der Eheschließung und Adoption für schwule und lesbische Paare statt. In erster Lesung ist dem entsprechenden Gesetzentwurf durch das Parlament bereits zugestimmt worden. Der Professor stand mit seiner Meinung allerding recht alleine, denn zehn weitere Experten widersprachen seiner These. Bisher gebe es keine wissenschaftliche Untersuchung, die negative Einflüsse in der Erziehung durch homosexuelle Paare auf deren Kinder habe nachweisen können, argumentierten sie während der Anhörung. (mm)



36 Kommentare

#1 LimboAnonym
  • 21.06.2005, 16:14h
  • eigentlich sollte man über solche Leute nur laut lachen und sie bemitleiden, dass sie immer noch so antiquierten und falschen Vorstellungen anhängen...
    schließlich gibt es ja auch wie im Artikel gesagt viele Forschungsarbeiten, die andere "Ursachen" für Homosexualität z.B.: genetischer oder hormoneller Art benennen

    schade finde ich nur, das ein solcher Artikel hier auf der Seite groß veröffentlicht wird und solchen Leuten und ihrer offensichtlich fehlgeleiteten Meinung noch Raum geschaffen wird... Natürlich wird kein Schwuler diesem Artikel zustimmen und sich selbst als "krank" beurteilen, trotzdem scheint dieser Artikel in meinen Augen nur mehr als erneuter Hetzaufruf für Schwule gegen Schwulenhasser zu dienen... So etwas führt dann noch zur weiteren Verhärtung der Fronten und löst auch keine Probleme.

    Ich hätte es begrüßt, wenn in diesem Artikel zwar eindeutig Stellung gegen diesen Professor bezogen würde, jedoch ohne zu forcieren, dass nacher wieder zahlreiche Kommentare nach dem Motto: "der ist krank" "so ein arschloch" "ich hasse solche leute" gepostet werden.

    Stellt euch nicht auf die gleiche Stufe, wie ein verblendeter Prof, sondern begegnet ihm mit Überlegenheit und ggf. den besseren Argumenten!!!
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#2 andyAnonym
  • 21.06.2005, 16:15h
  • hi , so ne quatsch habe ich schon lange nicht gehört!!als psychologe kann sein , dass der mann psychisch krank ist, vorsichtig ausgedrückt oder wurde von der katholischen kirche gekauft!das kann schon alles möglich sein .
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#3 madridEUAnonym
  • 21.06.2005, 16:54h
  • Zufällig haben wir die These des betreffenden Experten gestern während der lokalen Nachrichten im Fernsehsender "TELEMADRID" zur Kenntnis genommen. Was heisst das schon, wenn ein "Experte" zu diesem Schluss kommt. Mehr als Achselzucken haben wir dafür nicht übrig.Und wer weiss schon genau, weshalb wir schwul sind ?
    Das wird alles nichts mehr nützen, um den Senat umzustimmen. Und die königliche Familie ist auch auf unserer Seite ! Also
    Jungs, nehmt es gelassen !!
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#4 TimAnonym
  • 21.06.2005, 17:43h
  • Es ist immer wieder schockierend, wie Menschen ihren Titel und ihre Position missbrauchen um ihre Gesinnung und Meinung als pseudowissenschaftliche Fakten zu verbreiten, die keiner Überprüfung durch Kollegen auf wissenschaftlicher Basis standhalten. Hier geht es echt nur um Meinung und der Titel soll sie glaubwürdig erscheinen lassen. Aber es gibt auch Prof. die ihre Kinder schlagen, die vergewaltigen, etc.

    Außerdem diffamiert er Millionen von Eltern weltweit. Wie können denn nach seiner Theorie auch Kinder aus einem Kinderheim schwul werden? Und wenn man sich die Sexualität von den Eltern abschaut, dürfte es ja gar keine Homos geben.

