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Polizeibericht

Berlin-Rummelsburg: 30-Jähriger homophob beleidigt und leicht verletzt

Wegen Körperverletzung und einer homophoben Beleidigung im Osten Berlins ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz.



Am Donnerstag kam es nach Angaben der Berliner Polizei zu einem möglicherweise aus Homophobie begangenen Übergriff in Rummelsburg, einem Ortsteil des Bezirks Lichtenberg im Osten der Hauptstadt.

Zeugenaussagen zufolge war ein 30-jähriger Mann betroffen, der gegen 17.30 Uhr an der Kreuzung Fischerstraße/Lückstraße unterwegs war. Dabei sei ihm ein Unbekannter entgegen gekommen, der ihn im Vorbeilaufen wegen seiner Homosexualität beleidigt und anschließend getreten haben soll. Der Mann soll anschließend einfach weiter gelaufen sein. Der 30-Jährige wurde leicht verletzt.

Eine Beschreibung des mutmaßlichen Täters ist von der Polizei zunächst nicht veröffentlicht worden. Die weiteren Ermittlungen wird der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernehmen.

In Berlin werden anders in vielen anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt im Polizeibericht publik gemacht – es gibt kaum einen Monat ohne entsprechende Fälle. Die Polizei und Staatsanwaltschaft besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Auch politisch wird gehandelt: Vergangenen Monat hatten die Regierungsfraktionen von SPD, Linken und Grünen eine "umfassende Akzeptanzarbeit" als Maßnahme gegen homophobe Gewalt angekündigt (queer.de berichtete). Man werde sich dafür einsetzen, "insbesondere Projekte zur Gewaltprävention oder zur Beratung nach Gewalttaten besser" auszustatten. Ab kommendem Jahr soll ein Projekt dazu beitragen, die Bereitschaft zur Anzeige – speziell von homo- und transsexuellen Frauen – zu erhöhen. (cw)



#1 HörnchenAnonym
#2 Andreas VAnonym
  • 20.10.2017, 14:01h
  • Antwort auf #1 von Hörnchen
  • Woanders passiert das natürlich (leider) auch. Aber wie im Text steht:
    "In Berlin werden anders in vielen anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt im Polizeibericht publik gemacht."

    Immerhin gibt es mit Rot-Rot-Grün ein Regierungsbündnis, welches das Problem nicht unter den Teppich kehrt, sondern aktiv etwas unternimmt.
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#3 HörnchenAnonym
  • 20.10.2017, 14:28h
  • Antwort auf #2 von Andreas V
  • Stimmt zwar .. aber hier auf queer lese schon bereits 2 oder 3x nur Berlin! Fragst du jemanden..bist Du schwul? setzt es gleich ne tracht Prügel! Gut, dass ich keine berline Pläne habe .. ok, kann Dir in egal welcher Stadt geschehen (letztens München)
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#4 schwarzerkater
  • 20.10.2017, 19:58h
  • Antwort auf #2 von Andreas V
  • "Immerhin gibt es mit Rot-Rot-Grün ein Regierungsbündnis, welches das Problem nicht unter den Teppich kehrt, sondern aktiv etwas unternimmt."
    ja, klar, der R2G-Senat in Berlin ist in der Verbrechensbekämpfung und in der Prävention ganz weit vorn, zumindest im Vergleich mit Lagos, Luanda oder Johannesburg.
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#5 hugo1970Profil
  • 21.10.2017, 09:54hPyrbaum
  • Mann könte jetzt sagen, naja wegen so einer "bagatelle" ermittelt der Verfassungsschutz.
    ES IST RICHTIG, DAS ER ERMITTELT, denn Straftaten, die was begangen werden nur um eine Überzeugung durchzusetzen müßen vom Staatsschutz geandet werden, denn das betrifft das Leben und die Gesellschaft in einem Staat.
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#6 hugo1970Profil
#7 PeerAnonym
  • 21.10.2017, 10:23h
  • Es wird eine der Hauptaufgaben der künftigen Bundesregierung sein, dafür zu sorgen, dass in Deutschland alle Menschen friedlich, sicher und angstfrei leben können.

    Dafür muss es endlich einen wirkungsvollen nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie geben, der dann auch konsequent umgesetzt wird.

    Aber genauso nötig ist auch, dass die Diskriminierungs-Erlaubnisse im AGG endlich abgeschafft werden und dass Art. 3 GG endlich ergänzt wird.

    Da werden wir der kommenden Bundesregierung sehr genau auf die Finger sehen und das natürlich auch in kommende Wahlentscheidungen einfließen lassen.
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#8 seb1983
  • 21.10.2017, 14:29h
  • Antwort auf #7 von Peer
  • Gewalt muss generell entgegengewirkt werden, auch wenn Statistiken das so offenbar nicht hergeben, das allgemeine Sicherheitsgefühl geht immer mehr in den Keller, Gewalt in Bus und Bahn, an Bahnhöfen, angezündete und zusammengetretene Obdachlose, wenn ich heute auf der Straße angerempelt werde und mich beschwere habe ich ganz schnell eine Faust im Gesicht.

    Jugendliche lernen heute "Konflikte" mit Gewalt zu handhaben.
    Also: "Kevin man schlägt keine Schwulen nur weil sie schwul sind" ist schon mal ein guter Anfang, aber "Kevin, man schlägt niemanden weil er dich auf der Straße schief angeguckt hat" wäre auch hilfreich.
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#9 TheDadProfil
  • 23.10.2017, 00:44hHannover
  • Antwort auf #3 von Hörnchen
  • ""Stimmt zwar .. aber hier auf queer lese schon bereits 2 oder 3x nur Berlin!""..

    Weil wie erwähnt Berlin die einzige Stadt und das einzige Bundesland ist in der die Polizei dies explizit berichtet !

    Was genau ist daran nun nicht zu verstehen ?
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