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Strategien für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt

Neue LSVD-Kampagne gegen Rechtspopulismus

In Leipzig fand am Samstag der Auftakt für das von der Bundesregierung geförderte LGBTI-Projekt "Miteinander stärken. Rechtspopulismus entgegenwirken" statt.


Protest gegen AfD & Co. beim CSD 2016 in Düsseldorf (Bild: Norbert Blech)

Rechtspopulismus ist längst in Deutschland angekommen. Mit diffamierenden Kampfbegriffen und faktenfreien Kampagnen wird auch Stimmung gegen LGBTI gemacht. Das neue bundesweit agierende Projekt "Miteinander stärken. Rechtspopulismus entgegenwirken" des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD) möchte Aktivisten und Fachkräfte aus der Community sowie Bündnispartner stärken und mit ihnen gemeinsam Strategien für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt entwickeln. Hierzu fand am Samstag der Auftakt mit einem regionalen Vernetzungstreffen im Neuen Rathaus Leipzig statt.

Das Projekt "Miteinander stärken" soll mit dazu beitragen, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans und intergeschlechtliche Menschen als gleichberechtigt und gleichwertig akzeptiert und anerkannt werden. Gleichzeitig möchte es zusammen mit Partnern aus der Antirassismusarbeit, aus migrantischen Organisationen und aus vielen weiteren zivilgesellschaftlichen Initiativen Gegenstrategien entwickeln und Vernetzungsprozesse anstoßen.

"Von einer demokratischen und offenen Gesellschaft profitieren alle", heißt es in einer Pressemitteilung des LSVD zum Projektauftakt. "Sie schafft die Voraussetzung dafür, jederzeit, an jedem Ort, ohne Angst und Anfeindung verschieden sein zu können."

Neue Kooperationen und Bündnisse gesucht

In regionalen Workshops, Konferenzen und bundesweiten Foren sollen menschenfeindliche Parolen analysiert, effektive Gegenstrategien diskutiert und neue Kooperationen und Bündnisse geschlossen werden. Das Projekt richtet sich an alle, die sich für demokratische Grundwerte und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren: Vereine und Verbände, Gewerkschaften und Unternehmen, Medien, Wissenschaft, Kultur und Sport, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, migrantische und antirassistische Initiativen, Fachkräfte aus der Jugend-, Familien- und Bildungsarbeit und die LGBTI-Community.

Das Projekt "Miteinander stärken" wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Das nächste regionale Vernetzungstreffen findet am 9. Dezember in Mannheim statt. Mehr Infos auf miteinander-staerken.de. (cw/pm)



#1 Paulus46Anonym
  • 21.10.2017, 18:56h
  • www.tagesschau.de/ausland/tschechien-parlamentswahl-101.html

    So nun haben wir also auch den massiven Rechtsruck heute im Nachbarland Tschechien, der letztes Wochende auch in Österreich erfolgt ist.

    LGBTI-Themen spielen bei diesen Rechtsrücken in Tschechien oder in Österreich überhaupt KEINE ROLLE.

    Entscheidend ist für den massiven Rechtsruck in den verschiedenen Ländern das Thema "Einwanderung/Flüchlinge" gekoppelt mit Islamisierung der Gesellschaft.

    Auch in Polen, in Bulgarien, in Ungarn aber auch in Dänemark und in Lettland haben wir mittlerweile rechtskonservativ-nationalistische Regierungen an der Macht.

    Und in den Niederlanden und in Deutschland hatten wir historische Abstürze der Sozialdemokraten.

    UND wer als LGBTI-Aktivist meint, er könne hier mit LGBTI-Themen "irgendetwas" ausrichten, der täuscht sich gewaltig.

    DENN es geht nicht den nach rechts wandernden Tschechen, Österreichern, Polen, Ungarn, Dänen oder Niederländern oder den Briten mit ihrem Brexit um LGBTI-Themen, die sind den allermeisten Bürgern/Wählern entweder piepegal oder sie stehen Ihnen befürwortend gegenüber. Es geht den Wählern um die Themen Einwanderung/Flüchtlinge und Islamisierung.

    Das hat Edmund Stoiber am letzten Montag bei Hart aber Fair schon sehr gut analysiert und erklärt, als er sagte: "Egal welche Problem und Themen wir sonst so in Deutschland oder Österreich haben, es wird alles überlagert und regelrecht totgeschlagen vom Thema Einwanderun/Flüchtling. DAS war das bestimmende Thema, wo er überall im Wahlkampf nach gefragt wurde und da hat Herr Stoiber vollkomen Recht mit seiner Wahrnehmung.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 21.10.2017, 18:57h
  • Eine gute Sache, obwohl ich den Begriff Rechtspopulismus für den deutschen Sprachraum als Verharmlosung ansehe.

    Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat als junger Mann im Israel im Kibbuz gearbeitet, während Strache mit Nazis durchs Gelände robbte.

    Das ist ein riesiger qualitativer Unterschied.
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#3 AchilleusProfil
  • 21.10.2017, 19:10hDuisburg
  • Danke für die Warnung, aber mir persönlich kam gerade nicht in den Sinn, eine deutsche rechtsradikale Partei zu unterstützen.

    »... Aber Achilleus
    Sonderte von den Gefährten sich ab und setzte sich weinend
    Nieder am Ufer der See und sah aufs unendliche Meer hin;
    Und er erhob die Arme und betete laut zu der Mutter:«

    Wann endlich werden sich die Homosexuellen den wichtigen Themen zuwenden, oh Thetis?