    Diese Leute sind so dumm, dass sie sich eigentlich eh lächerlich machen. Das Problem ist nur, das andere genauso dumm sind und sich von dem Titel beeindrucken lassen.
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#5 DavidAnonym
  • 21.06.2005, 19:01h
  • hahahaha...
    Der Typ hat sich doch schon durch die Aussage disqualifiziert, die Erziehung wäre schuld, vor allem durch Homo-Paare.
    Wo kommen denn die ganzen Schwulen und Lesben her?
    Etwa nicht durch heterosexuelle Eltern und heterosexueller Sozialisierung?
    Komisch, ich wusste als Kind NICHTS davon, das es schwul/lesbische Paare gibt.
    Als Kind wurde ich zwar "übertrieben geschützt", was aber lediglich dazu geführt hat, das sich das Thema Sexualität und somit Coming Out um jahre verzögert hat.
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#6 DavidAnonym
  • 21.06.2005, 19:04h
  • Nachtrag:
    Komisch, das man im Umkehrschluss nicht nach den Ursachen von Heterosexualität fragt.
    Oder ist da "natürlich" vorausgesetzt, das man es automatisch ist? Das soll dann nicht abgeguckt sein?
    Gerade solchen leuten würde ich es wünschen, selber Eltern von Schwulen/Lesben zu sein, obwohl ich es den Kindern wiederum eher nicht wünsche.
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#7 FredAnonym
  • 21.06.2005, 19:30h
  • Der Typ tickt doch nicht richtig-
    mein Partner hat noch 5 Brueder ,alle wurden von den leiblichen Eltern gleich erzogen-nur er ist schwul-wenn der recht haette muessten doch alle oder keiner schwul sein.
    Es gibt doch wissendschaftliche Studien bei eineigen Zwillingen ,welche stark darauf hinweisen dass schwulsein vererbt wird (redzitiv) -bei den Zwillingen waren immer beide schwul -oder eben keiner.Ach dann wenn sie getrennt aufgewachsen sind.
    Letztlich ist da noch die Erkenntniss von vor cirka 2 Jahren-Chinesische Genforscher
    veroeffendlichten die Entdeckung eines Genmarkers der nur bei homosexuellen Maennern (ueber 90 % ) nachgewiesen wurde.Aehnlich dem Marker der auch die Augenfarbe oder Haarfarbe eines Menschen bestimmt.
    Meine Meinung ist dass es doch eigendlich pibe egal ist weshalb es bei Saeugetieren und auch dem Menschen Homosexuelle Orientierung gibt.Ich lebe damit ganz gut-besonders weil ich den liebsten aller Menschen seit 28 Jahren als Partner habe .
    t
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#8 malteAnonym
  • 21.06.2005, 20:09h
  • @David und Fred:

    Stimmt, dann müssten ja alle Kinder schwul oder hetero sein.

    Und wieso fragt sich keiner, warum man hetero wird? Vielleicht sind ja sogar in Wirklichkeit schwul / hetero 50 : 50 verteilt und nur wegen gesellschaftlicher Ächtung und Druck verschiebt sich das.

    Wieso akzeptiert man es nicht einfach und freu sich sogar, dass unsere Welt und die Menschen so bunt und vielfältig sind. Müssen denn alle Menschen gleich sein? Wie arrogant diese Leute sind, die meinen, sie wären das Zentrum der Welt und jeder hat so wie sie zu sein.

    PS: Und einfach mal so Millionen Eltern als Alkoholiker, aggresiv oder geistig gestört einzustufen zeigt nicht nur seine Dummheit und Arroganz, sondern ist schon als Beleidigung einzustufen. Wie schön die Homohasser immer ihr Niveau offenbaren.
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#9 PBerlinAnonym
#10 JuliaAnonym
  • 21.06.2005, 20:40h
  • Wenn die Mehrheit der Menschheit Homosexuell wäre, dann sollte man Heterosexualität eine Krankheit sein.
    Selbst der Razi würde uns dann als Normal bezeichnen.

    "Abnormalität" existiert nur bei der Diktatur der "Normalität." Also, die Diktatur der Mehrheit. Ich bin linkshändig, mein Vater auch, aber er mußte damals in der Schule Rechtshändig werden, weil dass der Norm war.

    "Die herrschende Meinung ist immer die meinung der herrschenden Klasse."
    Karl Marx.

    So ist es immer noch!!!!!

    Religiös und Politisch. Außenseiter und Minderheiten kommen niemals in der Media, ja, nur wenn sie z.B. Züge kapern wie die Moluker in Holland. Die Palästinenzer sind nur im dem Sicht gekommen der Welt, weil sie Flugzeuge Kaperten. Minderheiten werden niemals gehört, ob das ist in einer Diktatur oder eine Demokratie. Wenn man Andacht haben möchte, sollte man erst die Mehrheit wachschütteln mit drakonische Maßnahmen und Mitteln. Man soll sie den Krieg erklären.

    Groetjes, Julia.
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