    Umgang mit Homosexualität am Arbeitsplatz, in der Ausbildung, in der Schule. Nicht nur der Heterosexuelle muss da etwas lernen, nein, auch der Homosexuelle. Denn wie geht man damit um?

    Homosexualität im Alter, im Krankheitsfall.

    Homosexualität und Alkohol, Homosexualität als biografischer Stolperstein. Damit möchte man sich nicht befassen?

    Was für ein Jammer.

    (Zitat aus: Ilias, 1. Gesang, Zeilen 348-351, Übersetzt von Roland Hampe)
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#4 TraumzerstörerinAnonym
  • 21.10.2017, 19:25h
  • Antwort auf #1 von Paulus46
  • ". Es geht den Wählern um die Themen Einwanderung/Flüchtlinge und Islamisierung. "

    Den Parteien die sie dann wählen aber nicht, die wollen ein breites Spektrum von Rechtsradikalen, religiös Konservativen, Heterosexisten, Verschwörungstheoretikern und Nationalisten als Wähler ansprechen.

    Entsprechend sind auch ihre Ziele. Ihr opfert dann UNSERE modernen Werte, damit ihr nicht mehr Angst vor Flüchtlingen haben müsst. Der Quatsch ist aber, die sind in der Minderheit und können euch gar nichts. Es gibt keine islamistische Partei in Deutschland, Islamisten haben keine politische Macht in Deutschland.
    Wenn ihr Angst vor Umvolkung habt, dann hört verdammt nochmal mit dieser Familienfeindlichkeit auf, lasst endlich Oma wieder zuhause wohnen, dann kann sich jemand auch um die Kinder kümmern. Zieht nicht ständig 1000km durch die Weltgeschichte, bleibt zuhause, baut was gemeinsam mit euer Familie auf. Wenn die scheiß Homo und Transphobie aufhört, dann dürft auch ihr eine Familie haben und fliegt nicht bei euren Eltern raus, wenn ihr euch outet.

    Die rechtsradikalen wollen sexuelle Aufklärung unterdrücken, wenn man das aber tut, dann wird auch das traditionelle "Viele Kinder kriegen" bei den Moslems nicht aufhören, die müssen genau den gleichen Zugang zu Bildung wie wir haben, damit dort auch Frauen über ihren Körper selbst entscheiden können. Nur so, wird die Kinderzahl bei denen runter gehen.

    Mit rechts wählen, erreicht man gar nichts, weil alle Bestrebungen für ein friedliches Miteinander im Keim erstickt werden.
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 21.10.2017, 19:55h
  • Antwort auf #3 von Achilleus
  • "Umgang mit Homosexualität am Arbeitsplatz, in der Ausbildung, in der Schule. Nicht nur der Heterosexuelle muss da etwas lernen, nein, auch der Homosexuelle. Denn wie geht man damit um?

    Homosexualität im Alter, im Krankheitsfall.

    Homosexualität und Alkohol, Homosexualität als biografischer Stolperstein. Damit möchte man sich nicht befassen?"

    Der LSVD beschäftigt sich seit Jahren mit den meisten der genannten Themen.
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#6 Karif Ziyad AtiyehAnonym
#7 goddamn liberalAnonym
#8 Paulus46Anonym
  • 22.10.2017, 13:05h
  • Antwort auf #4 von Traumzerstörerin
  • @Traumzerstörerin
    "Den Parteien die sie dann wählen aber nicht, die wollen ein breites Spektrum von Rechtsradikalen, religiös Konservativen, Heterosexisten, Verschwörungstheoretikern und Nationalisten als Wähler ansprechen."

    --> Das ist vollkommen richtig erkannt, wobei ich aber statt "religiös Konservativen" eher den Begriff "religiös Orthodox/Ultraorthodox" setzen würden, denn selbst in den Reihen des Konservatismus gibt es eine ganze Reihe an Politikern, Personen und Bundestagsabgeordneten, die diesen Sommer die Ehe für alle und die gemeinschaftliche Adoption nichtleiblicher Kinder befürwortet haben, wie beispielsweise Ursula von der Leyen, Peter Tauber, Ole Schröder, Kristina Schröder und Monika Grütters.

    Und es gibt mittlerweile auch eine Reihe von christlich geprägten Kirchen, Organisationen im Reformjudentum und im Buddhismus, die ebenso kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare erlauben.

    Ich halte nicht viel davon, das Konservative Spektrum den "Rechten zu überlassen" bzw. die Strömung des Konservatismus nach Rechts zu schieben.

    Es zeigt sich bekanntlich nunmehr, dass sogar der Konservatismus a la Merkel soweit LGBT-freundlich gestaltetet werden kann, das nunmehr unter Merkel-Regierung die Ehe für alle umgesetzt wurde.
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#9 OrthogonalfrontAnonym
  • 22.10.2017, 13:25h
  • Antwort auf #8 von Paulus46
  • Wahre Worte, nur LEIDER wird das wohl hier auf queer.de nicht klappen. Du hast ja selbst erlebt wie wir zwei (du als liberal konservativ und ich als liberal moderat) direkt mal als "Neo-Nazis" verunglimpft werden, nur weil wir nicht bereit sind, jede haarsträubende linksradikale Forderung mitzutragen.
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#10 JuNiAnonym
  • 22.10.2017, 14:35h
  • Antwort auf #8 von Paulus46
  • Aber die Öffnung der Ehe ist doch in keinster Weise (!) der Union zu verdanken. Dass wenige CDU Mitglieder für die Ehe für alle gestimmt haben interessiert außerparteilich nicht, denn Merkel und ihr Männergefolge haben immer noch die Oberhand und letztendlich wird nur diese vorrangige Meinung akzeptiert.
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